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Poliomyelitis

Poliomyelitis-Fälle in Syrien – Gefahr von Einschleppung nach Deutschland

Ende Oktober 2013 hat das Robert Koch-Institut (RKI) über eine Häufung akuter schlaffer Lähmungen (AFP) in Syrien berichtet. Mittlerweile wurde bei zehn der seit Anfang Oktober in der Provinz Deir Al Zour (auch: Dair az Zur oder Dayr az Zawr, Ostsyrien) identifizierten 22 AFP-Fälle eine Infektion mit dem Polio-Wildvirus Typ 1 bestätigt. Der überwiegende Anteil dieser Polio-Fälle ist jünger als zwei Jahre und war nicht bzw. nicht vollständig geimpft. In der Folge wurden weitere Polio-Fälle bestätigt, und zwar in Aleppo und in der Umgebung von Damaskus. Damit stieg die offizielle Zahl der Polio-Fälle in Syrien auf insgesamt 17 an (Stand: 28.11.2013).

Aufgrund der Bürgerkriegssituation sind die offiziell berichteten Polio-Impfquoten in Syrien von 91% (2010) auf 68% (2012) gesunken. Daher stellen dort insbesondere Kinder unter drei Jahren (d.h. nach 2010 geboren) eine Risikogruppe dar. Wegen der Flüchtlingsbewegungen muss auch in Deutschland die mögliche Einschleppung von Polioviren durch Asylsuchende aus Syrien sehr ernst genommen werden.

In Bayern wird als Reaktion darauf verstärkt der Impfstatus von allen ankommenden und bereits hier lebenden Flüchtlingen aus Syrien durch die Gesundheitsämter überprüft und eine Komplettierung des Impfstatus angeboten. Dies erfolgt vorrangig bei Kindern, die nach 2010 geboren sind. Bei diesen wird auch eine Stuhl-Surveillance auf Polioviren durchgeführt.

Impfaufruf an Haus- und Kinderärzte (Dezember 2013)

Der Öffentliche Gesundheitsdienst in Bayern und die Sozialämter rechnen damit, dass sich in den nächsten Wochen deutlich mehr Menschen (Asylsuchende und Kontaktpersonen) als bisher gegen Poliomyelitis impfen lassen wollen. Insbesondere die Haus- und Kinderärzte werden gebeten, anfragende Asylsuchende aus Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge nicht abzuweisen, sondern mit diesen Impftermine zu vereinbaren.

Hinweis: Die Umsetzung der STIKO-Impfempfehlung gehört generell zum Versorgungsauftrag der Ärzte. Die Kostenerstattung erfolgt im Fall der Asylbewerber außerhalb der Budgetierung.

Impfempfehlungen

Die niedergelassenen Ärzte werden auf die Möglichkeit einer Einschleppung von Polioviren aus Syrien und die Notwendigkeit einer Enterovirus-Diagnostik bei akuter schlaffer Lähmung oder Verdacht auf virale Meningitis/Enzephalitis hingewiesen. Gemäß § 6 Abs. 1 IfSG ist der Krankheitsverdacht, die Erkrankung und der Tod an Poliomyelitis an das Gesundheitsamtzu melden. Als Verdacht gilt jede akute schlaffe Lähmung (außer eine traumatisch bedingte).

Darüber hinaus wird verwiesen auf die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) insbesondere zur Polio-Auffrischimpfung bei der Einreise aus einem Risikogebiet bei Aussiedlern, Flüchtlingen und Asylbewerbern, die in Gemeinschaftsunterkünften leben.

Bitte überprüfen Sie auch die Vollständigkeit der Polio-Immunisierung aller Ihrer Patienten und die Indikation für eine Polio-Auffrischimpfung bei Reisenden in ein Risikogebiet (neben Syrien: aktuell aufgrund von Abwasserbefunden auch Israel, Westjordanland und der Gazastreifen, aufgrund von Erkrankungen Somalia, Kenia, Äthiopien und Südsudan sowie die Endemieländer Afghanistan, Pakistan und Nigeria). Vor solchen Reisen empfiehlt die STIKO eine Injektionsimpfung mit IPV, wenn die Impfungen der Grundimmunisierung nicht vollständig dokumentiert sind oder die letzte Impfung der Grundimmunisierung bzw. die letzte Auffrischimpfung länger als zehn Jahre zurückliegt. Personen ohne Nachweis einer Grundimmunisierung sollten vor Reisebeginn wenigstens zwei Dosen IPV erhalten.

Nach vollständiger Standardimpfung (Grundimmunisierung und einmalige Auffrischimpfung vor dem 18. Geburtstag) wird eine routinemäßige Auffrischimpfung (also unabhängig von einer Reise in ein Polio-Risikogebiet) nach dem vollendeten 18. Lebensjahr von der STIKO nicht empfohlen.

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