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Honorar

Ausgleichszahlungen bei Umsatz- einbrüchen infolge der Corona-Krise

Mit dem Covid-19-Krankenhausentlastungsgesetz hat der Gesetzgeber Regelungen zum Ausgleich für Honorarrückgänge aufgrund pandemiebedingter Fallzahlrückgänge für niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten geschaffen.

Das Gesetz sieht befristete Ausgleichszahlungen für Honorarverluste vor, die bei Leistungen außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung entstehen (z.B. Leistungen bei antrags- und genehmigungspflichtigen Leistungen nach Abschnitt 35.2 EBM oder ambulanten Operationen).

Außerdem hat der Gesetzgeber die Möglichkeit eröffnet, auch über den HVM pandemiebedingte Hilfsmaßnahmen zu ergreifen. Im HVM geht es dabei um Leistungen, die innerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV) vergütet werden. Dies sind zum Beispiel Leistungen, die im Rahmen der Obergrenze aus RLV und QZV oder über Leistungstöpfe vergütet werden.

Es werden Honorarrückgänge im Vergleich zum Vorjahresquartal ausgeglichen. Der Honorarausgleich erfolgt - bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen - bis 90 Prozent des ausgleichsfähigen Honorars des entsprechenden Vorjahresquartals.

Nicht umfasst ist Honorar außerhalb der GKV, also insbesondere selektivverträgliche oder privatärztliche Honorarverluste.

Für wen gilt der Honorarausgleich?

Der Corona-Schutzschirm gilt für alle im Bereich der KVB mit Betriebsstätte oder Nebenbetriebsstätte an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden zugelassene Ärzte, Psychotherapeuten und Medizinische Versorgungszentren sowie ermächtigte Ärzte und Einrichtungen. Anspruchsberechtigt ist die Arztpraxis (BSNR).

EGV-Ausgleich ab Quartal 1/2020

Voraussetzungen

  • Rückgang des Gesamthonorars GKV und des EGV-Honorars gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um mehr als 10 Prozent
  • Verminderte Patienteninanspruchnahme d.h.
    • pandemiebedingter Rückgang der Summe der persönlichen Arzt-Patienten-Kontakte innerhalb einer Arztpraxis gegenüber dem entsprechenden Vorjahrsquartal
    • Kontakte über Videosprechstunde oder telefonische Sprechstunden werden nicht mit gezählt
  • Der für den Honorarrückgang maßgebliche Rückgang der persönlichen Arzt-Patientenkontakte muss auf der Covid-19-Pandemie beruhen. Die Praxis versichert diese Kausalität durch eine entsprechende Erklärung im Mitgliederportal Meine KVB. Details siehe unten im Aufklappelement "Meldeformular Entschädigung und Kausalität bei automatischer Umsetzung".

Honorar

  • Gesamthonorar GKV ist das im Honorarbescheid festgesetzte Honorar GKV abzüglich bestimmter Positionen (siehe "Ausgleichsfähiges Honorar")
  • Honorar für Leistungen in TSVG-Konstellationen, die im Vorjahresquartal der MGV zuzurechnen waren, im Abrechnungsquartal aber außerhalb der MGV vergütet werden, wird beim Honorarvergleich unter Berücksichtigung der TSVG-Bereinigung der MGV zugeordnet.


Ausgleichsfähiges Honorar
Folgende Honorarbestandteile sind nicht ausgleichsfähig und bleiben bei der Berechnung der Ausgleichszahlung unberücksichtigt:

