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KVB Impuls 5/2020

Auch den Herausforderungen der zweiten Corona-Welle bestens gewachsen

Den Praxen der niedergelassenen Hausärzte, Fachärzte und Psychotherapeuten kommt in den derzeit schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie eine Schlüsselrolle zu, sie bilden einen ersten Schutzwall, der das Gros der Fälle behandelt. Nur schwerstkranke Patienten müssen dadurch in den Kliniken stationär versorgt werden.

Die KVB, deren Hauptaufgabe es ist, die Organisation der Regelversorgung der bayerischen Patienten mit wöchentlich rund 2,3 Millionen Kontakten in den Praxen sicherzustellen, hat sich bereits seit Februar intensiv mit dem Thema Corona befasst und von Anfang an Aufgaben übernommen, die zum größten Teil eigentlich durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst zu leisten waren.

So haben wir ein Lagezentrum mit internen Fachleuten installiert, Bestellungen von Schutzausrüstung bei diversen Händlern aufgegeben und einen eigenen Hausbesuchsdienst für die Abstrichentnahme im Falle eines konkreten Verdachts einer Infektion mit dem Coronavirus eingerichtet. Wir haben die Kapazitäten unter der eigentlich für den Ärztlichen Bereitschaftsdienst eingerichteten Rufnummer 116117 massiv erweitert und ein eigenes Team installiert, das die negativen Befunde an die getesteten Personen übermittelt.

Seit Ausbruch der Pandemie arbeiten wir rund um die Uhr daran, mit den Folgen des Coronavirus in den Praxen bestmöglich umzugehen und sind deshalb auch für die derzeitige zweite Corona-Welle gut gerüstet, um die ambulante Regelversorgung aller Patienten sicherzustellen.

Dafür können wir unter anderem auf das freiwillige Engagement vieler unserer Vertragsärzte zurückgreifen, die sich zum Beispiel bereit erklärt haben, die bald zur Verfügung stehenden Corona-Impfungen durchzuführen (Stand 09.12.: über 3.600 Mitglieder). Außerdem unterstützen viele von ihnen die bayerische Teststrategie von Ministerpräsident Markus Söder.

Für Reihentestungen asymptomatischer Patienten haben sich 1.600 KVB-Mitglieder zur Verfügung gestellt. 5.000 Praxen haben sich zu Testdurchführungen in den eigenen Räumlichkeiten bereit erklärt und waren damit einverstanden, eigens dafür in der KVB-Arztsuche gelistet zu werden. Über das gesamte Testgeschehen im Rahmen der bayerischen Teststrategie wird das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege von uns selbstverständlich grundsätzlich auf dem Laufenden gehalten.

1.676.692 durchgeführte Abstrichentnahmen ("Corona-Tests")

Insgesamt lag das Abstrichvolumen im dritten Quartal laut Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Stand 9. November 2020) bei 1.676.692 Abstrichen.

Davon wurden

  • als kurative Tests wegen Corona-Symptomen 463.401,
  • auf Hinweis der Corona-Warn-App 3.096,
  • nach der Testverordnung des Bundes 501.533 und
  • im Rahmen des bayerischen Testangebots 708.689 Abstriche

vorgenommen.

116117 – die Nummer des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes

Weiterhin hoch war und ist das Anrufaufkommen unter der Nummer des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116117. Von 1. März bis 8. November lag dieses bei 1.093.022 Anrufern.

Derzeit sind 527 Mitarbeiter der KVB und ihres Tochterunternehmens Gedikom im Einsatz, um die Anrufer, die derzeit mit einer durchschnittlichen Wartezeit von 3 Minuten und 15 Sekunden rechnen müssen, in die richtigen Versorgungskanäle zu lenken.

So wurden beispielsweise in der Zeit vom 1. September bis 8. November 38.522 Hausbesuche, davon 13.633 Covid-19-Tests im Fahrdienst veranlasst.

Apropos Fahrdienst: Derzeit sind in Bayern mit bis zu 153 Fahrzeugen so viele Bereitschaftsdienstärzte wie noch nie zuvor mobil zu ihren Patienten unterwegs.

116117 – geänderte Vermittlungsstrategie

Um das Anrufaufkommen unter Corona-Bedingungen optimal zu kanalisieren, hat die KVB unter der Nummer des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes neue Strukturen implementiert. So werden symptomatische, gehfähige Patienten sowie Patienten der "Corona-Warn-App" an reguläre Versorgungsstrukturen (Vertragsarztpraxen, Schwerpunktpraxen Infekt) verwiesen.

