KVB Kontakt

Sie suchen einen Ansprechpartner zu allgemeinen oder fachlichen Fragen? Sie möchten unseren Service nutzen? Wir unterstützen Sie und helfen Ihnen gerne.

Bezirks-, Geschäftsstellen

Bereitschaftsdienst

Sie erreichen uns außerhalb der Sprechstundenzeiten telefonisch unter

 01805 / 191212*

Finden Sie hier weitere Informationen über unseren ärztlichen Bereitschaftssdienst in Ihrer Region:

Bereitschaftsdienst 

Bereitschaftspraxen

*14 Cent/Min. aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk max. 42 Cent/Min

PatientenInfoline

Ihr Telefonkontakt für Ihre Fragen zur Gesundheitsversorgung in Bayern: 

01805 / 797997*

Sie erreichen uns

Mo-Do: 09.00 - 17.00 Uhr
Fr:        09.00 - 13.00 Uhr

oder schreiben Sie uns eine
E-Mail

 *14 Cent/Min. aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk max. 42 Cent/Min.

Therapieplatzvermittlung

Finden Sie hier Informationen über unsere Therapieplatzvermittlung für psychotherapeutische Behandlungen

mehr erfahren

Mitgliederberatung

Finden Sie hier Ihre Ansprechpartner am Service-Telefon

oder vereinbaren Sie einen Beratungstermin bei Ihren regionalen Präsenzberatern

Abrechnung

Praxisführung

Verordnung

Arztsuche

Gewalt gegen Frauen – Ärzteschaft hat Lotsenfunktion

München, 24. November 2011: Frauen werden immer wieder Opfer von Gewalt. Eine 2004 durchgeführte Umfrage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter Frauen im Alter von 16 bis 85 Jahren hatte ergeben, dass 40 Prozent mindestens einmal in ihrem Leben körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren haben. Nicht selten sind Ärzte die ersten und einzigen Ansprechpartner. Den von den Vereinten Nationen ausgerufenen „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“, der seit 30 Jahren am 25. November begangen wird, nehmen das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) der Landeshauptstadt München, der Ärztliche Kreis- und Bezirksverband München (ÄKBV) und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) deshalb zum Anlass, an die Verantwortung der Ärzteschaft zu appellieren.

Gewalt gegen Frauen umfasst grundsätzlich viele Facetten – sie reicht von der (sexuellen) Belästigung über Vergewaltigung bis hin zum Frauenhandel, der Zwangsheirat, Ehrenmorden und Genitalverstümmelungen. „Gewalterfahrungen werden häufig verschwiegen“, erklärt Dr. Emma Auch, Menschenrechtsbeauftragte des ÄKBV. Deshalb müssten Ärztinnen und Ärzte sich ihrer Schlüsselrolle in der Unterstützung der Opfer bewusst sein. Wichtig ist es zu erkennen, ob hinter Verletzungen und Erkrankungen eine Gewaltproblematik steckt. Gerade bei männlichen Kollegen sei eine ganz besondere Sensibilität und Professionalität nötig, damit Frauen sich trauen, über Verletzungen physischer und psychischer Art zu sprechen.

Häufig scheitert die Durchsetzung rechtlicher Interessen von betroffenen Frauen an einer unzureichenden Dokumentation der Verletzungen. Umso wichtiger ist die gerichtsfähige Dokumentation der Gewalterfahrungen von Frauen. Anlaufstelle hierfür ist die Ambulanz für Gewaltopfer der LMU München. Neben Diagnose und Dokumentation muss zudem die Sicherheit der Frauen schnell abgeklärt werden, denn gerade kurz nach der Offenbarung von Gewaltanwendungen handeln die Täter besonders affektiv. Hierfür stehen besondere Einrichtungen wie Frauenhäuser und andere Schutzeinrichtungen, aber auch Krisendienste und Beratungsstellen zur Verfügung. Die Landeshauptstadt München unterhält unter anderem ein täglich besetztes Krisentelefon, das unter 089-763737 zu erreichen ist. Weitere Informationen sind im Internet unter www.muenchen.de/frauengesundheit zu finden. So soll betroffenen Frauen, Mädchen und Kindern schnell, kompetent und nachhaltig geholfen werden.

Presseinformation vom 24.11.2011 als PDF-Datei

Gewalt gegen Frauen – Ärzteschaft hat Lotsenfunktion