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Förderung fachärztliche Weiterbildung

Gesetzliche Weiterbildungsförderung nach § 75a SGB V

Grundsätzlich förderfähig sind folgende Bedarfsplanungsarztgruppen bzw. Facharztweiterbildungen:

  • Augenärzte
  • Frauenärzte
  • Hautärzte
  • HNO-Ärzte
  • Kinderärzte
  • Kinder- und Jugendpsychiater
  • Fachärzte für Allgemeinchirurgie, Fachärzte für Kinderchirurgie
  • Nervenärzte
  • Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Der monatliche Gehaltszuschuss beträgt in Vollzeit 4.800 Euro. Für eine Förderung gelten verschiedene Fördervoraussetzungen, zudem steht für jede Arztgruppe ein festes Stellenkontingent zur Verfügung. Beachten Sie dazu bitte unbedingt unsere FAQ.

Verdopplung der fachärztlichen Förderplätze beschlossen

Mit dem TSVG (Terminservice- und Versorgungsgesetz) hat der Bundestag am 14. März 2019 die Erhöhung der bundesweit zur Verfügung stehenden Förderplätze im Rahmen der Förderung der fachärztlichen Weiterbildung gem. §75a SGB V von 1.000 auf 2.000 Stellen beschlossen.

Die Vertragspartner auf Bundesebene haben mittlerweile die sogenannte "Vereinbarung zur Förderung der Weiterbildung gemäß § 75a SGB V" geändert. Deshalb steht nun auch für Bayern die entsprechend erhöhte Zahl an Förderplätzen (313,96 Vollzeitäquivalente statt vorher 156,98 Vollzeitäquivalente) zur Verfügung. Vom 1. Oktober 2019 bis einschließlich 26. November 2019 können niedergelassene Ärzte, die einen Arzt in Weiterbildung bestimmter Arztgruppen beschäftigen oder dies planen, wieder eine Förderung beantragen.

Ausschreibung der verfügbaren Stellen

  • Da die verfügbaren Stellen begrenzt sind, erfolgt die Vergabe über ein Ausschreibungsverfahren.
  • Das nächste Verfahren findet von 1. Oktober 2019 bis einschließlich 26. November 2019 statt, das Antragsformular wird rechtzeitig zum Start der Ausschreibung um 09:00 Uhr online verfügbar sein.
  • Unter Berücksichtigung der derzeit geförderten Stellen werden für folgende Fachgruppen Stellen ausgeschrieben:
Augenärzte

26,66 freie Stellen verfügbar.

Kinder- und Jugendärzte27,11 freie Stellen verfügbar.
Frauenärzte38,09 freie Stellen verfügbar.
HNO-Ärzte (inkl. Facharztweiterbildung für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen)17,58 freie Stellen verfügbar.
Hautärzte13,21 freie Stellen verfügbar.
Kinder- und Jugendpsychiater3,12 freie Stellen verfügbar.
Fachärzte für Allgemeinchirurgie und Fachärzte für Kinderchirurgie   6,50 freie Stellen verfügbar.
Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie und Fachärzte für Neurologie39,01 freie Stellen verfügbar.
Fachärzte für psychosomatische Medizin und Psychotherapie4,30 freie Stellen verfügbar.

 

Übersteigt die Zahl der beantragten Stellen die vorhandenen Stellenkontingente, wird ein Auswahlverfahren durchgeführt. Nur Anträge, die vor Ablauf des Ausschreibungszeitraums zwischen dem 1. Oktober 2019 und dem 26. November 2019 vollständig bei uns vorliegen, können im Rahmen des Auswahlverfahrens berücksichtigt werden. Hierbei gilt ein Antrag als vollständig, wenn das vollständig ausgefüllte KVB-Antragsformular inklusive aller Anhänge und der geforderten Nachweise eingereicht wird.