  • Sprechstundenbedarf/PC-Bedarf,
  • Kontrastmittelpauschalen,
  • Zuzahlungen für Heil- und Hilfsmittel nach §§ 32 und 33 SGB V,
  • Kostenpauschalen gemäß Kapitel 40 EBM sowie regional vereinbarte Kosten,
  • Leistungen im Rahmen von Modellvorhaben gemäß §§ 63, 64 SGB V,
  • Leistungen im Rahmen von Verträgen zur hausarztzentrierten Versorgung gemäß § 73b SGB V,
  • Leistungen im Rahmen von Verträgen über eine besondere ambulante ärztliche Versorgung gemäß § 73c SGB V a. F.,
  • Leistungen im Rahmen von Verträgen zur besonderen Versorgung gemäß § 140a ff SGB V,
  • Leistungen im Rahmen von Strukturverträgen nach § 73a SGB V,
  • regional vereinbarte, nicht im EBM enthaltene Wegepauschalen,
  • Leistungen im GOP-Bereich ≥ 80000, sofern diese nur gegenüber einzelnen Krankenkassen abrechenbar sind,
  • Leistungen und Wegepauschalen im Rahmen des ärztlichen Bereitschaftsdienstes und ambulanter Notfallbehandlung im Krankenhaus, sofern diese nicht mit der Corona-Kennziffer 88240 gekennzeichnet sind.

Honorarausgleich

  • Sind alle Voraussetzungen erfüllt, erfolgt ein Honorarausgleich in Höhe der Differenz zwischen 90% des ausgleichsfähigen EGV-Honorars im Vorjahresquartal und dem entsprechenden EGV-Honorar im aktuellen Quartal.
  • Die Ausgleichszahlung unterliegt dabei folgender Begrenzung: Die Summe des Gesamthonorars (s.o.) und die Ausgleichszahlung dürfen zusammen nicht 90% des Gesamthonorars des Vorjahresquartals übersteigen.

Wie erfolgt die Umsetzung in Q 1/2020? Sind Antragsfristen zu beachten?


+ Grundsätzlich automatische Umsetzung +

Die Umsetzung der Ausgleichsregelung erfolgt im Quartal 1/2020 automatisch

  • bei im Vergleich zum korrespondierenden Vorjahresquartal 1/2019 unveränderten Praxiskonstellationen,
  • bei Änderungen in der Arztpraxis im Vergleich zum korrespondierenden Vorjahresquartal, wenn eine Änderung im Tätigkeitsumfang erfolgte oder eine bisher noch nicht in der Arztpraxis vertretene Fachgruppe hinzugekommen ist sowie
  • bei Neupraxen.

In diesen Fällen ist also ein Antrag grundsätzlich nicht notwendig. Immer erforderlich ist aber eine Rückmeldung über das Rückmeldeformular zu Entschädigungszahlungen/Kausalität. Siehe unten im Aufklappelement "Meldeformular Entschädigung und Kausalität bei automatischer Umsetzung".

Ziel ist, die automatische Umsetzung des EGV-Ausgleichs mit dem Honorarbescheid 1/2020 abzuwickeln.

+ Wann ist ein Antrag erforderlich? +

Im Einzelfall kann es aber trotzdem erforderlich sein, einen Antrag zu stellen.

  • Im Einzelfall kann für das Quartal 1/2020 eine Anhebung der Ausgleichszahlung auf Antrag erfolgen, wenn die automatische Umsetzung zu unbilligen Ergebnissen führt, insbesondere das Honorar 1/2019 nicht repräsentativ ist oder die Ausgleichszahlung bei Berücksichtigung der Honorarwerte des Praxisvorgängers höher ausfallen würde.
  • Informationen zum Antragsverfahren (Frist/Formular) siehe unten im Aufklappelement "Antrag".

Informationen zur Umsetzung im Q 2/2020 folgen.

MGV-Ausgleich (HVM) - Quartal 1/2020

Voraussetzungen

  • Rückgang des Gesamthonorars GKV und des MGV-Honorars gegenüber dem Vorjahresquartal um mehr als 10 Prozent
  • Verminderte Patienteninanspruchnahme, d.h.
    • die Fallzahl GKV ist kleiner als im Vorjahresquartal. Gezählt werden Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschalen oder (für den Fall eines Fallzahlanstiegs)
    • der Fallwert GKV ist kleiner als 90 Prozent im Vergleich zum korrespondierenden Vorjahresquartal. Der Fallwert ergibt sich dabei aus dem Gesamthonorar GKV dividiert durch die Fallzahl GKV.

Der für den Honorarrückgang maßgebliche Fallzahl- oder Fallwertrückgang muss auf der Covid-19-Pandemie beruhen. Die Praxis hat diese Kausalität durch eine entsprechende Erklärung zu versichern. Details dazu siehe "Wie erfolgt die Umsetzung in Q 1/2020? Sind Antragsfristen zu beachten?"

