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Heilmittel

Heilmittel, Physiotherapie, Foto: iStockphoto.com/Philartphace

Heilmittel sind persönlich zu erbringende, ärztlich verordnete medizinische Leistungen. Darunter fallen Maßnahmen der Podologie, Physikalischen Therapie, Logopädie und Ergotherapie.

Änderungen zum 1. Januar 2017

Besonderer Verordnungsbedarf und langfristiger Heilmittelbedarf

Langfristiger Heilmittelbedarf: Erkrankungen des Lymphsystems

Aufgrund einer Überarbeitung bzw. tiefergehenden Differenzierung der ICD-10s bei Lymphödemen wurden einige Diagnosen, bei denen der Gemeinsame Bundesausschuss von vornherein von einem langfristigen Heilmittelbedarf ausgeht, in die Anlage 2 der Heilmittel-Richtlinie übernommen.

Langfristiger Heilmittelbedarf: Erkrankungen des Lymphsystems


Heilmittel - Neuerungen zum 1. Januar 2017 (besonderer Verordnungsbedarf und langfristiger Heilmittelbedarf)

Ergänzung/Änderung (siehe Seite 2): Bei den Krankenkassen, die auf eine generelle Genehmigung aller Verordnungen außerhalb des Regelfalls bestehen, gilt das Genehmigungsverfahren auch für den besonderen Verordnungsbedarf.

FAQ zum Besonderen Verordnungsbedarf und langfristigem Heilmittelbedarf

Weitere Änderungen der Heilmittel-Richtlinie zum 1. Januar 2017

Neben den Regelungen zum langfristigen Heilmittelbedarf wurden kleinere inhaltliche Änderungen umgesetzt.

  • So ist zukünftig unter den Indikationsschlüsseln LY2 und LY3 Manuelle Lymphdrainage als 30-Minuten-Einheit (MLD 30) verordnungsfähig. Bis dato konnte nur entweder MLD 45 oder MLD 60 verordnet werden. Dabei mussten jedoch mindestens zwei Extremitäten betroffen sein. Damit künftig auch bei länger dauerndem Behandlungsbedarf die Verordnung von Lymphdrainage bei Betroffenheit von nur einer Extremität möglich ist, wurde das Heilmittel MLD 30 bei den Indikationsschlüsseln LY2 und LY3 ergänzt.
  • Aus Gründen der Klarstellung wurde der Verweis auf den Fristbeginn gestrichen, da er in der Praxis dazu führen könnte, dass die Behandlung bei genehmigungspflichtigen Verordnungen erst nach Vorlage der Genehmigung durch die Krankenkasse begonnen wird. Jedoch ist in § 8 Abs. 4 Satz 2 reguliert, dass die Krankenkasse, auch bei genehmigungspflichtigen Verordnungen bis zum Zugang einer Entscheidung über die Ablehnung der Genehmigung, die Kosten der Behandlung übernimmt. Folglich ist aufgrund der Kostenzusage durch die Krankenkasse, die Behandlung auch bei genehmigungspflichtigen Verordnungen innerhalb von 14 Tagen aufzunehmen, damit keine unnötige Unterbrechung der notwendigen Heilmittelbehandlung entsteht und somit die Versorgung der Patientin bzw. des Patienten sichergestellt ist.
  • Die derzeitige Formulierung „einschließlich“ hat in der Praxis dazu geführt, dass eine ggf. erforderliche Kompressionsbandagierung teilweise innerhalb und somit zu Lasten der 30-, 45- oder 60-minütigen Behandlungszeit mit Manueller Lymphdrainage erbracht wird. Mit der Änderung wird klargestellt, dass eine Kompressionsbandagierung im Anschluss an die 30-, 45- oder 60-minütige Lymphdrainage zu erfolgen hat und nicht bereits in der Behandlungszeit an der Patientin oder am Patienten eingeschlossen ist.

Über diese inhaltlichen Anpassungen hinaus sind zusätzliche kleinere, insbesondere redaktionelle Anpassungen an der Richtlinie (§§ 19, 28, Heilmittelkatalog) vorgenommen worden. Sie können dem Beschluss und den Tragenden Gründen entnommen werden. Diese werden auf der Internetseite des G-BA veröffentlicht.

Zertifizierte Heilmittelverordnungssoftware ist Pflicht

Seit 1. April 2017 müssen bundesweit alle Ärzte, die Heilmittel mittels Praxis- software verordnen, eine von der KBV zertifizierte Heilmittelverordnungssoftware nutzen. Wer aufgrund geringer Heilmittelverordnungen die Vordrucke per Hand ausfüllt, kann dies auch weiterhin tun.

Zertifizierte Heilmittelverordnungssoftware ab 1. April 2017 verpflichtend!

Vorteile der zertifizierten Heilmittelverordnungssoftware

  • Alle heilmittelspezifischen Informationen sind elektronisch hinterlegt und schnell verfügbar.
  • Es wird verbindlich angezeigt, wenn die Verordnung einen besonderen Verordnungsbedarf oder langfristigen Heilmittelbedarf begründet.
  • Die Software unterstützt das korrekte Ausstellen der Verordnungen und weist auf Fehler hin. Fehlerfreie Heilmittelverordnungen bedeuten weniger Nach- und Rückfragen von Therapeuten in der Praxis.
  • Durch die Praxisverwaltungssysteme sind alle Informationen immer auf dem aktuellen Stand.
  • Ob Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie oder Podologie, die Software unterstützt die Verordnung sämtlicher Heilmittel.
  • Die KBV ist eine anerkannte und verlässliche Zertifizierungsstelle für Softwareprodukte im vertragsärztlichen Bereich, von ihr werden unter anderem auch die Abrechnungssoftware und die Arzneimittelverordnungssoftware zertifiziert.

Ob ein Softwareprodukt für die Heilmittelverordnung zertifiziert ist, können Sie den Zulassungslisten der KBV für Praxisverwaltungssysteme entnehmen.

zu den Zulassungslisten

Neue Heilmittel-Vordrucke ohne Übergangsfrist

Um die Identifikation der besonderen Verordnungsbedarfe im Vorfeld einer Wirtschaftlichkeitsprüfung eindeutig sicherzustellen, wurde zum 1. Januar 2017 ein zweites elektronisch lesbares ICD-10-Feld auf die Verordnungsformulare aufgebracht.

Es besteht keine Verpflichtung, dieses zweite ICD-10-Feld zu befüllen. Der zweite ICD-10-Code ist lediglich erforderlich, um bestimmte besondere Verordnungsbedarfe (zum Beispiel postoperative Versorgung, Angabe einer Myelopathie oder Radikulopathie bei Bandscheibenschäden) geltend zu machen.

Ausfüllhilfen:

Ausfüllhilfe "Ergotherapie"

Ausfüllhilfe "Physikalische Therapie"

Ausfüllhilfe "Podologie"

Ausfüllhilfen "Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie"

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