Hinweis: Demselben Antragsteller (=der Praxisinhaber bzw. das MVZ oder auch die BAG als Arbeitgeber des Arztes in Weiterbildung) kann im selben Förderzeitraum eine Förderung entweder nur für ein vollzeitiges Beschäftigungsverhältnis eines Weiterbildungsassistenten oder für zwei Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse bewilligt werden. Konkret bedeutet dies, dass sich ein Antragsteller während eines Auswahlverfahrens nur um die Förderung einer Stelle in Vollzeit oder zweier Stellen in Teilzeit bewerben kann. Bereits bestehende Förderverhältnisse werden dabei nicht betrachtet.

Es können unabhängig vom Auswahlverfahren nur Anträge von Praxen bzw. MVZ gefördert werden, die das von den Bundesvorgaben vorgeschriebene Kriterium "überwiegend konservativ und nicht spezialisiert tätig" erfüllen.

Für Details zur Prüfung dieses Ausschlusskriteriums lesen Sie bitte unbedingt den untenstehenden Fragen- und Antwortenkatalog!

Fragen- und Antwortenkatalog zur Förderung nach § 75a SGB V

Auf welcher rechtlichen Grundlage steht die Förderung der Weiterbildung?

Grundsätzlich auf dem neuen § 75a SGB V. Dieser beauftragt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sowie den Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV-SV) und der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) eine Vereinbarung über die weitere Ausgestaltung der Förderung zu treffen. Die Vereinbarung auf Bundesebene bildet die Basis der Umsetzung auf Landesebene, auf der wiederum Einvernehmen mit den Landesverbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen über die Details der Umsetzung für die fachärztliche Weiterbildung hergestellt werden muss. Die Stellenerhöhung durch das TSVG musste auch im Rahmen der genannten Vereinbarungen vollzogen werden. Aus diesem Grund kommt die Stellenerhöhung erst jetzt zum Tragen.

Wie verhält sich die Förderung nach § 75a SGB V zu der 2013 eingeführten KVB-eigenen Förderung nach § 105 SGB V?

Der § 105 SGB V bietet den Kassenärztlichen Vereinigungen die generelle Grundlage zur Ausgestaltung von Sicherstellungsmaßnahmen. Wir haben unter anderem auf dieser Basis eine hauseigene Förderung für die fachärztliche Weiterbildung geschaffen. Sie ist allerdings an bestimmte Umstände der Versorgungssituation gebunden, jedoch fachgruppenunspezifisch.

Der § 75a SGB V schafft dagegen eine spezielle Förderung hausärztlicher und fachärztlicher Weiterbildungen. Sie ist höher, da sie sowohl von den Krankenkassen als auch von der Kassenärztlichen Vereinigung finanziert wird, und richtet sich im fachärztlichen Bereich an ausgewählte Arztgruppen.

Welche Arztgruppen dies aktuell sind finden Sie unter hier auf der Website (siehe oben).

Bitte beachten Sie, dass eine parallele Förderung von ein und demselben Weiterbildungsabschnitt nach der KVB-eigenen Förderung (§ 105 SGB V) und nach § 75a SGB V ausgeschlossen ist!

Welche Fachgruppen können gefördert werden?

Die Feststellung der Förderfähigkeit von Arztgruppen erfolgt auf regionaler Ebene gemeinsam und einheitlich durch die Kassenärztliche Vereinigung und die Landesverbände der Krankenkassen und die Ersatzkassen. Dabei können nur Facharztweiterbildungen mit fakultativer ambulanter Weiterbildungszeit von mindestens 24 Monaten berücksichtigt werden. Die Feststellung der Förderfähigkeit erfolgt anhand von regionalen Kriterien, wie zum Beispiel festgestellte (drohende) Unterversorgung oder die Altersstruktur der Arztgruppe.

