Patienten wissen oft nicht, wann Notaufnahme und wann 116117 zuständig ist
Die KVB, das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung und das Klinikum Rosenheim haben 2022 eine Machbarkeitsstudie zur Weiterleitung von Patienten mit weniger dringlichen Gesundheitsbeschwerden von der Krankenhaus-Notaufnahme in Praxen während der allgemeinen Sprechzeiten durchgeführt.
Zum Hintergrund
Seit Jahren beklagen Krankenhäuser in Deutschland eine Überlastung der Notaufnahmen. Dabei suchen auch viele Patientinnen und Patienten mit weniger dringlichen Versorgungsbedarf die Notaufnahme der Krankenhäuser auf, obwohl sie genauso gut im vertragsärztlichen Bereich (Praxen, Bereitschaftspraxen) behandelt werden könnten.
Ergebnis der Pilotstudie
Die Studie zeigt, dass eine Steuerung von weniger dringlichen Notaufnahmepatienten in vertragsärztlichen Praxen die Notaufnahme entlasten und Ressourcen zur Versorgung tatsächlicher Notfälle schaffen kann.
Dazu Dr. Dominik Graf von Stillfried (Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung): "Patienten wissen oft nicht, wann sie am besten in der Notaufnahme und wann bei der 116117 versorgt werden."