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Die Bundestagswahl im Herbst 2009 sollte eine Richtungsentscheidung darstellen, bei der der Wahlausgang entscheiden würde, wie es im Gesundheitswesen weitergeht. Um den Wählern eine solide Entscheidungsgrundlage zu bieten, welche gesundheitspolitischen Ziele die Parteien verfolgen, hat die KVB vor der Wahl folgende Übersicht auf ihrer Webseite zur Verfügung gestellt:
Bundestagswahl 2009 - Welche gesundheitspolitischen Vorstellungen haben die Parteien?
Auch heute, nach der Bundestagswahl, lohnt sich ein Blick in diese Übersicht. Schließlich ist ein Vergleich der dargestellten gesundheitspolitischen Ziele der Parteien vor der Wahl und der konkreten Umsetzung nach der Wahl immer wieder interessant.
Damit die fachärztlichen Mitglieder der KVB ihren Patienten zudem eine Orientierungshilfe bieten konnten, worauf sie bei der Wahl achten sollten, hat die KVB ein Flugblatt zum Download angeboten. Kernelemente waren Punkte, auf die Patienten bei ihrer Wahlentscheidung achten sollten:
Artikel: Online-Petition und Kampagne "Gesundheit wählen"

Schon im Sommer 2007 zeigten erste Analysen, dass Bayern durch die Einführung des Gesundheitsfonds und der Honorarreform in der damals geplanten Form eine Verschlechterung der ambulanten Versorgung drohte. Um die Politik zu sensibilisieren, traf sich der Vorstand der KVB mit vielen Politikern auf Landes- und Bundesebene und erklärte, welche Folgen die beiden Kernelemente der Gesundheitsreform für die Patientenversorgung in Bayern haben würden.
Schnell war klar, dass insbesondere auch die Betroffenen, also Ärzte und ihre Patienten aufgeklärt und zum Protest mobilisiert werden müssten, um der Politik die Augen zu öffnen, wie sehr dieses Thema auch die Bevölkerung beschäftigt.
Gemeinsam mit 20 starken Partnern aus dem Gesundheitswesen in Bayern und Baden-Württemberg hat die KVB daher die Kampagne „Gesundheitsfonds – So nicht!“ ins Leben gerufen.

Kampagnenauftakt im Mai 2008: die Partner
der KVB-Kampagne bei einer Pressekonferenz

Innerhalb weniger Monate schlossen sich mehr als 350.000 Bürger der Protestaktion in den Praxen Bayerns und Baden-Württembergs sowie auf der Homepage an. Im Dezember 2008 hat der Vorstand der KVB die Protestunterschriften dann dem bayerischen Gesundheitsminister Dr. Markus Söder übergeben; die beiden Kernelemente der Gesundheitsreform wurden dennoch wie geplant eingeführt.

350.000 Protestunterschriften für den
bayerischen Gesundheitsminister
Wie umstritten Gesundheitsfonds und Honorarreform weiterhin sind, zeigen die aktuellen Diskussionen um deren Finanzierung beziehungsweise Weiterentwicklung.