Bitte beachten Sie: Die fakultative Weiterbildungszeit von mindestens 24 Monaten in der ambulanten Versorgung sowie (drohende) Unterversorgung sind Fördervoraussetzungen, die sich auf die Arztgruppe beziehen, jedoch auf Praxisebene keine Bedeutung haben! Wenn Sie wissen möchten, ob Ihre Praxis eine Förderung erhalten kann, beachten Sie bitte den Punkt „Was sind die Fördervoraussetzungen?“

Von den bundesweit vorgesehenen maximal 2.000 Stellen entfallen 313,96 Stellen (Vollzeitäquivalente) auf Bayern. Mit den Landesverbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen wurde vereinbart, dass folgende Arztgruppen (im Sinne der Bedarfsplanung) bzw. Facharztbezeichnungen grundsätzlich förderfähig sind:

  • Augenärzte
  • Frauenärzte
  • Kinderärzte
  • HNO-Ärzte
  • Hautärzte
  • Kinder- und Jugendpsychiater (KJPP)
  • Chirurgen (Allgemeine Chirurgie, Kinderchirurgie)
  • Nervenärzte
  • Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Für jede Arztgruppe wird die Anzahl der geförderten Stellen quotiert. Die Quoten je Fachgruppe und die im aktuellen Ausschreibungszeitraum tatsächlich verfügbaren Stellen finden Sie unter „Wie viele Stellen sind aktuell verfügbar?“.

 

Wie viele Stellen sind aktuell verfügbar?

Für jede Arztgruppe wird die Anzahl der geförderten Stellen quotiert. Die Quotierung berücksichtigt dabei sowohl den aktuell ausgewiesenen Bedarf (Zulassungsmöglichkeiten) als auch die Altersstruktur und Größe der jeweiligen Arztgruppe (Nachbesetzungsbedarf). Zur Aufrundung des letzten verfügbaren Förderplatzes eines ausgeschöpften Stellenkontingents auf den vollen beantragten Umfang dient ein Stellenpool von 10,0 Stellen. Der Stellenpool dient dazu, die Vergabe der Förderstellen über alle förderfähigen Arztgruppen zu optimieren und wird bei Nichtgebrauch gemäß der den Fachgruppen grundsätzlich zustehenden Quoten auf diese aufgeteilt. Wichtig: Die Quote der Förderplätze pro Fachgruppe sagt nichts über die tatsächliche Verfügbarkeit freier Förderplätze innerhalb einer Ausschreibung aus.

Hinweis: Die durch die Stellenerhöhung nach dem TSVG erhöhten Quoten werden möglicherweise keine exakte Verdopplung der bisherigen Quoten für die Fachgruppen darstellen. Grund hierfür ist, dass die Datengrundlage zur Berechnung der Quoten turnusmäßig entsprechend der Zulassungsmöglichkeiten, Größe und Altersstruktur der Fachgruppe angepasst werden, wodurch sich Verschiebungen ergeben können.

Die Feststellung der Förderfähigkeit wird zum 31. März eines Kalenderjahres von der KVB und den Landesverbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen überprüft. Entsprechend können zu diesen Zeitpunkten neue Fachgruppen hinzukommen oder bisherige wegfallen.

Der nächste Ausschreibungszeitraum findet von 1. Oktober 2019 bis einschließlich 26. November 2019 statt.

Augenärzte (neue Quote 45,30) - 26,66 freie Stellen verfügbar.
Kinder- und Jugendärzte (neue Quote 61,42) - 27,11 freie Stellen verfügbar.
Frauenärzte (neue Quote 64,36)  - 38,09 freie Stellen verfügbar.
HNO-Ärzte (neue Quote 28,21) - 17,58 freie Stellen verfügbar.
Hautärzte (neue Quote 22,91) - 13,21 freie Stellen verfügbar.
Kinder- und Jugendpsychiater (neue Quote 7,42) - 3,12 freie Stellen verfügbar.
FA für Allgemeinchirurgie und FA für Kinderchirurgie (neue Quote 8,00) - 6,50 freie Stellen verfügbar.
FA für Psychiatrie und Psychotherapie und FA für Neurologie (neue Quote 56,36) - 39,01 freie Stellen verfügbar.
FA für psychosomatische Medizin und Psychotherapieneue (Quote 10,00) - 4,30 freie Stellen verfügbar.