Honorar

  • Gesamthonorar GKV ist das im Honorarbescheid festgesetzte Honorar GKV abzüglich bestimmter Positionen (siehe "Ausgleichsfähiges Honorar")
  • MGV-Honorar ist das im Honorarbescheid festgesetzte MGV-Honorar abzüglich bestimmter Positionen (siehe "Ausgleichsfähiges Honorar").
  • Honorar für Leistungen in TSVG-Konstellationen, die im Vorjahresquartal der MGV zuzurechnen waren, im Abrechnungsquartal aber außerhalb der MGV vergütet werden, wird beim Honorarvergleich unter Berücksichtigung der TSVG-Bereinigung der MGV zugeordnet.

Ausgleichsfähiges Honorar

Folgende Honorarbestandteiles sind nicht ausgleichsfähig und bleiben bei der Berechnung der Ausgleichszahlung unberücksichtigt:

  • sogenannte Durchlaufende Posten,
  • Kosten gem. Kapitel 40 EBM und die GOP 86902 bis 86905 EBM
  • Honorar aus Leistungen im organisierten Bereitschaftsdienst sowie
  • weiterer Honorarbestandteile, soweit diese auch im Rahmen der EGV-Ausgleichszahlung unberücksichtigt bleiben.

Honorarausgleich

  • Sind alle Voraussetzungen erfüllt, erfolgt ein Honorarausgleich in Höhe der Differenz zwischen 90% des ausgleichsfähigen MGV-Honorars im Vorjahresquartal und dem entsprechenden MGV-Honorar im aktuellen Quartal.
  • Unterhalb einer Geringfügigkeitsgrenze von 50 € erfolgt kein Ausgleich.

Wie erfolgt die Umsetzung in Q 1/2020? Sind Antragsfristen zu beachten?

+ Antragsverfahren im Einzelfall +

Es ist davon auszugehen, dass im ersten Quartal 2020 Honorarrückgänge innerhalb der MGV im aufgrund der kurzen Zeitspanne, in der die Pandemie wirken konnte, auf Fachgruppen-Ebene relativ gering ausfallen. Eine Corona-bedingt rückläufige Patienteninanspruchnahme zum Ende des Quartals kann dabei weitgehend durch bereits bestehende HVM-Regelungen kompensiert werden, z.B. durch höhere Quoten in den Leistungstöpfen oder - soweit erforderlich - durch eine Anhebung der RLV- und QZV-Auszahlungsfallwerte auf Fachgruppenebene.

  • Im Quartal 1/2020 erfolgt daher keine automatische Umsetzung des MGV-Ausgleichs.
  • Für einzelne Praxen, die stärker davon betroffen sind, dass Patienten Corona-bedingt den Praxen ferngeblieben sind bzw. die Patienteninanspruchnahme nicht im gewohnten Umfang erfolgt ist, besteht aber die Möglichkeit einen Antrag auf MGV-Ausgleich zu stellen.
  • Für den Antrag sollte die Praxis den Honorarbescheid 1/2020 abwarten und prüfen, ob ein MGV-Ausgleich angesichts der dargestellten Voraussetzungen in Betracht kommt.  
  • Informationen zum Antragsverfahren (Frist/Formular) siehe unten im Aufklappelement "Antrag".

MGV-Ausgleich (HVM) - Quartal 2/2020

Voraussetzungen

  • Rückgang des Gesamthonorars GKV und des MGV-Honorars gegenüber dem Vorjahresquartal um mehr als 10 Prozent
  • Verminderte Patienteninanspruchnahme, d.h.
    • die Fallzahl GKV ist kleiner als im Vorjahresquartal. Gezählt werden Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschalen oder (für den Fall eines Fallzahlanstiegs)
    • der Fallwert GKV ist kleiner als 90 Prozent im Vergleich zum korrespondierenden Vorjahresquartal. Der Fallwert ergibt sich dabei aus dem Gesamthonorar GKV dividiert durch die Fallzahl GKV.

