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Portrait Dr. Wolfgang Krombholz

Vorsitzender des Vorstands der KVB

 

Berufspolitisches Engagement:

Ich bin seit 27 Jahren als Landarzt in Isen im Landkreis Erding niedergelassen und habe im Rahmen meiner Tätigkeit in der Praxis einiges erlebt, was mich motiviert hat, mich berufspolitisch zu engagieren. Von 2000 bis 2005 war ich im Zulassungsausschuss Ärzte Oberbayern tätig und Mitglied des Fachausschusses für die hausärztliche Versorgung. Ursprünglich in die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns auch in der letzten Amtsperiode gewählt, habe ich mein Mandat damals nicht wahrnehmen können, da ich zusammen mit etlichen anderen Hausärzten im Zuge standespolitischer Auseinandersetzungen aus der Vertreterversammlung ausgezogen war. Ich bin Mitglied des Vorstands der Bayerischen Landesärztekammer und Delegierter sowohl des Bayerischen als auch des Deutschen Ärztetags. In der letzten Legislaturperiode war ich zudem Vorsitzender der Kommission „Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte“. Nach über zehn Jahren aktivem Engagement im Bayerischen Hausärzteverband, den ich zuletzt kommissarisch als Interims-Vorstandsvorsitzender geleitet habe, freue ich mich nun über die Wahl zum Vorsitzenden des Vorstands der KVB. Dieser Aufgabe werde ich mich nun gern und mit großem Einsatz widmen.

Ziele und Herausforderungen:

In der Gesundheitspolitik gibt es nur eine Konstante: den stetigen Wandel. In den letzten Jahren hatten wir durchschnittlich jedes Jahr eine Gesundheitsreform – oft mit hehren Zielen, aber teils verheerender Wirkung. Die Folgen dieses sich immer schneller drehenden Reformkarussells haben auch die KV geprägt. Sie ist als Vertretung der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten heute weiter denn je von ihren Mitgliedern entfernt. Schuld daran ist unter anderem, dass sie als Körperschaft öffentlichen Rechts die Vorgaben von Gesetz und Politik umsetzen muss, und das oft genug zum Nachteil ihrer Mitglieder. Viele Probleme kommen aus Berlin. Dezentralisierung ist darum eines meiner vorrangigen Ziele. Es geht mir dabei in erster Linie um den Erhalt der hausärztlichen, fachärztlichen und psychotherapeutischen Praxen – für eine wohnortnahe flächendeckende ambulante Versorgung in ganz Bayern. Dazu kann die KV – als echte Vereinigung von Kassenärzten und nicht als Überregulierungsbehörde, in einem sinnvollen Nebeneinander von Kollektivvertrag und Selektivverträgen – einen wertvollen Beitrag leisten.

Privat:

Ich bin Jahrgang 1950, verheiratet und habe eine erwachsene Tochter. In meiner Freizeit gehe ich im Winter gerne Skifahren und im Sommer Segeln auf dem Bayerischen Meer.