Stellenpool (neue Quote 10,00) - 10,00 freie Stellen verfügbar.

Sollten im Laufe des Ausschreibungszeitraums Förderstellen ausgeschriebener Arztgruppen, die gegenwärtig vergeben sind, frei werden, werden diese ebenfalls im Rahmen der aktuellen Ausschreibung vergeben.

Was sind die Fördervoraussetzungen?

Sie benötigen zuerst eine Genehmigung zur Beschäftigung Ihres Weiterbildungsassistenten. Den entsprechenden Antrag finden Sie während des Ausschreibungszeitraums (1. Oktober bis einschließlich 26. November 2019) unter www.kvb.de / Nachwuchs / Weiterbildung. Zum Zeitpunkt der Antragstellung auf Förderung muss der KVB mindestens schon der Antrag auf Beschäftigung eines Weiterbildungsassistenten vorliegen!

Der im Rahmen der Förderung beantragte Weiterbildungsabschnitt muss der jeweiligen Weiterbildungsordnung genügen. Hierfür fordert die KVB bei der Landesärztekammer eine entsprechende Bescheinigung an.

Weiterbildungen, die in einer der förderfähigen Fachgruppen erfolgen, sind förderfähig, wenn die weiterbildende Praxis gemäß der Vorgaben auf Bundesebene „überwiegend konservativ und nicht spezialisiert tätig ist“. Praxen, in denen im überwiegenden Teil der abgerechneten Fälle die Pauschale für die fachärztliche Grundversorgung (PFG) angesetzt wird (Kinder- und Jugendärzte: Fälle ohne Facharzt-Kennzeichnung) erfüllen dieses Kriterium. Dies wird von uns im Rahmen der Antragsbearbeitung gleichförmig und objektiv anhand der in den letzten vier verfügbaren Quartalen in der Praxis abgerechneten Fälle überprüft.

Besonnderheit bei fachärzten für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie: Eine überwiegend konservative Tätigkeit wird im Falle von Praxen von Fachärzten für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie dann angenommen, wenn die Praxis in über 50 Prozent der Fälle eine Leistung aus Kapitel 22.2 (Psychosomatisch und psychotherapeutisch-medizinische Grundpauschalen) und zusätzlich in über 50 Prozent der Fälle eine Leistung aus Kapitel 35.2 (Antragspflichtige Leistungen gemäß den Psychotherapie-Richtlinien) abgerechnet hat. Auch hier werden dabei immer die letzten vier verfügbaren Abrechnungsquartale betrachtet.

Zudem beträgt die Mindestdauer des ambulanten Weiterbildungsabschnitts grundsätzlich zwölf zusammenhängende Monate.

Bitte beachten Sie: Bei einem bereits begonnen ambulanten Weiterbildungsabschnitt sind die verbleibenden Monate weiterhin förderfähig, sofern der gesamte Abschnitt gemäß der Weiterbildungsordnung anerkennungsfähig ist.

Die weiteren Fördervoraussetzungen entnehmen Sie bitte dem Antrag auf Förderung einer fachärztlichen Weiterbildung in Praxen niedergelassener Vertragsärzte nach §75a SGB V.

Darüber hinaus gilt, dass demselben Antragsteller (=der Praxisinhaber bzw. das MVZ oder auch die BAG als Arbeitgeber des Arztes in Weiterbildung) im selben Förderzeitraum eine Förderung entweder nur für ein vollzeitiges Beschäftigungsverhältnis eines Weiterbildungsassistenten oder für zwei Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse bewilligt werden kann. Konkret bedeutet dies, dass sich ein Antragsteller während eines Auswahlverfahrens nur um die Förderung einer Stelle in Vollzeit oder zweier Stellen in Teilzeit bewerben kann. Bereits bestehende Förderverhältnisse werden dabei nicht betrachtet.

Was bedeutet "überwiegend konservativ tätig" als Fördervoraussetzung?

