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KVB-Vorstand begrüßt Einigung bei den Tarifverhandlungen im stationären Bereich

München, 23. Januar 2012: Als „Sieg der Vernunft“ sieht der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) die inzwischen erfolgte Einigung in den Tarifverhandlungen zwischen dem Marburger Bund und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände. Dass sich die beiden Tarifparteien auch ohne Streiks und Protestmaßnahmen auf eine moderate Erhöhung der Gehälter der Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern geeinigt hätten, sei auch im Sinne einer guten medizinischen Versorgung der Patienten zu begrüßen. Nun wären die Vorstände der bayerischen Krankenkassen gefordert, es den kommunalen Arbeitgeberverbänden gleichzutun und endlich auch im ambulanten Bereich wieder als seriöse Verhandlungspartner aufzutreten. Denn aus Sicht des Vorstands der KVB gefährden die Krankenkassen mit ihrem wirklichkeitsfremden Beharren auf einer Nullrunde bei den Honoraren für die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten im Jahr 2012 die flächendeckende Versorgung der Patienten in Bayern.

Dazu sagte der Vorstandsvorsitzende der KVB, Dr. Wolfgang Krombholz: „Wir beglückwünschen die Kollegen vom Marburger Bund zu ihrem umsichtigen und erfolgreichen Verhandeln. Es ist auch in unserem Sinne, dass die Ärzte an den Kliniken angemessen vergütet werden. Denn nur, wenn genug junge Ärzte auch in den Krankenhäusern ausgebildet werden, können wir den Nachwuchsmangel in den Praxen gerade in den ländlichen Regionen Bayerns in den Griff bekommen.“ Der erste stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KVB, Dr. Pedro Schmelz, betonte: „Es liegt im Interesse der Patienten, dass wir die gut ausgebauten Strukturen der ambulanten Versorgung in Bayern erhalten können. Wenn dies die Krankenkassen auch so sehen, dann müssen sie sich mehr einfallen lassen, als in bunten Broschüren über angebliche Irrtümer des Gesundheitswesens aufzuklären.“ „Die Kassen müssen die hohe Verantwortung und die Leistungsbereitschaft der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten anerkennen und auch entsprechend honorieren“, ergänzte Dr. Ilka Enger, zweite stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KVB. Darum werde der Vorstand der KVB in den anstehenden Verhandlungen mit den Krankenkassen in Bayern kämpfen. 

Presseinformation vom 23. Januar 2012 als PDF-Datei

KVB-Vorstand begrüßt Einigung bei den Tarifverhandlungen im stationären Bereich