Der für den Honorarrückgang maßgebliche Fallzahl- oder Fallwertrückgang muss auf der Covid-19-Pandemie beruhen. Die Praxis hat diese Kausalität durch eine entsprechende Erklärung zu versichern. Details dazu siehe "Wie erfolgt die Umsetzung in Q 2/2020? Sind Antragsfristen zu beachten?"

Honorar

  • Gesamthonorar GKV ist das im Honorarbescheid festgesetzte Honorar GKV abzüglich bestimmter Positionen (siehe "Ausgleichsfähiges Honorar")
  • MGV-Honorar ist das im Honorarbescheid festgesetzte MGV-Honorar abzüglich bestimmter Positionen (siehe "Ausgleichsfähiges Honorar").
  • Honorar für Leistungen in TSVG-Konstellationen, die im Vorjahresquartal der MGV zuzurechnen waren, im Abrechnungsquartal aber außerhalb der MGV vergütet werden, wird beim Honorarvergleich unter Berücksichtigung der TSVG-Bereinigung der MGV zugeordnet.

Ausgleichsfähiges Honorar

Folgende Honorarbestandteile sind nicht ausgleichsfähig und bleiben bei der Berechnung der Ausgleichszahlung unberücksichtigt:

  • sogenannte Durchlaufende Posten,
  • Kosten gem. Kapitel 40 EBM und die GOP 86902 bis 86905 EBM
  • Honorar aus Leistungen im organisierten Bereitschaftsdienst sowie
  • weiterer Honorarbestandteile, soweit diese auch im Rahmen der EGV-Ausgleichszahlung unberücksichtigt bleiben.

Honorarausgleich

  • Sind alle Voraussetzungen erfüllt, erfolgt ein Honorarausgleich in Höhe der Differenz zwischen 90% des ausgleichsfähigen MGV-Honorars im Vorjahresquartal und dem entsprechenden MGV-Honorar im aktuellen Quartal.
  • Unterhalb einer Geringfügigkeitsgrenze von 50 € erfolgt kein Ausgleich.

Wie erfolgt die Umsetzung in Q 2/2020? Sind Antragsfristen zu beachten?

+ Grundsätzlich automatische Umsetzung +
Die Umsetzung der Ausgleichsregelung erfolgt im Quartal 2/2020 automatisch

  • bei im Vergleich zum korrespondierenden Vorjahresquartal 2/2019 unveränderten Praxiskonstellationen,
  • bei Änderungen in der Arztpraxis im Vergleich zum korrespondierenden Vorjahresquartal, wenn eine Änderung im Tätigkeitsumfang erfolgte oder eine bisher noch nicht in der Arztpraxis vertretene Fachgruppe hinzugekommen ist sowie
  • bei Neupraxen.

In diesen Fällen ist also ein Antrag grundsätzlich nicht notwendig. Immer erforderlich ist aber die Erklärung zur Kausalität. Sie ist im Rückmeldeformular zu Entschädigungszahlungen (= EGV-Ausgleich) enthalten. Details siehe unten im Aufklappelement "Meldeformular Entschädigung und Kausalität bei automatischer Umsetzung".

Ziel ist, die automatische Umsetzung des MGV-Ausgleichs zeitnah zum Honorarbescheid 2/2020 abzuwickeln.

+ Wann ist ein Antrag erforderlich? +

  • Im Einzelfall kann für das Quartal 2/2020 eine Anhebung der Ausgleichszahlung auf Antrag erfolgen, wenn die automatische Umsetzung zu unbilligen Ergebnissen führt, insbesondere das Honorar 2/2019 nicht repräsentativ ist oder die Ausgleichszahlung bei Berücksichtigung der Honorarwerte des Praxisvorgängers höher ausfallen würde.
  • Informationen zum Antragsverfahren (Frist/Formular) siehe unten im Aufklappelement "Antrag".

