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Infektionsschutz

Milzbrand (Anthrax)

Informationen über Milzbranderkrankungen bei Heroinkonsumenten sowie zur Vorgehensweise bei Verdacht auf Milzbrand

Injektionsmilzbrand: Fälle bei Heroinkonsumenten

Aktuell wird in Deutschland über Fälle von Milzbrand (Anthrax) bei injizierenden Heroinabhängigen berichtet. Seit Mitte Juni 2012 waren drei Personen – zwei aus dem Raum Regensburg, eine aus Berlin – betroffen. Alle drei Betroffenen erkrankten an dem so genannten Injektionsmilzbrand, einer Sonderform von Hautmilzbrand, an der Einstichstelle von Heroininjektionen (i.v., i.m., s.c.). Bei diesen Fällen entwickelte sich ausgehend von einer entzündeten Injektionsstelle eine schwere Haut- und Weichgewebeinfektion, ähnlich einer nekrotisierenden Fasziitis mit auffälliger Ödembildung, gefolgt von einer hochfieberhaften Allgemeininfektion. Ein Patient verstarb unter der klinischen Symptomatik einer Milzbrand-Sepsis.

Bei den drei Betroffenen wurde die Verdachtsdiagnose Milzbrand mikrobiologisch bestätigt. Als Infektionsursache wird die Injektion von mit Milzbrand-Sporen kontaminiertem Heroin vermutet. Bereits 2009/2010 war es in Deutschland (Aachen und Passau) und Großbritannien (Schottland und England) durch mit Bacillus anthracis verunreinigtes Heroin zu einem überregionalen Ausbruch von Milzbrand bei injizierenden Drogenkonsumenten gekommen (siehe RKI: Epidemiologisches Bulletin Nr. 2/2010 und 49/2010).

Die aktuell in Deutschland aufgetretenen Fälle weisen darauf hin, dass erneut bzw. weiterhin bakteriell kontaminiertes Heroin in Umlauf ist. Der bei den beiden Fällen aus dem Raum Regensburg nachgewiesene Milzbrand-Erreger wurde als molekular identisch zu dem Ausbruchstamm 2009/2010 beschrieben.

Ärzte: Bei Heroinkonsumenten an Milzbrand denken!

Bei Injektionsmilzbrand können schwere und potentiell tödliche Verläufe nur dann verhindert werden, wenn rechtzeitig die Diagnose gestellt sowie operativ und antibiotisch behandelt wird. Ärzte sollten deshalb bei entsprechendem Krankheitsbild insbesondere nach Heroininjektion bei den Betroffenen frühzeitig Milzbrand differentialdiagnostisch erwägen und gezielt mikrobiologische Untersuchungen veranlassen. Milzbrand ist bereits bei Verdacht nach § 6 Abs. 1 IfSG unverzüglich durch den behandelnden Arzt an das Gesundheitsamt namentlich zu melden.

Für Milzbrand stehen wirksame Antibiotika (Ciprofloxacin, Doxycyclin, β-Laktame, Clindamycin, u.a.) zur Verfügung. Bei Behandlung Betroffener sind Basishygienemaßnahmen umzusetzen. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch findet praktisch nicht statt. Für die Allgemeinbevölkerung besteht im Zusammenhang mit den aktuellen Fällen von Milzbrand kein Risiko.

Weitere Informationen

RKI-Webseite zu Milzbrand

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