Die Symptome der Neuen Grippe A/H1N1 ähneln den Symptomen der jährlichen Grippe mit Fieber 38°C und Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Appetitlosigkeit.
Einige Personen, die mit dem Erreger der Neuen Grippe A/H1N1 infiziert waren, berichteten auch über Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
Fieber von mehr als 38°C und Husten, ohne dass ein Labornachweis vorliegt und die Symptomatik nicht durch eine andere Ursache hinreichend erklärt wird.
Derzeit stehen viele Fälle im Zusammenhang mit Kontakten im engeren privaten oder beruflichen Umfeld zu Personen, die (auch möglicherweise) an Influenza A/H1N1 erkrankt sind. Gleichzeitig steigt die Zahl der Fälle, die keine klare Infektionsquelle angeben können.
Es ist davon auszugehen, dass das neue Influenzavirus H1N1 übertragen wird wie eine übliche Influenza, also überwiegend durch Tröpfchen, die zum Beispiel beim Sprechen, insbesondere aber beim Husten oder Niesen entstehen und über eine geringe Distanz auf die Schleimhäute von Kontaktpersonen gelangen können.
Einzelne Publikationen legen aber auch die Möglichkeit einer Übertragung durch so genannte Tröpfchenkerne nahe, die kleiner sind (kleiner als fünf Mikrometer) und länger in der Luft schweben können (aerogene Übertragung). Vermutlich kann die Übertragung auch über Oberflächen erfolgen, die mit virushaltigen Sekreten verunreinigt sind, wenn sie angefasst werden. Dabei gelangen die Viren über die Hand in Mund, Nase oder Augen.
Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Erkrankung ("Inkubationszeit") ist von der Art des Influenza-Virus abhängig. Bei den Erregern der saisonalen Influenza beträgt diese ein bis vier Tage. Die genaue Inkubationszeit ist ähnlich wie bei der saisonalen Influenza.
Die Ansteckungsfähigkeit kann bei der saisonalen Influenza bereits kurz (weniger als 24 Stunden) vor Auftreten der klinischen Symptomatik beginnen und besteht danach gewöhnlich für drei bis fünf Tage. Bei der neuen Influenza wird angenommen, dass manche Patienten ebenfalls bereits am Tag vor Symptombeginn Viren ausscheiden. Bei der Dauer der Ausscheidung wird von einer Woche ausgegangen.
Das neue Virus (Influenza A/H1N1) kann mit üblichen Diagnose-Verfahren nicht nachgewiesen werden.
Das Nationale Referenzzentrum für Influenza am Robert Koch-Institut und einige weitere Laboratorien in Deutschland können dieses Virus aber mit PCR-Test sicher nachweisen.
Zur Diagnose sollte ein Rachen- oder Nasenabstrich möglichst rasch nach Beginn der Erkrankung von einem Arzt entnommen und an ein Labor eingesandt werden.
Auf der Website des Robert-Koch-Institutes finden Sie Empfehlungen mehrer Fachgesellschaften zur Indikation der labordiagnostischen Sicherung von Influenaza A/H1N1-Infektionen
Bei Patienten mit epidemiologischem Risiko, aber ohne Symptome (z. B. Reiserückkehrer, Empfehlung eines Arbeitgebers) sollte keine Diagnostik erfolgen.
Die Strategie beim Fallmanagement ist in Absprache der Länder mit dem Robert-Koch-Institut wie folgt angepasst worden:
Maßnahmen bei Verdachts- und Erkrankungsfällen:
UND
- Lebensgemeinschaft im selben Haushalt
- Intimkontakt
- Pflegerische Tätigkeit oder körperliche Untersuchung (ohne adäquaten Schutz)
Als Anhalt für den Zeitraum einer möglichen Übertragung (Dauer der Ansteckungsfähigkeit) durch einen bestätigten oder wahrscheinlichen Fall gelten die Zeiträume:
Passive Gesundheitsüberwachung
Dies sollte für die Dauer von 7 Tagen nach dem letzten übertragungsrelevanten Kontakt zum bestätigten oder wahrscheinlichen Fall erfolgen.
Je nach Situation soll in Abstimmung mit dem Arbeitgeber bestimmt werden, inwieweit eine Kontaktperson, die mit gefährdeten Personen arbeitet, für 7 Tage nach dem letzten übertragungs-relevanten Kontakt in diesem Bereich eingesetzt werden kann.
Bei Kontakten, bei denen die Kontaktperson durch die effektive Anwendung persönlicher Schutzausrüstung (s. a. TRBA 250, ABAS Beschluss 609) vor Infektion geschützt war, sind die empfohlenen Maßnahmen in der Regel nicht erforderlich.