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Honorar ab 01.01.14

Anträge zur Anpassung der Obergrenze

Mit dem neuen Honorarverteilungsmaßstab (HVM) ab 1. Januar 2014 wird die neue Systematik aus 2013 grundsätzlich fortgeführt. Die Obergrenze, bestehend aus RLV und QZV, bleibt ebenfalls erhalten. Die Antragsverfahren zur Anpassung der Obergrenze und die Härtefallregelung sind wie nachfolgend beschrieben möglich.

Fallzahl – Fallwert

Fallzahl RLV/QZV

Durch die grundsätzliche Verwendung der aktuellen Fallzahl sind Fallzahlanträge nicht mehr notwendig. Nur wenn für Sie persönlich die Fallzahlzuwachsbegrenzung im RLV greift und für
Sie damit die jeweilige RLV-Vorjahresfallzahl plus drei Prozent gilt, können folgende Tatbestände für eine mögliche Antragstellung in Betracht kommen

  • Vertretungen eines Arztes in eigener Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) oder in der näheren Umgebung aufgrund von Urlaub und/oder Krankheit
  • Aufgabe einer Zulassung/Genehmigung in der eigenen BAG oder näheren Umgebung
  • Sicherstellung der ärztlichen Versorgung in einem für die Fachgruppe von Unterversorgung betroffenen/bedrohten Planungsbereich
  • Sonstiger, in der Person liegender Grund, der zu einer niedrigeren Fallzahl des Arztes im Vorjahresquartal geführt hat
  • Fallzahlübernahme des Praxisvorgängers

Fallwert RLV/QZV

Sind Besonderheiten im Einzelfall nicht über ein QZV abgebildet oder wird die Leistung nicht bereits außerhalb der Obergrenze oder außerhalb der morbiditätsorientierten Gesamtvergütung vergütet, kann eine Anpassung der Fallwerte beantragt werden. Eine Fallwertanpassung kann erfolgen, wenn sich ein besonderer Versorgungsbedarf ergibt aus einem

  • besonderen Versorgungsauftrag oder
  • einer besonderen, für die Versorgung bedeutsamen fachlichen Spezialisierung.

Frist

Anträge können bis spätestens einen Monat nach Bekanntgabe des Honorarbescheids des Quartals gestellt werden, auf das sich der Antrag bezieht.

Anträge

Antragsformulare auf Anpassung der Obergrenze – Fallzahlen und Fallwert

Nachdem es für die Prüfung der Antragsvoraussetzungen, entscheidend auf die Abrechnungsergebnisse des aktuellen Quartals ankommt, empfiehlt es sich, den Antrag unter Berücksichtigung der Abrechnungszahlen Ihrer Praxis, also nach Erhalt der Honorarunterlagen zu stellen. Details zu den Antragsvoraussetzungen finden Sie in den Durchführungsrichtlinien 2014.

Ausgleichsregelung

Bei der Ausgleichsregelung handelt es sich um eine Nachfolge-Regelung für das Jahr 2014 zur Übergangsregelung des HVM 2013 (Stichwort: "Preisausgleich"). Die Ausgleichsregelung wurde von der Vertreterversammlung beschlossen, um in Ausnahmefällen Preisverluste abzumildern, wenn die Umstellung auf die HVM Neu-Justierung ab 2013 (noch) nicht möglich war.

Bei Vorliegen der Voraussetzungen die der Vorstand in seinen Durchführungsrichtlinien zur Ausgleichsregelung näher definiert hat, kann es zu einer Anhebung des Auszahlungspreises kommen. Die Ausgleichsregelung erfolgt auf Antrag. Ob ein solcher Antrag für Sie in Frage kommt, können Sie anhand der wichtigsten Eckpunkte selbst herausfinden.

Eine Ausgleichszahlung

  • kann erfolgen, wenn der Auszahlungspreis um mindestens 15 Prozent niedriger ist als im korrespondierenden Quartal des Jahres 2012
  • ist ausgeschlossen, wenn im Vergleich zum korrespondierenden Quartal des Jahres 2012 eine Honorarsteigerung vorliegt.
  • findet keine Anwendung auf (Neu-)Praxen, in denen alle Teilnehmer erstmalig ab dem 1. Januar 2013 niedergelassen sind

Die Vorgehensweise zur Berechnung des "Auszahlungspreises"  finden Sie in den gültigen Durchführungsrichtlinien unter 2.4 Parameter der Berechnung.

Frist

Ein Antrag auf Ausgleichszahung kann frühestens mit Bekanntgabe des jeweiligen Honorarbescheids gestellt werden. Die Antragsfrsit endet einen Monat nach Bekanntgabe des Honorarbescheids. Ein Antrag auf Ausgleichszahlung gilt immer nur für ein Quartal.

Antrag

Der Antrag auf Ausgleichszahlung ist schriftlich und formlos zu stellen und an die KVB, Honoraranträge, Stichwort: Ausgleich HVM 2014, Elsenheimerstr. 39, 80687 München zu richten. Der Antrag ist zu unterschreiben.

Härtefallregelung

Führt die Anwendung der Bestimmungen zu den RLV beziehungsweise QZV in Einzelfällen zu einer unzumutbaren Härte, kann auf Antrag aus Sicherstellungsgründen eine Anpassung der Obergrenze erfolgen, wenn die Härte durch Vorlage entsprechender Nachweise (z. B. Einnahmenüberschuss-Rechnung) belegt ist.

Frist

Ein Antrag auf Härtefall kann frühestens mit Bekanntgabe des jeweiligen Honorarbescheids gestellt werden. Die Antragsfrist endet einen Monat nach Bekanntgabe des Honorarbescheids. Ein Härtefallantrag gilt immer nur für ein Quartal.

Durchführungsrichtlinien

Anpassung der Obergrenze mit Bezug auf Fallzahl und Fallwert

Fallzahl ab 1/2014

Fallwert ab 1/2014

Ausgleichsregelung ab 1/2014

Härtefall ab 1/2014

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