Presseinformation KVB-Förderung zeigt Wirkung: Aufwärtstrend in der ambulanten Versorgung im Landkreis Kronach
Kronach, 31. März 2026: Erfreuliche Nachrichten für den Landkreis Kronach: Zum 1. April eröffnet die kinderärztliche Gemeinschaftspraxis Dr. Michaela Lebok und Christian Hartnik in der oberfränkischen Kreisstadt ihre Pforten. Dadurch wird die aktuelle Unterversorgung für die Fachgruppe der Kinderärzte voraussichtlich in der Mai-Sitzung des von der KVB unabhängigen Landesausschusses der Ärzte und Krankenkassen aufgehoben werden können. Für den Sommer sind zudem fachärztliche Niederlassungen in Mitwitz und Küps im Bereich der Dermatologie (insgesamt eineinhalb Arztsitze) durch den von der KVB unabhängigen Zulassungsausschuss Ärzte Oberfranken genehmigt worden. Schon Anfang des Jahres hatten sich zudem vier Hausärzte mit rechnerisch 3,75 Stellen im Landkreis niedergelassen. Damit entsteht in der Region Schritt für Schritt wieder eine gesicherte ambulante Versorgungsstruktur.
Der KVB-Vorstand – Dr. Christian Pfeiffer, Dr. Peter Heinz und Dr. Claudia Ritter-Rupp – ist erfreut über diese positive Entwicklung: "Der Landkreis Kronach in Oberfranken steht exemplarisch für eine Entwicklung, die sich in ganz Bayern beobachten lässt: Unsere gezielten Förderprogramme in Verbindung mit dem Engagement der Menschen in den Kommunen vor Ort führen zu neuen Niederlassungen und sichern die ambulante Versorgung nachhaltig. Über viele Jahre galt die ambulante ärztliche Versorgung im Landkreis als besonders herausfordernd – heute zeigt sich: Mit den richtigen Förderinstrumenten und ergänzenden Rahmenbedingungen gelingt eine zunehmende Stabilisierung."
Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist dabei das abgestimmte Vorgehen: Bereits seit mehr als zehn Jahren arbeitet die KVB im Rahmen der Gesundheitsregion Plus gemeinsam mit kommunalen Vertretern an der Versorgungssicherung. Während die KVB mit Zuschüssen zur Praxisgründung, Sicherstellungszuschlägen und einer maßgeschneiderten Beratung im KVB-Beratungscenter Oberfranken in Bayreuth gezielt Barrieren reduziert, tragen Gemeinden und Landkreis standortbezogene Maßnahmen bei – etwa passende Praxisräume, Infrastruktur und Vernetzung mit lokalen Akteuren.
In den vergangenen zwölf Jahren sind bereits rund 1,5 Millionen Euro Fördermittel aus dem gemeinsamen Strukturfonds der KVB und der Krankenkassen in den Landkreis Kronach geflossen. Diese Förderung, gepaart mit kommunaler Unterstützung, ermöglicht niederlassungsinteressierten Ärztinnen und Ärzten wirtschaftliche Planungssicherheit und attraktive Arbeitsbedingungen.
Dem Vorstand der KVB ist bewusst, dass weiterhin Herausforderungen in der ambulanten Versorgung bestehen – in Kronach wie in anderen ländlich geprägten Regionen Bayerns. Doch die positiven Entwicklungen im Landkreis Kronach zeigen, dass sich auch komplexe Versorgungssituationen mit einer Kombination aus Förderung und strategischer Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene lösen lassen. Denn eines ist klar: Ärztinnen und Ärzte können nicht mit Zwang in bestimmte Gemeinden gebracht werden, sondern sie müssen in den Regionen gerne leben und arbeiten wollen.
Dr. Michaela Lebok und Christan Hartnik, freuen sich auf die bevorstehende Praxiseröffnung und die zukünftige Behandlung der Kinder und Jugendlichen aus der Region: "Wir danken allen, die uns beim Praxisstart unterstützt haben – insbesondere den Mitarbeitern des KVB-Beratungscenters Oberfranken und den beteiligten örtlichen Kommunalpolitikern."