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Positive Resonanz auf Vorhaben zum Gesundheitskonto", Gemeinsamer Bericht der KVB und des Praxisnetzes GO IN, 25.07.2011:

"Das Vorhaben, über ein Gesundheitskonto für die Versicherten mehr Transparenz ins Gesundheitssystem zu bringen und den Ärzten zugleich mehr Planungssicherheit in Sachen Honorar zu geben, stößt auf positive Resonanz. Das war das Fazit einer Veranstaltung, zu der die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) und das Praxisnetz GO IN am vergangenen Mittwoch (20. Juli 2011) interessierte Netzärzte und Praxismitarbeiter aus dem Raum Ingolstadt eingeladen hatten. Im Rahmen der rund eineinhalbstündigen Veranstaltung mit knapp 100 Teilnehmern wurden der derzeitige Planungsstand des ambitionierten Vorhabens erläutert und Fragen durch die am Projekt Beteiligten beantwortet.

Die Zielsetzung erläuterte die zweite stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KVB, Dr. Ilka Enger. So ginge es darum, den Ansatz einer fairen, transparenten Vergütung ärztlicher Leistungen mit dem Anspruch der Patienten auf eine umfassende medizinische Betreuung zu vereinbaren. Der Weg dahin führe über mehr Eigenverantwortung für alle Beteiligten, wie der Leiter des Kieler Instituts für Mikrodaten-Analyse, Dr. Thomas Drabinski, erklärte. Er hatte das zugrunde liegende Konzept maßgeblich gestaltet und unterstützt derzeit ein Projektteam bei der KVB um Dr. Ilka Enger bei der Anpassung auf die bayerischen Gegebenheiten. Im Kern geht es dabei darum, dass für jeden teilnehmenden Versicherten bei seiner Krankenkasse ein individuelles Gesundheitskonto geführt wird, das bei Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen belastet wird. Über die Kontobewegungen erhält der Versicherte regelmäßig einen Kontoauszug. Die Abrechnung dieser Leistungen erfolgt nach der Gebührenordnung Ärzte (GOÄ). Der Vorsitzende des Praxisnetzes GO IN, Dr. Siegfried Jedamzik, sagte in seinem Grußwort, dass die Mitglieder des Netzes stets offen für Innovationen seien und dass das Modell aus seiner Sicht die Möglichkeit biete, wirklich Transparenz in die schwer zu durchschauenden Geldflüsse im Gesundheitswesen zu bringen.

Die Teilnehmer der Veranstaltung zeigten sich an den detaillierten Ausführungen zu dem Konzept ebenso interessiert wie an der Erläuterung zum Vergleich der Honorierung von Leistungen nach GOÄ sowie nach Einheitli-chem Bewertungsmaßstab (EBM). Die Projektleiterin bei der KVB, Sandra Ruzicka, stellte dar, dass dieser Vergleich, der in zahlreichen Praxen von GO IN-Mitgliedern derzeit läuft, für die weitere Umsetzung des Vorhabens von großer Bedeutung ist. In der anschließenden Fragerunde wurde insbesondere das Gesundheitskonto als zentraler Bestandteil des Vorhabens kritisch unter die Lupe genommen. Allgemein wurde positiv angemerkt, dass mit diesem Vorhaben die Rahmenbedingungen für die ärztliche Tätigkeit substantiell verbessert werden könnten und dass dies sowohl bei den Ärzten und ihren Praxisteams als auch bei den Patienten wieder zu einer größeren Zufriedenheit führen würde."

Bericht vom 25.07.2011 als PDF-Datei

Positive Resonanz auf Vorhaben zum Gesundheitskonto

 

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