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KVB Impuls 1/2021

"Den bürokratischen Aufwand für Corona-Impfungen reduzieren"

Der Allgemeinmediziner Dr. Reinhard Reichelt ist koordinierender Arzt im Berchtesgadener Land, einer Region, die als Hotspot im November von der zweiten Coronawelle besonders hart getroffen war. Niedergelassen in Schönau a. Königssee gehört es zu Reichelts Aufgaben, die Kreisverwaltungsbehörden bei der Eindämmung und Kontrolle der Pandemie zu unterstützen. Aber wie sieht das konkret in der Praxis aus? Ein Interview.

Herr Dr. Reichelt, wie gelingt es Ihnen, Entscheidungen im Konsens mit den niedergelassenen Ärzten des Berchtesgadener Landkreises sowie der Kassenärztlichen Vereinigung zu treffen? Wie stellen Sie in dieser schwierigen Zeit also sicher, dass alle Beteiligten bei diesem wichtigen Thema mit im Boot sind?

Zum Beispiel durch gemeinsame Videokonferenzen, die regelmäßig stattfinden. Wir haben jede Woche virtuelle Sitzungen mit dem Führungsstab des Impfzentrums sowie den niedergelassenen Kollegen aus dem Landkreis, um künftige und aktuelle Impfstrategien miteinander abzustimmen. Ich kommuniziere außerdem mit allen niedergelassenen Kollegen – Haus- und Fachärzten – per E-Mail, um mit ihnen alle relevanten Informationen auszutauschen. Die Kollegen können mich auch jederzeit telefonisch kontaktieren. Selbstverständlich bin ich grundsätzlich auf die Kooperationsbereitschaft der Kollegenschaft angewiesen.

Wie sieht aktuell ein typischer Arbeitsalltag für Sie aus? Wie läuft die Zusammenarbeit mit der KVB sowie den zuständigen kommunalen Behörden ab? Wie funktioniert der Austausch mit den Landräten?

Die Zusammenarbeit mit allen Stellen – sei es mit der Führungsgruppe Katastrophenschutz, dem Krisenstab am Landratsamt, der Krankenhauskoordinierungsgruppe, dem Lagezentrum der KVB, den Leitern Notdienste, den Regionalbeauftragten oder dem Vorstand der KVB – ist hervorragend. Als die Inzidenzzahlen in unserem Landkreis mehrfach besonders hoch waren, wurde ich öfters vom Lagezentrum und dem KVB-Vorstand angerufen, um mir Unterstützung anzubieten. Auch der Austausch mit dem Landrat und seinen Stellvertretern sowie allen Stellen im Krisenstab ist optimal, zumal ich selbst Kreisrat im Landkreis bin. In täglichen Videokonferenzen wird im Krisenstab des Landratsamts das Vorgehen mit allen Beteiligten ausführlich eruiert und diskutiert. Neben der eigenen Praxisführung stehen für mich täglich meist weitere Videokonferenzen auf der Agenda, in denen das Vorgehen im Kampf gegen das Pandemiegeschehen besprochen wird. Hinzu kommen unzählige Telefonate und das Beantworten sehr vieler E-Mail-Anfragen.

Zu Ihren Aufgaben als koordinierender Arzt im Berchtesgadener Land gehört es auch, Schutzausrüstung für die Arztpraxen zu beschaffen und zu koordinieren, was gerade zu Beginn der Pandemie nicht einfach war. Wie hat sich die Situation inzwischen entwickelt?

Für Praxen, die Abstriche durchführen, kann Schutzausrüstung bei der KVB bestellt werden. Wir leiten aber auch immer noch Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel aus Altbeständen weiter.

Seit Anfang des Jahres werden nun erste Teile der Bevölkerung gegen Corona geimpft. Wie ist der Impfstart in Ihrem Zuständigkeitsbereich bisher verlaufen?

Das Hauptproblem, wie in allen Landkreisen, ist auch bei uns der Mangel an Impfstoff in ausreichender Menge. Leider sind die Vorgaben des Ministeriums oft nicht mit den Praktikern vor Ort abgestimmt. Ich denke hier zum Beispiel an Mängel der Registrierungssoftware, respektive Absprache der Terminvergabe oder die anfängliche Lieferung falscher Spritzen. Vor Ort waren wir mit dem Impfzentrum ab 15. Dezember 2020 sehr gut vorbereitet und hätten wesentlich mehr Menschen impfen können. Impftermine können aber selbstverständlich nicht ohne Impfstoffe vergeben werden.

Welche Unterstützung seitens der Politik wünschen Sie sich? Wo ist diese bisher aus Ihrer Sicht ausgeblieben oder zu kritisieren?

Die Politik sollte die Zusammenarbeit mit dem Krisenstab im Landkreis verbessern. Oft werden Entscheidungen in den Ministerien getroffen, die die Arbeit vor Ort eher behindern als unterstützen. So müssen immer wieder neue Verordnungen abgearbeitet werden. Weniger Papierflut wäre daher wünschenswert. Der bürokratische Aufwand bei den Impfungen ist ebenfalls gigantisch und sollte vereinfacht werden. Beispielsweise könnte die Aufklärung nur digital gespeichert und unterschrieben werden, dann würde die doppelte Buchführung mit der Papierflut wegfallen.

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