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Portrait Dr. Ilka Martina Enger

2. stellvertretende Vorsitzende des Vorstands der KVB

Berufspolitisches Engagement:

Ich lebe seit 1992 in meiner Wahlheimat Regensburg und bin seit 1999 in Neutraubling als fachärztlich tätige Internistin in eigener Praxis niedergelassen. Mein berufspolitisches Engagement wurzelt im eigenen Erleben der überbürokratischen, intransparenten Strukturen sowohl in der ärztlichen Selbstverwaltung als auch im gesamten Gesundheitssystem generell. Darum habe ich im Jahr 2008 gemeinsam mit einigen gleich gesinnten Kollegen den Bayerischen Facharztverband gegründet.

Ziele und Herausforderungen:

Die Gründung des Bayerischen Facharztverbandes war meiner Meinung nach allein schon deswegen nötig, weil die meisten etablierten Berufsverbände nicht konsequent die Meinung der Ärzte an der Basis vertreten haben, jedoch vor allem diese Verbände die Politik der KVB maßgeblich beeinflusst haben. Auch darum brauchen wir dringend mehr Mitspracherechte der KV-Mitglieder im Sinne einer Demokratisierung der KVB. Von zentraler Bedeutung ist dabei für mich, dass die KV wieder verstärkt in den Regionen präsent ist. Wir brauchen die KV als kompetenten Ansprechpartner vor Ort, mit denen Ärzte und Psychotherapeuten angstfrei sprechen können. Natürlich muss die KV auch die Aufgaben erfüllen, die ihr das Fünfte Sozialgesetzbuch auferlegt – aber eben nur nach den Buchstaben des Gesetzes und nicht im vorauseilenden Gehorsam und zu 200 Prozent. Die KV soll wieder mehr Partner ihrer Mitglieder werden – und nicht ihr Gegner. Dazu braucht es auch neue politische wie rechtliche Rahmenbedingungen für die ambulante Versorgung: intelligente Modelle der Kostenerstattung und patientenorientierte Strukturen, in denen nicht Budgets und Regressrisiko das Maß aller Dinge sind.

Privat:

Ich bin 1964 in Mannheim geboren, lebe aber schon seit meiner Zeit als Assistenzärztin in meiner neuen Wahlheimat, der Oberpfalz. Ich bin Single und kann deshalb ein ungebundenes Leben mit entsprechendem berufspolitischem Engagement führen. Privat schätze ich alles, was mit Rhythmus zu tun hat: Ich tanze sehr gerne und singe in einem modernen Kirchenchor. Weiterhin schaue ich auch gerne über den Tellerrand der Schulmedizin und beschäftige mich mit traditionellen Medizinsystemen wie der traditionellen chinesischen Medizin, Ayurveda oder auch unserer europäischen Volks- und Klostermedizin.