Gemäß § 3 Abs. 5 der Vereinbarung der Förderung der Weiterbildung gemäß § 75a SGB V unterliegt die Förderung in den ausgewählten Fachgebieten der Voraussetzung, dass die beantragende Praxis überwiegend konservativ und nicht spezialisiert tätig ist. Eine entsprechende Prüfung durch die KVB erfolgt auf Basis der Abrechnungsdaten.

Eine Praxis gilt als überwiegend konservativ und nicht spezialisiert tätig, wenn mehr als 50% der von ihr abgerechneten Fälle der Grundversorgung zuzurechnen sind; Anknüpfungspunkt hierfür ist bei den Kinder- und Jugendmedizinern die Abrechnung der Versichertenpauschalen, die nicht als fachärztlich gekennzeichnet sind, sowie bei den übrigen Fachgruppen die Abrechnung der Pauschale für die fachärztliche Grundversorgung (PFG) innerhalb der letzten vier Abrechnungsquartale.

Eine überwiegend konservative Tätigkeit wird im Falle von Praxen von Fachärzten für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie dann angenommen, wenn die Praxis in über 50 Prozent der Fälle eine Leistung aus Kapitel 22.2 (Psychosomatisch und psychotherapeutisch-medizinische Grundpauschalen) und zusätzlich in über 50 Prozent der Fälle eine Leistung aus Kapitel 35.2 (Antragspflichtige Leistungen gemäß den Psychotherapie-Richtlinien) abgerechnet hat. Auch hier werden dabei immer die letzten vier verfügbaren Abrechnungsquartale betrachtet.

Brauche ich eine 24-monatige Weiterbildungsbefugnis oder muss ich in einem (drohend) unterversorgten Gebiet ansässig sein?

Nein, auch Befugnisse mit einem geringeren Umfang sind möglich. Es gibt auch keine geografische Einschränkung für den Praxisstandort innerhalb Bayerns. Allerdings werden im Falle eines Auswahlverfahrens Praxen in (drohend) unterversorgten oder ländlichen Gebieten bevorzugt. Siehe dazu auch den Punkt „Was sind die Fördervoraussetzungen?“.

Werden auch Schwerpunktweiterbildungen oder Zusatzweiterbildungen gefördert?

Die Förderung bezieht sich ausschließlich auf Weiterbildungen zur Erlangung einer Facharztbezeichnung der förderfähigen Arztgruppen. Schwerpunkt- und Zusatzweiterbildungen können nicht Fördergegenstand sein.

Durch wen muss die Förderung beantragt werden?

Die Förderung wird auf Antrag des Praxisinhabers gewährt, der in seiner Praxis eine Stelle zur Weiterbildung in einer der förderfähigen Fachgruppen anbietet und die Besetzung dieser Stelle nachweisen kann. Ein MVZ, bei dem der Arzt in Weiterbildung angestellt ist, kann ebenfalls Antragsteller sein.

Bitte beachten Sie, dass demselben Antragsteller (=der Praxisinhaber bzw. das MVZ oder auch die BAG als Arbeitgeber des Arztes in Weiterbildung) im selben Förderzeitraum eine Förderung entweder nur für ein vollzeitiges Beschäftigungsverhältnis eines Weiterbildungsassistenten oder für zwei Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse bewilligt werden kann. Konkret bedeutet dies, dass sich ein Antragsteller während eines Auswahlverfahrens nur um die Förderung einer Stelle in Vollzeit oder zweier Stellen in Teilzeit bewerben kann. Bereits bestehende Förderverhältnisse werden dabei nicht betrachtet.

Welche Unterlagen muss ich zur Beantragung einer Förderung einreichen?

Auf Basis der Bundesvorgaben werden verschiedene Nachweise gefordert. In unserem Antrag auf Förderung einer fachärztlichen Weiterbildung nach § 75a SGB V erbringen Sie diese Nachweise per Selbsterklärung. Das bedeutet, dass Sie außer dem Antrag keine weiteren Unterlagen einreichen müssen. Es kann jedoch sein, dass im Einzelfall die Nachweise nachgereicht werden müssen. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie Ihren Antrag mit genug zeitlichem Abstand zum Ausschreibungsende einreichen und alle Nachweise kurzfristig verfügbar haben.

