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Infektionsschutz

Läuse-Rückfallfieber (Infektion mit Borrelia recurrentis)

Die Erkrankung wird durch Kleiderläuse übertragen und äußert sich vor allem durch plötzlich einsetzendes Fieber. Unbehandelt wird die Letalität mit bis zu 40% angegeben, entscheidend ist die rechtzeitige antibiotische Therapie. Die Prävention der Weiterverbreitung besteht darin, den Läusebefall zu bekämpfen.

Einzelne Fälle auch in Bayern

In Europa sind vereinzelt Fälle von Läuse-Rückfallfieber bei Asylsuchenden insbesondere aus Ostafrika (Äthiopien, Eritrea, Somalia) aufgetreten. Neben den Niederlanden und der Schweiz ist in Deutschland seit August 2015 vor allem Bayern betroffen. Mit dem Auftreten von weiteren importierten Fällen aus Endemiegebieten bzw. Übertragungen auf gemeinsamen Fluchtrouten muss gerechnet werden.

Einzelfälle von Läuse-Rückfallfieber bei Migranten stellen keine Gefahrfür die Gesundheit der Allgemeinbevölkerung dar.

Die niedergelassenen Ärzte werden bei der medizinischen Versorgung von Asylsuchenden insbesondere aus Ostafrika um Aufmerksamkeit gebeten. Dies betrifft die Untersuchung in Erstaufnahmeeinrichtungen und weiteren Unterbringungen, aber auch die Situation im Bereitschaftsdienst und in der sonstigen ambulanten Versorgung.

Symptomatik und Krankheitsverlauf

Nach einer Inkubationszeitvon fünf bis fünfzehn Tagen akuter Krankheitsbeginn mit hohem Fieber, meist starken Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen und ausgeprägtem Krankheitsgefühl. Begleitend sind Ikterus, Hepatosplenomegalie (Zeichen der Leberzellschädigung), petechiales Exanthem oder auch neurologische Symptome möglich.

Der ersteFieberschub dauert drei bis sechs Tage. Nach einem fieberfreien Intervall von etwa einer Woche kommt es meist zu einem erneuten, zwei bis drei Tage andauernden Fieberanfall. Es folgen in der Regel mehrere Fieberattacken aufeinander, die im Verlauf schwächer werden. Mögliche Komplikationen sind unter anderem Myokardschaden, Bronchopneumonie, Nephritis, Arthritis.

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Empfehlung bei Verdachtsfällen

Bei Personen, die sich mit Fieber unbekannter Ursache und Herkunft oder Aufenthalt in Ostafrika vorstellen, ist zunächst eine Malaria auszuschließen. Die Abklärung sollte möglichst durch ein Tropeninstitut oder eine vergleichbare Einrichtung erfolgen.

Bei Verdacht auf Rückfallfieber ist eine sofortige Krankenhauseinweisung erforderlich.
Die antibiotische Behandlung (Doxycyclin, andere Tetracycline) soll wegen des hohen Risikos einer Jarisch-Herxheimer-Reaktion (bis zu 75%) nur unter stationären Bedingungen durchgeführt werden.

Die Labordiagnose erfolgt durch Nachweis von Spirochäten im Blutausstrich/dicken Tropfen und Bestätigungstests (z.B. am Bayerischen LGL). Geeignetes Probenmaterial ist EDTA-Blut. Der direkte oder indirekte Nachweis von Borrelia recurrentis ist meldepflichtig gemäß § 7 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz. Bei Verdachtsfällen in Einrichtungen für Asylsuchende ist das lokal zuständige Gesundheitsamt frühzeitig hinzuzuziehen.

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