Presseinformation Neues Modellprojekt für digitalen Arztbesuch gestartet: KVB und BMW BKK kooperieren bei "DocOnLine"
München, 18. Februar 2026: Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) und die BMW BKK intensivieren ihre Zusammenarbeit im Bereich der digitalen Versorgung von Patientinnen und Patienten. Im Fokus steht die bereits etablierte telemedizinische Plattform "DocOnLine" der KVB. Ziel der im Februar gestarteten Kooperation ist es, den Menschen im Bedarfsfall einen zeitgemäßen und strukturierten Zugang zur ambulanten Versorgung zu ermöglichen und zugleich innovative Versorgungsformen nachhaltig zu stärken.
"DocOnLine" gibt es seit Mitte 2024. Das Angebot der KVB steht unter https://www.doconline-bayern.de/ allen gesetzlich Krankenversicherten in Bayern zur Verfügung. Im Rahmen der Kooperation wird die BMW BKK ihre bayerischen Versicherten gezielt über die Nutzungsmöglichkeiten der Plattform informieren. Durch digitale Kommunikationswege sollen Patientinnen und Patienten frühzeitig in geeignete Versorgungspfade gesteuert werden.
Die Plattform "DocOnLine" ermöglicht derzeit außerhalb der üblichen Sprechstundenzeiten eine standardisierte medizinische Ersteinschätzung auf digitalem Weg. Sofern medizinisch indiziert, kann im Anschluss unkompliziert eine Videosprechstunde mit einer Ärztin oder einem Arzt vermittelt werden. Auf diese Weise können insbesondere Notaufnahmen sowie Bereitschaftsdienstpraxen entlastet und Ressourcen zielgerichteter eingesetzt werden. Kann das Anliegen in der Videosprechstunde nicht abschließend geklärt werden oder ist das Beschwerdebild dafür nicht geeignet, so ist eine Weiterbehandlung in der Praxis, durch den Fahrdienst des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes oder den Rettungsdienst gewährleistet. Der Patient wird somit bis zum Abschluss der Behandlung vollständig im Prozess begleitet.
Neu im Rahmen der Kooperation mit der BMW BKK ist die Erprobung der Plattform auch bei akuten Erkrankungen während der üblichen Sprechstundenzeiten. Damit wird geprüft, inwieweit digitale Zugangswege ergänzend zur bestehenden Praxisstruktur einen Mehrwert für Patienten wie auch für die Ärzteschaft bieten. Natürlich sollte weiterhin der erste und stets bevorzugte Anlaufpunkt die bestehende Hausarztpraxis sein, in der man mit der gesamten eigenen Krankengeschichte bekannt ist.
Der Vorstand der KVB – Dr. Christian Pfeiffer, Dr. Peter Heinz und Dr. Claudia Ritter-Rupp – erklärte dazu: "Wir sehen in der Kooperation einen wichtigen Schritt zum Ausbau digital unterstützter Versorgungsformen. Im Rahmen der Sicherstellung der ambulanten Versorgung wird es immer wichtiger, das übliche Spektrum der Vor-Ort-Behandlung in Praxen und Medizinischen Versorgungszentren um solche innovativen Behandlungsangebote zu erweitern."
Jens Gerhardt, Vorstand der BMW BKK, betont: "Das gemeinsame Pilotprojekt ermöglicht unseren Versicherten in Akutfällen eine bessere und schnellere Versorgung. Durch die unkomplizierte medizinische Ersteinschätzung und die anschließende Videosprechstunde entsteht ein echter Mehrwert."
Ärztinnen und Ärzte, die "DocOnLine" unterstützen und an der Erprobung teilnehmen möchten, können sich per E-Mail unter DocOnLine(at)KVB.de melden.