Bitte beachten Sie: Im Falle, dass die Anzahl der grundsätzlich förderfähigen Antragsteller das jeweilige Stellenkontingent übersteigt, wird ein Auswahlverfahren durchgeführt. Nur Anträge, die vor Ablauf des Ausschreibungszeitraums (1. Oktober bis einschließlich 26. November 2019) vollständig bei uns vorliegen, können für die Vergabe der Förderstellen berücksichtigt werden (unabhängig von der Durchführung eines Auswahlverfahrens)!

Hierbei gilt ein Antrag als vollständig, wenn das entsprechende  Antragsformular vollständig ausgefüllt und inkl. aller Anhänge und ggf. weiterer geforderter Nachweise eingereicht wird. Bitte achten Sie auf die Verwendung des richtigen Antragsformulars "Förderung fachärztliche Weiterbildung nach § 75a SGB V" des jeweiligen Ausschreibungszeitraums.

Wo und wann kann die Förderung beantragt werden?

Ein Antrag auf Förderung ist schriftlich anhand des von der KVB bereitgestellten Formulars bei der KVB einzureichen. Die Beantragung der Förderung ist nur im jeweiligen Ausschreibungszeitraum (aktuell: 1. Oktober bis einschließlich 26. November 2019) möglich. Der Förderantrag sowie weitere Informationen zur Aufteilung des Förderkontingents werden rechtzeitig zur Ausschreibung (ab 1. Oktober 2019, 09 Uhr) online verfügbar sein.

Bitte senden Sie Ihre Antragsunterlagen an:

Kassenärztliche Vereinigung Bayerns
Sicherstellung
Elsenheimerstraße 39

80687 München

Wichtig: Bitte beachten Sie, dass nur vollständig innerhalb des Ausschreibungszeitraumes eingegangene Anträge berücksichtigt werden! Hierbei gilt ein Antrag als vollständig, wenn das vollständig ausgefüllte Antragsformular inkl. aller Anhänge und der ggf. weiterführenden geforderten Nachweise eingereicht wird.

Nutzen Sie deshalb die im Antrag enthaltene Checkliste der notwendigen Unterlagen und reichen Sie ihren Förderantrag früh genug ein um auf mögliche Nachforderungen von Unterlagen innerhalb des Ausschreibungszeitraums reagieren zu können!

Wie lange im Voraus kann ich eine Förderung beantragen?

Eine Förderung kann maximal sechs Monate im Voraus beantragt werden. Ausschlaggebend ist der letzte Tag des Ausschreibungszeitraums.

Eine Warteliste ist nicht möglich, es besteht kein Rechtsanspruch auf Gewährung der Förderung.

Ist eine rückwirkende Förderung möglich?

Eine rückwirkende Förderung ist maximal bis zum Monatsersten des Eingangs des Förderantrags möglich. Voraussetzung dafür ist, dass der beantragte Förderbeginn der Monatserste ist und zu diesem Zeitpunkt bereits alle Fördervoraussetzungen (dies schließt die Genehmigung des Weiterbildungsassistenten mit ein) erfüllt sind. Eine Förderung im Rahmen der KVB-Förderung nach § 105 SGB V ist parallel nicht möglich. Es kann jedoch nahtlos umgestiegen werden, ausbezahlte Förderbeträge werden in einem solchen Fall ggf. verrechnet.

Der Zeitraum vom beantragten Förderbeginn bis zur Bewilligung des Antrags ist ebenfalls durch die Förderung abgedeckt.

Was ist, wenn ich bereits die KVB-eigene Förderung erhalte? Kann oder muss ich umsteigen?

