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KVB Impuls 2/2020

Corona aus medizinischer Sicht

Martin Degenhardt, Politischer Fachreferent der KVB, im Gespräch mit Dr. med. Lutz Bader, Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie.

"Im Falle einer Epidemie gut abgestimmt handeln"

Ich spreche heute mit Dr. Lutz Bader, er war 35 Jahre lang Krankenhaushygieniker und die letzten Jahre der Hygieneexperte der KVB, der sozusagen auch als ärztlicher Berater durch diese Krise gesteuert hat und jetzt seit sehr kurzer Zeit im Ruhestand ist. Deswegen bin ich sehr dankbar, dass er heute für dieses Interview bereit ist. Sie haben mit der KVB als ärztlicher Berater schon zahlreiche Epidemien miterlebt. Wann haben Sie gemerkt, dass COVID-19 etwas anderes ist, dass wir anders reagieren müssen und dass ein großes Problem auf uns zusteuert?

Wir hatten im Januar dieses Jahres den COVID-19-Ausbruch in der Firma Webasto in Stockdorf erlebt, der aber durch den großen Einsatz der Gesundheitsämter relativ schnell in den Griff zu bekommen war. Mir war damals schon klar, dass dieses Thema nicht nur für die Region, sondern auch weit darüber hinaus keinesfalls erledigt sein würde. Das hat sich dann auch bewahrheitet. In der Woche der Faschingsferien ist bekannt geworden, dass Norditalien und speziell Südtirol ein regional starkes Cluster darstellt. Zu dem damaligen Zeitpunkt waren viele Reisende aus Bayern vor Ort und es stand zu befürchten, dass an dem Montag nach der Faschingsferien-Woche viele Ferienrückkehrer mit Symptomen in die Praxen der niedergelassenen Ärzte drängen würden. Darauf mussten wir uns dann relativ schnell vorbereiten.

Wie hat die KVB darauf reagiert als klar war, dass jetzt die Welle mit Kranken kommt?

Was wir innerhalb kürzester Zeit auf die Beine gestellt haben, war die Beratung über den Ärztlichen Bereitschaftsdienst für besorgte Bürger, unter der Rufnummer 116117 erreichbar. Zudem haben wir eine eigene Beratung durch qualifizierte Ärzte aufgebaut und im Ärztlichen Bereitschaftsdienst die Möglichkeit geschaffen, dass in einem Hausbesuchsdienst Abstriche für die Sars-COV-2-Testung genommen wurden. Und das, so glaube ich, waren entscheidenden Schritte, die wir unternommen haben, um die niedergelassenen Ärzte in möglichst effektiv zu unterstützen.

Wie geht die Pandemie jetzt weiter? Wird es am Ende eine zweite Welle geben?

Darüber kann man nur spekulieren. Ohne jetzt zu sehr als Orakel zu dienen, erwarte ich, dass die Sars-CoV-2-Infektionen ab der zweiten Septemberhälfte wieder zunehmen werden. Das ist der typische Beginn der Erkältungszeit, normalerweise auch als Wiesn-Schnupfen oder Wiesn-Grippe bekannt. Auch wenn wir bis dahin noch weiter das Social Distancing beibehalten werden, wird es in einem gewissen Umfang zu einem erneuten Anstieg der Infektionen in Bayern und auch in Deutschland kommen.

Macht es aus Ihrer Sicht Sinn, sich bereits jetzt darauf vorzubereiten?

Ich denke, dass wir auf alle Fälle ein erstes Fazit aus dem Verlauf der bisherigen Epidemie ziehen sollten. Für mich sind das vor allem drei Lehren. Erstens: Die Politik muss sich, unser Land, unser Gesundheitssystem besser vorbereiten auf eine solche Häufung von Infektionskrankheiten. Die Bereithaltung und Bevorratung von Schutzausrüstung für das medizinische Personal gehört ebenso dazu wie die Bevorratung von Impfstoffen oder von Medikamenten gegen Infektionen. Zweitens: Die Sektoren der Gesundheitsversorgung müssen enger zusammenarbeiten: Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, die niedergelassenen Ärzte, der öffentliche Gesundheitsdienst, der Ärztliche Bereitschaftsdienst, sie alle müssen im Fall einer Epidemie gut abgestimmt handeln. Dazu benötigen wir eine bessere und intensivere Zusammenarbeit und Vorbereitung auf solche Situationen. Drittens: Der öffentliche Gesundheitsdienst, also die Gesundheitsämter, müssen personell entsprechend aufgerüstet werden, um im Falle solcher Epidemien Cluster schnell erkennen und Infektionsketten nachverfolgen zu können.

Herr Dr. Bader, herzlichen Dank für diese Analyse. Ich wünsche einen hervorragenden Ruhestand zusammen mit den Enkelkindern.

Corona-Krisenmodus

Seit Monaten ist der Vorstand der KVB rund um die Uhr mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Bayerns Praxen beschäftigt. Im Mitgliedermagazin KVB FORUM berichten Dr. Wolfgang Krombholz, Dr. Pedro Schmelz und Dr. Claudia Ritter-Rupp, wie die Corona-Pandemie das Verhältnis zwischen Selbstverwaltung und Politik verändert hat:

Entschlossenes Handeln in der Corona-Krise

Außerdem:

Broschüre zu den wichtigsten Fragen und Antworten zur Rolle der KVB in Zeiten der Corona-Epidemie

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