Kontaktdaten der KVB

Mitgliederberatung

Vermittlungsbörsen

KVB-Börse

Online-Service für die Vermittlung von Praxen und Stellen in Bayern


Bereitschaftsdienst

Vertretervermittlung

Diensttauschbörse (DPP)

Starterpaket/Grundwissen

Informationen, rechtliche Grundlagen und Antragsformulare, die für den Neubeginn bzw. eine veränderte Praxistätigkeit benötigt werden

Starterpaket

Bereitschaftsdienst

Den Ärztlichen Bereitschaftsdienst erreichen Sie kostenfrei unter

116 117

Der Ärztliche Bereitschaftsdienst in Ihrer Region

Bereitschaftsdienste

Bereitschaftspraxen

Patienten-Infoline

Ihr Kontakt für Fragen zur Gesundheitsversorgung in Bayern:

089 54546-40420

Mo-Do: 09:00-17:00 Uhr
Fr:         09:00-13:00 Uhr

E-Mail schreiben

Psychotherapieplatz-Vermittlung

Informationen zur Therapieplatzvermittlung für psychotherapeutische Behandlungen

mehr erfahren

Arzt-/Psychotherapeutensuche

Mitgliederportal

Masern

Masern sind eine hoch ansteckende Infektionskrankheit, die auch in Bayern immer wieder gehäuft auftritt. 2013 wurden annähernd 800 Masern-Erkrankungen im Freistaat gemeldet. In den ersten fünf Monaten 2015 waren es bereits über 100 Masernfälle und damit ebenso viele wie im ganzen Vorjahr. Regionale Ausbrüche betreffen oft München und die umgebenden Landkreise, treten aber neben Oberbayern auch in den anderen Regierungsbezirken auf.

In Bayern wie in Deutschland insgesamt erkranken vor allem Jugendliche und junge Erwachsene, die nicht oder nicht ausreichend gegen Masern geimpft sind. Deshalb hat die aktuelle Informationskampagne der KBV insbesondere die Masernimpfung für diese Altersgruppen im Fokus.

Kostenfreie Diagnostik bei klinischem Verdacht

Das Nationale Referenzzentrum (NRZ) beim Robert Koch-Institut bittet bei Verdacht auf Masern, Mumps oder Röteln (insbesondere auch bei Jugendlichen und Erwachsenen!) um Entnahme von Untersuchungsmaterial und portofreie Einsendung zur kostenfreien Untersuchung an das NRZ Masern, Mumps, Röteln.

Online-Formular zur Anforderung von Entnahmebesteck

Hinweise zur Probennahme, Versand und Diagnostik

Bei Anforderung der Diagnostik bitte beachten:

  • Das klinische Erkrankungsbild muss die Kriterien der jeweiligen Falldefinition erfüllen (siehe Rückseite des Probenbegleitscheins).
  • Die Probennahme sollte bei Verdacht auf Masern bis zum 5. Tag nach Exanthembeginn erfolgen.
  • Der Verdacht auf Masern, Mumps oder Röteln muss an das örtlich zuständige Gesundheitsamt gemeldet werden (§ 6 IfSG)

zuständiges Gesundheitsamt

Masern-Erkrankung

Die Erkrankung führt auch bei Erwachsenen nicht selten zu schweren Komplikationen wie zu einer Pneumonie (Risiko: 1 zu 100) oder auch zu einer Enzephalitis (Risiko: 1 zu 1.000 Masern-Fälle). Gefürchtet als Folgekrankheit von Masern bei Säuglingen und Kleinkindern ist die subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE), die immer tödlich verläuft. Auch in den letzten Jahren wurde in Deutschland immer wieder über Todesfälle infolge SSPE berichtet.

Masern-Viren werden durch das Einatmen von Tröpfchen, die beim Sprechen, Husten und Niesen von Erkrankten entstehen, übertragen. Die Inkubationszeit beträgt bis zu 18 Tage, im Durchschnitt acht bis 14 Tage. Masern-Erkrankte sind fünf Tage vor und bis vier Tage nach Auftreten des Hautausschlages ansteckend.

Allen niedergelassenen Ärzten in Bayern wird empfohlen, den Impfschutz gegen Masern zu überprüfen:
•    bei sich selbst und Angehörigen
•    bei Praxismitarbeiterinnen
•    bei Patienten, insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 45 Jahre

Die STIKO, die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut, empfiehlt eine einmalige Masernimpfung (wird als Standardimpfung von der GKV übernommen) bei allen nach 1970 geborenen Erwachsenen (>= 18 Jahre), wenn diese bisher nicht gegen Masern geimpft sind, nur einmal in der Kindheit geimpft wurden oder der Impfstatus gegen Masern unklar ist. Zur Impfung soll ein Kombinationsimpfstoff gegen Masern, Mumps, Röteln (MMR, Lebendvakzine: Impfung während einer Schwangerschaft ist kontraindiziert) verwendet werden.
Ist aufgrund einer nicht zweifelsfrei durchgemachten früheren Masern-Erkrankung die Masern-Immunität oder der Masern-Impfstatus unklar, empfiehlt die STIKO die sofortige Impfung ohne eine vorhergehende Antikörper-Bestimmung also bei Erwachsenen, die ab dem 1. Januar 1971 geboren wurden. 

Umsetzung der Masern-Impfempfehlung im Säuglings- und Erwachsenenalter - Epidemiologisches Bulletin Nr.16 vom 22.04.13