Wenn Sie bereits an unserer hauseigenen Förderung teilnehmen und zu einer der nach § 75a SGB V förderfähigen Fachgruppen gehören, können Sie die bereits laufende Förderung weiter fortführen. Falls Sie alle Voraussetzung für eine Förderung nach § 75a SGB V erfüllen, besteht eventuell die Möglichkeit, auf Antrag in diese zu wechseln. Bitte beachten Sie, dass eine parallele Inanspruchnahme der KVB-eigenen Weiterbildungsförderung (§ 105 SGB V)  und der Weiterbildungsförderung nach § 75a SGB V für ein und denselben Weiterbildungsabschnitt ausgeschlossen ist!

Wie hoch ist die Förderung?

Die Höhe des Förderbetrages beträgt 4.800 Euro auf Basis einer 40-Stunden Woche. Die anstellende Praxis bzw. das anstellende MVZ ist verpflichtet den Förderbetrag dem Weiterbildungsassistenten ohne Abzüge weiterzuleiten.  Er ist als laufender Arbeitslohn, der von dritter Seite gezahlt wird, zu betrachten und unterliegt somit dem Einkommensteuergesetz. Soweit die von uns gezahlte Förderung im konkreten Fall die im Krankenhaus übliche Vergütung unterschreitet, ist der an den Weiterbildungsassistenten weiterzuleitende Förderbetrag von der anstellenden Praxis bzw. vom anstellenden MVZ auf das Niveau der im Krankenhaus üblichen Vergütung anzuheben und in dieser Höhe vollständig an den/die Weiterbildungsassistenten/-in auszuzahlen.

Bitte lesen Sie dazu unser umfangreiches Infoblatt zum Anhebungsbetrag (siehe graue Box rechts).

Welche Mehrkosten entstehen der anstellenden Praxis bzw. dem anstellenden MVZ?

Die anstellende Praxis bzw. das anstellende MVZ ist verpflichtet die Förderung von 4.800 Euro im Monat ohne Abzüge an den Weiterbildungsassistenten weiterzuleiten. Mehrkosten entstehen – abgesehen von den zu zahlenden Lohnnebenkosten – nur, wenn die von uns gezahlte Förderung im konkreten Fall die im Krankenhaus übliche Vergütung unterschreitet. In diesem Fall ist der an den Weiterbildungsassistenten weiterzuleitende Förderbetrag von der anstellenden Praxis bzw. vom anstellenden MVZ auf das Niveau der im Krankenhaus üblichen Vergütung anzuheben und in dieser Höhe vollständig an den/die Weiterbildungsassistenten/-in auszuzahlen. Als Orientierung dient hier der Tarifvertrag Ärzte des Verbands Kommunaler Arbeitgeber.

Bitte beachten Sie, dass sich unabhängig von einem ggf. zu leistenden Anhebungsbetrag die Lohnnebenkosten durch die Förderung erhöhen. Dies ist ebenfalls von der anstellenden Praxis bzw. dem anstellenden MVZ zu tragen.

Bitte lesen Sie dazu unser umfangreiches Infoblatt zum Anhebungsbetrag (siehe graue Box rechts).

Sind auch Teilzeitstellen förderfähig?

Ja, Teilzeitstellen sind förderfähig, sofern die Weiterbildungsordnung diese anerkennt und diese mindestens zwölf Wochen-Arbeitsstunden umfassen. Zudem müssen alle weiteren Fördervoraussetzungen (s.o.) erfüllt sein.

Sind auch Weiterbildungsabschnitte von weniger als 12 Monaten förderfähig?

Grundsätzlich muss das Weiterbildungsverhältnis in der Praxis mindestens 12 Monate betragen. In Ausnahmefällen sind jedoch auch kürzere Weiterbildungsabschnitte möglich. Dies kann z.B. sein, wenn ein Arzt in Weiterbildung zur Ableistung der noch erforderlichen Weiterbildungszeit weniger als 12 Monate benötigt. Auch andere Gründe sind nicht absolut ausgeschlossen, sondern werden im Einzelfall geprüft. Auf jeden Fall muss jedoch die weiterbildungsrechtliche Anerkennungsfähigkeit gegeben sein. Ein Feld zur Erläuterung Ihrer Gründe ist im Antragsformular vorgesehen.