Symptomatische, nicht gehfähige Patienten werden an den Fahrdienst der KVB, und behandlungsbedürftige Patienten in Quarantäne an den eigenen behandelnden Vertragsarzt beziehungsweise an den 116117-Fahrdienst vermittelt.

Asymptomatische Patienten im Rahmen der Bayerischen Teststrategie erhalten über eine Bandansage der 116117 und die Internetseite der KVB Informationen mit den Kontaktdaten der kommunalen Testzentren.

Ausstattung mit Schutzausrüstung: 90 Prozent durch Eigenbeschaffungen

Ein großes Thema Anfang des Jahres war der weltweite Mangel an Schutzausrüstung. Laut nationalem Pandemieplan ist es Aufgabe des Bundesgesundheitsministeriums, für eine ausreichende Ausstattung mit Schutzausrüstung zu sorgen. Von den angekündigten Großlieferungen des Bundes ist in Bayern bis Mitte April praktisch nichts angekommen.

Auch hier hat die KVB schnell Eigeninitiative bewiesen und auf eigene Kosten große Chargen an entsprechender Schutzkleidung, Schutzmasken, Handschuhen und Desinfektionsmittel für die Praxen der Mitglieder organisiert. Rund 90 Prozent des Bedarfs konnte im Frühjahr auf diese Weise durch Eigenbeschaffungen gedeckt werden.

Auch für den Herbst/Winter 2020/21 ist die KVB in puncto "Persönliche Schutzausrüstung" gut aufgestellt. Das zweite öffentliche Ausschreibungsverfahren zur zentralen Beschaffung und Bevorratung läuft aktuell. Schutzausrüstungen aus der ersten Ausschreibung wurden bereits geliefert und werden in Abhängigkeit von der Marktsituation und der (regionalen) Infektionslage an die Praxen verteilt.

Sonderstrukturen der KVB – Fahrdienst, Bereitschaftspraxen, Schwerpunktpraxen – werden weiterhin direkt von uns beliefert. Auch Praxen, die nach der Testverordnung abstreichen, werden von uns ausgestattet.

Ärztliche Koordinatoren

Wie von der Gesetzgebung Mitte August gewünscht, hat die KVB deren Aufforderung, bei den Kreisverwaltungsbehörden, den Regierungen und auf Landesebene Koordinierungsgruppen zur Bewältigung koordinierungsbedürftiger Ereignisse einzurichten, umgehend unterstützt: Für die Koordinierung der Maßnahmen mit den Erbringern der ambulanten medizinischen Leistungen wurden vor Ort ärztliche Ansprechpartner benannt, sogenannte ärztliche Koordinatoren als ärztliche Sachverständige.

Diese unterstützen unter anderem bei der ärztlichen Besetzung und Kapazitätsplanung lokaler Teststationen und sind in ständigem Austausch mit Landräten und Oberbürgermeistern sowie sonstigen relevanten Vertretern.

Einrichtung von Schwerpunktpraxen "Infekt"

Um die Strukturen der Regelversorgung darüber hinaus zu stärken und die Praxen bestmöglich zu entlasten, hat die KVB außerdem ein Konzept zum Aufbau sogenannter Schwerpunktpraxen "Infekt" auf den Weg gebracht. Diese sollen auf der "grünen Wiese" als zentrale Anlaufstellen errichtet werden, um Infektpatienten flächendeckend in den Strukturen der Regelversorgung behandeln zu können.

In München und Augsburg wurden entsprechende Schwerpunktpraxen bereits eingerichtet, in vielen weiteren Städten und Landkreisen befinden sie sich derzeit im Aufbau beziehungsweise in der Planung.

Medibus – rollende Praxis für Infektpatienten

Eine zusätzliche Unterstützung bei der Behandlung von Infektpatienten bietet der sogenannte Medibus der DB Regio, den die KVB Anfang November kurzfristig als mobile Schwerpunktpraxis eingerichtet hat. Der Medibus soll grundsätzlich die bestehenden ambulanten Versorgungsstrukturen in enger Absprache mit den jeweiligen Ärztlichen Koordinatoren in den Einsatzregionen – auch am Wochenende – unterstützen.

Für die kurzfristige Deckung eines pandemiebedingten Behandlungsbedarfs und eine schnelle Reaktion auf regionale pandemische Lagen oder infektionsbedingte regionale Versorgungsengpässe können sich Patienten mit grippalen Beschwerden direkt, ohne Terminvereinbarung, an den Medibus wenden und sich dort ärztlich untersuchen lassen. Gleichzeitig kann bei medizinischer Notwendigkeit auch ein Coronatest durchgeführt werden.

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