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GBA-Richtlinie (ASV)

Ausgewählte seltene Lebererkrankungen

Patienten mit ausgewählten seltenen Lebererkrankungen können nach bestimmten Vorgaben ambulant spezialfachärztlich versorgt werden. Die entsprechenden Leistungen können seit Inkrafttreten des Beschlusses (August 2018) zu Lasten der GKV erbracht werden.

Wesentliche Inhalte der Anlage

Konkretisierung der Erkrankung

Die Anlage Ausgewählte seltene Lebererkrankungen der ASV-Richtlinie des G-BA definiert anhand von ICD-10-Kodes, welche Diagnosen konkret in der ASV behandelt werden dürfen.
Dies betrifft:

Primär biliäre Cholangitis (PBC)

  • K74.3 Primäre biliäre Zirrhose
  • K74.4 Sekundäre biliäre Zirrhose (auch Idiopathic adulthood ductopenia Syndrom (IAD) und Vanishing bile duct Syndrom)
  • K74.5 Biliäre Zirrhose, nicht näher bezeichnet

Primär sklerosierende Cholangitis (PSC)

  • K83.0 Cholangitis

Autoimmunhepatitis (AIH)

  • K75.4 Autoimmune Hepatitis

Teamzusammensetzung und Fachgruppen

Für die Indikation Ausgewählte seltene Lebererkrankungen soll sich das Kernteam aus folgenden Fachrichtungen zusammensetzen:

  • Fachärzte für Innere Medizin und Gastroenterologie (Teamleitung)
  • zusätzlich ein weiterer Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie (Kernteam)
  • Sofern Kinder und Jugendliche behandelt werden, ist zusätzlich ein Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit
  • Zusatzweiterbildung Kindergastroenterologie zu benennen welcher ebenfalls die Teamleitung übernehmen kann.
  • Falls kein Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit der genannten Zusatzweiterbildung verfügbar ist, ist ein Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin im Kernteam zu benennen. Die Übernahme der Teamleitung ist in diesem Fall jedoch nicht möglich.

Die Teamleitung kann dabei nur von Fachärzten für Innere Medizin und Gastroenterologie übernommen werden. Sofern Kinder und Jugendliche behandelt werden, kann alternativ ein Facharzt für Kinder-und Jugendmedizin mit Zusatzweiterbildung Kindergastroenterologie  die Teamleitung übernehmen.

Folgende Fachärzte sind bei medizinischer Notwendigkeit zeitnah hinzuzuziehen:

  • Innere Medizin und Rheumatologie
  • Laboratoriumsmedizin
  • Pathologie
  • Psychiatrie und Psychotherapie oder Psychosomatische Medizin und Psychotherapie oder Psychologischer oder ärztlicher Psychotherapeut
  • Radiologie
  • Viszeralchirurgie
  • Sofern Kinder und Jugendliche behandelt werden, können zusätzlich benannt werden:
    • Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
    • Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten

 

Sächliche und organisatorische Anforderungen

Durch eine geeignete Organisation und Infrastruktur ist Sorge zu tragen, dass
a) eine Zusammenarbeit mit folgenden Gesundheitsfachdisziplinen und weiteren Einrichtungen besteht:

  • Transplantationszentren (Leber)
  • sozialen Diensten wie z. B. Sozialdienst oder vergleichbare Einrichtungen mit sozialen Beratungsangeboten
    Hierzu bedarf es keiner vertraglichen Vereinbarung.

b) eine 24-Stunden-Notfallversorgung mindestens in Form einer Rufbereitschaft von einem der folgenden Ärzte besteht: Innere Medizin und Gastroenterologie
Die 24-Stunden-Notfallversorgung umfasst auch Notfall-Labor und im Notfall erforderliche bildgebende Diagnostik.
c) die Möglichkeit einer intensivmedizinischen Behandlung besteht,
d) Notfallpläne (SOP) und für Reanimation und sonstige Notfälle benötigte Geräte und Medikamente für typische Notfälle bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit den in Nummer „1 Konkretisierung der Erkrankung“ genannten Indikationsgruppen bereitgehalten werden.

Behandlungsumfang

Unter dem Aspekt "Behandlungsumfang" hat der G-BA definiert, welche Leistungen im Allgemeinen zur Diagnostik und Behandlung sowie zur Beratung des Patienten gehören. Die Konkretisierung des Behandlungsumfangs ist im Appendix zur Richtlinie anhand konkreter Gebührenordnungspositionen je Fachgruppe, die im Rahmen der ASV abgerechnet werden können, aufgeführt.

Mindestmengen

Das Kernteam muss mindestens 50 Patientinnen und Patienten der in Nummer 1 genannten Indikationsgruppen mit Verdachts- oder gesicherter Diagnose behandeln.

Für die Berechnung der Mindestmenge ist die Summe aller Patienten in den jeweils zurückliegenden vier Quartalen maßgeblich, die zu der in dieser Konkretisierung näher bezeichneten Erkrankung zu rechnen sind und von den Mitgliedern des Kernteams im Rahmen der ambulanten oder stationären Versorgung, der integrierten Versorgung nach § 140a SGB V oder einer sonstigen, auch privat finanzierten Versorgungsform behandelt wurden.

Die Mindestmengen sind über den gesamten Zeitraum der ASV-Berechtigung zu erfüllen.
In den zurückliegenden vier Quartalen vor Anzeige der Leistungserbringung beim erweiterten Landesausschuss müssen mindestens 50 Prozent der oben genannten Anzahl von Patientinnen und Patienten behandelt worden sein. Die Mindestbehandlungszahlen können im ersten Jahr der ASV-Berechtigung höchstens um 50 Prozent unterschritten werden.

Dokumentation

Für die Dokumentation der Diagnostik und Behandlung von Patientinnen und Patienten mit den in Nummer "1 Konkretisierung der Erkrankung" genannten Indikationsgruppen ist die Diagnose nach ICD-10-GM inklusive des Kennzeichens zur Diagnosesicherheit zu dokumentieren.

Überweisungserfordernis

Es besteht ein Überweisungserfordernis durch die behandelnde Vertragsärztin oder den behandelnden Vertragsarzt.

Für Patientinnen oder Patienten aus dem stationären Bereich des ASV-berechtigten Krankenhauses oder für Patientinnen oder Patienten von im jeweiligen Indikationsgebiet tätigen vertragsärztlichen ASV-Berechtigten in sein ASV-Team besteht kein Überweisungserfordernis.
Die Überweisung kann auch aufgrund einer Verdachtsdiagnose erfolgen.

Anzeigeverfahren

zur Teilnahme an der ASV
Seltene Lebererkrankungen

Teilnahmebedingungen und Anzeigeformular

Zugang zu Meine KVB

Der Zugang zum Mitgliederportal ist über KV-Ident Plus, KV-SafeNet oder die Telematikinfrastruktur (TI) möglich.

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