Was passiert, wenn sich mehr Antragsteller bewerben als Stellen verfügbar sind?

Wenn die Anzahl der Anträge die Summe der verfügbaren (Rest-) Stellen für eine Arztgruppe überschreitet, führen wir ein Auswahlverfahren durch. Dieses erfolgt gleichförmig nach festgelegten objektiven und sachlichen Kriterien und im Rahmen einer pflichtgemäßen Ermessensausübung.

  • Die Weiterbildungsstätte (WBS) befindet sich in einem Planungsbereich mit festgestellter (drohender) Unterversorgung.
  • Die WBS befindet sich in einem Planungsbereich mit festgestelltem zusätzlichen lokalen Versorgungsbedarf.
  • Versorgungsgrad: WBS in Planungsbereichen mit niedrigem Versorgungsgrad werden bevorzugt.
  • Die WBS liegt in einer Gemeinde mit weniger als 20.000 Einwohnern.
  • Die WBS liegt in einem Planungsbereich, der an einen (drohend) unterversorgten Planungsbereich angrenzt.
  • Der Arzt in Weiterbildung befindet sich bereits im ambulanten Weiterbildungsabschnitt.
  • Die verpflichtend im Krankenhaus zu leistenden Weiterbildungsabschnitte sind bereits absolviert.
  • Die Weiterbildung findet in einem Weiterbildungsverbund aus Vertragsarztpraxen und Krankenhäusern statt.
  • Der Beginn des ambulanten Abschnitts der Weiterbildung ist zeitnah zur Antragstellung.
  • Der Zeitpunkt, an dem der Antrag vollständig vorliegt.

Die Kriterien zur Durchführung des Auswahlverfahrens werden mit einem Punktesystem gewichtet. Dabei wird den Kriterien, die Gesichtspunkte der Versorgungssteuerung abbilden (Unterversorgung/drohende Unterversorgung, Versorgungsgrad) die höchste Gewichtung zugeordnett, die übrigen der oben genannten Kriterien sind in absteigender Reihenfolge priorisiert.

Kann ich eine Verlängerung der Förderung beantragen?

Eine Verlängerung der Förderung ist grundsätzlich nicht möglich. Unter besonderen Umständen kann jedoch eine Verlängerung bewilligt werden, zum Beispiel, wenn die Weiterbildung aufgrund eines Beschäftigungsverbotes wegen bestehender Schwangerschaft, Mutterschutz, Elternzeit, Pflege von nahen Angehörigen oder schwerer Krankheit unterbrochen wird. Die Unterbrechung darf nicht mehr als sechs Monate betragen (dies gilt jedoch zuzüglich der Zeit des Beschäftigungsverbots und gesetzlichen Mutterschutzes). Weitere Ausnahmetatbestände sind auf Basis einer Einzelfallprüfung ggf. möglich (zum Beispiel bei Erweiterung der Weiterbildungsbefugnis).

Wann gibt es wieder eine Ausschreibung?

Der sechste Ausschreibungszeitraum findet von 1. Oktober 2019 bis einschließlich 26. November 2019 statt, das Antragsformular wird rechtzeitig zum Start der Ausschreibung um 09:00 Uhr online verfügbar sein.

Die in diesem Ausschreibungszeitraum verfügbaren Stellen finden Sie unter "Wie viele Stellen sind aktuell verfügbar?"

Die nächste Ausschreibung wird voraussichtlich im Frühjahr 2020 stattfinden. Alle Fachgruppen, für die zu diesem Zeitpunkt freie Stellen vorhanden sind, werden von uns mit entsprechendem Vorlauf informiert.

Hinweis: Den Fragen-/Antwortenkatalog zur Förderung nach § 75a SGB V gibt es auch als PDF-Datei (siehe rechts oben unter "Dokumente") zum Download.

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Der Zugang zum Mitgliederportal ist über KV-Ident Plus, KV-SafeNet oder die Telematikinfrastruktur (TI) möglich.

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