Meldung Entschädigungszahlungen/Kausalität bei automatischer Umsetzung

  • Über ein Online-Formular müssen die Praxen angeben, ob und wenn ja in welcher Höhe sie im jeweiligen Quartal Entschädigungszahlungen bzw. andere finanzielle Hilfen erhalten haben. Diese Zahlungen sind bei der Berechnung des EGV-Ausgleichs gegenzurechnen.
  • Erhält eine Praxis diese Zahlungen erst zu einem späteren Zeitpunkt, so sind diese Zahlungen an die KV nach zu melden. Diese werden dann zu einem späteren Zeitpunkt berücksichtigt.
  • Ebenfalls über das Rückmeldeformular ist eine Erklärung zur Kausalität der Honorarrückgänge abzugeben.
  • Bitte nutzen Sie für diese Rückmeldung (eine Meldung je Praxis) ausschließlich das Mitgliederportal "Meine KVB" (Zugang siehe rechts)

Zeitfenster für die Rückmeldung über "Meine KVB"

Quartal 1/2020: bis 21. Juni 2020

KVB-Serviceschreiben vom 29.05.2020 (Finanzieller Ausgleich COVID-19 Pandemie)Access Key

Hinweise:

  • Im Quartal 1/2020 bezieht sich das Online-Meldeformular nur auf den automatisch erfolgenden EGV-Ausgleich.
  • Entschädigungszahlungen für das Quartal 1/2020 können über das Rückmeldeformular weiterhin gemeldet werden, können dann aber im Rahmen eines EGV-Ausgleichs erst zu einem späteren Zeitpunkt berücksichtigt werden.
  • Für einen MGV-Ausgleich (HVM) ist im Quartal 1/2020 im Einzelfall ein Antrag zu stellen. Ein Antragsformular wird rechtzeitig zum Versand des Honorarbescheids 1/2020 im Internet zur Verfügung gestellt.

Quartal 2/2020 (EGV- und MGV-Ausgleich): ab sofort bis 20. September 2020

Weitere Informationen folgen.

(Neu-) Praxen mit einer im Vorjahresquartal noch nicht vertretenen Fachgruppe

1. Neupraxen (= Praxen, in denen ausschließlich Ärzte tätig sind, die im Vorjahresquartal noch nicht niedergelassen waren) erhalten je Arzt den durchschnittlichen Ausgleich einer Arztes der jeweiligen Fachgruppe.


Beispiel: Arzt A hat sich zum 1. Januar 2020 niedergelassen.

  • Für das Quartal 2/2020 ergibt sich für seine Fachgruppe eine durchschnittliche Ausgleichszahlung in Höhe von 4.000 €.
  • Arzt A erhält für das Quartal 2/2020 eine Ausgleichszahlung in Höhe von 4.000 €
     

2. Auch bei Praxen, in denen ein Teilnehmer einer neuen Fachgruppe hinzugekommen ist, erhält dieser neu hinzugekommene Teilnehmer die durchschnittliche Ausgleichszahlung der jeweiligen Fachgruppe.

3. Die EGV-Ausgleichszahlung unterliegt dabei folgender Begrenzung: Die Summe des Gesamthonorars (s.o.) und die Ausgleichszahlung dürfen zusammen die Summe der beiden Durchschnittswerte der Fachgruppe nicht übersteigen.

Änderungen in der Praxis zum Vorjahresquartal

EGV-Ausgleich

Details folgen

MGV-Ausgleich

Ein Vergleich zwischen dem aktuellen Abrechnungsquartal und dem entsprechenden Vorjahresquartal ist unproblematisch möglich, wenn ein konstante Praxiskonstellation vorliegt. Das ist der Fall, wenn es in der Praxis im Vergleich zum Vorjahresquartal keine Veränderungen gab.

Gab es aber Veränderungen in der Praxis im Vergleich zum Vorjahresquartal erfolgt im Rahmen der Ausgleichsregelung eine Anpassung des Vergleichshonorars im jeweiligen Vorjahresquartal. Dabei ist zu unterscheiden zwischen Änderungen im Tätigkeitsumfang und dem Hinzutreten einer bisher noch nicht in der Praxis vertretenen Fachgruppe.

 

Beispiele

Quartal 2/2019        Quartal 2/2020Vorgehen

Praxis besteht aus 2 HNO-Ärzten, die in Vollzeit tätig sind.

Tätigkeitsumfang 2

Praxis besteht aus 3 HNO-Ärzten, die in Vollzeit tätig sind.

Tätigkeitsumfang 3

Für den Honorarvergleich 2/2019 mit 2/2020 wird das Honorar aus 2/2019 um 50 Prozent erhöht.

