
DiMelli ist eine bayerische Studie zur Untersuchung aller Typen von neu aufgetretenem Diabetes mellitus im Kindes- und Jugendalter. Die Studie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Kompetenznetz Diabetes mellitus gefördert.
DiMelli erfasst einerseits die Häufigkeit der verschiedenen Diabetestypen bei Kindern und Jugendlichen unter 20 Jahren. Andererseits werden laborchemische Parameter wie Inselautoantikörper, Antikörper assoziierter Autoimmunerkrankungen und Betazellrestfunktion bestimmt. Des Weiteren werden die zelluläre Immunantwort sowie Fettstoffwechselstörungen und Diabetes-assoziierte Autoimmunerkrankungen analysiert.
Besonderheit von DiMelli ist die zentralisierte qualitätskontrollierte und standardisierte Analyse der Autoantikörper im Labor der Forschergruppe Diabetes der TU München.
Die erhobenen Daten sollen später Aufschluss über die Inzidenz der einzelnen Diabetestypen in Bayern geben sowie den Einfluss verschiedener Faktoren wie zum Beispiel Übergewicht, arterielle Hypertonie oder sozioökonomischer Status auf die Erkrankung untersuchen.
Mit den übrig bleibenden Blutprobenresten wird eine Biobank aufgebaut.
Hier eine vereinfachte Darstellung des Studienablaufs.
DiMelli wird in Kooperation von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) und der Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München durchgeführt.
Die Gesamtleitung von DiMelli liegt bei der KVB, Dr. Axel Munte. Aufgaben sind die organisatorische Leitung sowie die Abwicklung des Datenmanagements.
Die Forschergruppe Diabetes der TU München, Frau Prof. Dr. Anette-G. Ziegler, übernimmt die medizinische Leitung sowie die Koordination und Durchführung der Laboranalysen. Außerdem pflegt die Forschergruppe die Biobank.
Weitere Informationen zur Forschergruppe Diabetes.