Presseinformation KVB: Gemeinsam für besseren Kinderschutz in Bayern
München, 1. Juni 2026: Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) setzt sich gemeinsam mit dem Bayerischen Landkreistag und dem Bayerischen Städtetag für den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Freistaat ein. Anlässlich des heutigen Internationalen Kindertages weist die KVB auf die bereits seit längerem bestehende Kooperationsvereinbarung hin, die für klar geregelte Abläufe zwischen den niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten sowie den Jugendämtern in Bayern sorgt. Ziel ist es, bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung schnell, abgestimmt und wirksam zu handeln.
Dazu erklärte heute in München der KVB-Vorstand – Dr. Christian Pfeiffer, Dr. Peter Heinz und Dr. Claudia Ritter-Rupp: "Wir ziehen hier an einem Strang – mit klaren, praxistauglichen Abläufen und einem gemeinsamen Verständnis von Verantwortung. Das stärkt den Kinderschutz nachhaltig. Unser gemeinsames Ziel ist es, in Verdachtsfällen schnell und effizient zu reagieren, um Kinder wirksam schützen zu können."
Besteht der Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung, sollen die behandelnden Fachkräfte zunächst das Gespräch mit den Betroffenen suchen und Unterstützungsangebote aufzeigen – immer mit Blick darauf, den Schutz des Kindes nicht zu gefährden. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, wird das zuständige Jugendamt umgehend eingeschaltet.
Damit im Ernstfall alles reibungslos läuft, wurden zwischen den Beteiligten in der Vereinbarung ein einheitlicher Meldebogen und ein klar strukturiertes Vorgehen vereinbart. So können Hinweise schnell und gezielt weitergegeben und bearbeitet werden.
Der zusätzliche Aufwand für Meldungen oder vom Jugendamt initiierte Fallbesprechungen ist für die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten abrechenbar. Bei Fragen oder in konkreten Fällen stehen die Jugendämter sowie erfahrene Fachkräfte beratend zur Seite.