Praxis besteht aus 2 HNO-Ärzten (Vollzeit)

Tätigkeitsumfang 2

Praxis besteht nur noch aus 1 HNO-Arzt (Vollzeit)

Tätigkeitsumfang 1

Für den Honorarvergleich 2/2019 mit 2/2020 wird das Honorar aus 2/2019 halbiert.

Praxis besteht aus 2 Frauenärzten (Vollzeit)

Tätigkeitsumfang 2

Praxis besteht weiter aus 2 Frauenärzten (Vollzeit), aber mit anderen Personen (Beispiel: ein Frauenarzt hat seinen Sitz an einen Nachfolger übertragen)

Tätigkeitsumfang 2

Keine Anpassung des Vergleichshonorars 2/2019 erforderlich.

Praxis bestand jeweils aus 2 Ärzten der gleichen Fachgruppe mit gleichem Tätigkeitsumfang.

Praxis besteht aus 2 Orthopäden in Vollzeit.

Tätigkeitsumfang 2

Praxis besteht aus 4 Orthopäden jeweils mit Tätigkeitsumfang 0,5

Tätigkeitsumfang 2

Keine Anpassung des Vergleichshonorars 2/2019 erforderlich, da der Tätigkeitsumfang gleich geblieben ist. 
Praxis besteht aus zwei Hausärztinnen

Praxis besteht aus zwei Hausärztinnen + einer Frauenärztin

= neue Fachgruppe in der Praxis

Der Honorarvergleich 2/2019 mit dem Honorar 2/2020 erfolgt nur mit dem Honorar der beiden Hausärztinnen.

Für die neue Frauenärztin wird die durchschnittliche Ausgleichszahlung der Fachgruppe der Frauenärzte hinzuaddiert.

Praxis besteht aus zwei Hausärztinnen und einer Frauenärztin

Praxis besteht aus zwei Hausärztinnen

= eine Fachgruppe weniger in der Praxis

Honorarvergleich 2/2019 mit 2/2020 erfolgt nur mit dem Honorar der Hausärztinnen.

 

Antrag auf Ausgleichszahlung

EGV-Ausgleich

Die Umsetzung der EGV-Ausgleichszahlung erfolgt im Quartal 1/2020 grundsätzlich automatisch. Details siehe oben im Aufklappelement "EGV-Ausgleich".

Im Einzelfall kann für das Quartal 1/2020 eine Anhebung der Ausgleichszahlung auf Antrag erfolgen, wenn die automatische Umsetzung zu unbilligen Ergebnissen führt, insbesondere das Honorar 1/2019 nicht repräsentativ ist oder die Ausgleichszahlung bei Berücksichtigung der Honorarwerte des Praxisvorgängers höher ausfallen würde.

MGV-Ausgleich

Im Quartal 1/2020 erfolgt keine automatische Umsetzung des MGV-Ausgleichs.

Für einzelne Praxen, die stärker davon betroffen sind, dass Patienten Corona-bedingt den Praxen ferngeblieben sind bzw. die Patienteninanspruchnahme nicht im gewohnten Umfang erfolgt ist, besteht aber die Möglichkeit, einen Antrag auf MGV-Ausgleich zu stellen.

Für den Antrag sollte die Praxis zunächst den Honorarbescheid 1/2020 abwarten und prüfen, ob ein MGV-Ausgleich angesichts der dargestellten Voraussetzungen in Betracht kommt. Details siehe oben im  Aufklappelement "MGV-Ausgleich 1/2020".

Was ist für den Antrag zu beachten?

+ Frist +

Der Antrag ist spätestens einen Monat nach Bekanntgabe des Honorarbescheids 1/2020 zu stellen.

+ Formular +

Das Antragsformular erscheint pünktlich zum Honorarbescheid. Bitte verwenden Sie unbedingt das rechts oben eingestellte Antragsformular.

Informationen für das Quartal 2/2020 folgen.

Zugang zu Meine KVB

Der Zugang zum Mitgliederportal ist über KV-Ident Plus, KV-SafeNet oder die Telematikinfrastruktur (TI) möglich.

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