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Verschlüsselung von Diagnosen mit ICD-10-GM

Die ICD-10 wird seit dem 1. Januar 2000 zur Verschlüsselung von Diagnosen in der ambulanten und stationären Versorgung (§§ 295 und 301 SGB V) eingesetzt, insbesondere für die Zwecke des pauschalierenden Entgeltsystems G-DRG (German Diagnosis Related Groups).

Für diese Zwecke wird die ICD-10-GM verwendet. GM bedeutet "German Modification". Diese spezielle Ausgabe der ICD-10 beruht auf der deutschsprachigen ICD-10-WHO-Ausgabe, wurde jedoch für die Zwecke des Sozialgesetzbuches V deutlich verändert.

Die ICD-10-GM besteht aus zwei Teilen:

  • Band 1 enthält das Systematische Verzeichnis, welches in Aufbau und Struktur der Vierstelligen Ausführlichen Systematik (VAS) der deutschsprachigen ICD-10-WHO-Ausgabe entspricht. Inhaltlich gibt es jedoch viele Unterschiede, die mit jeder neuen Version zunehmen.
  • Band 2 enthält das Alphabetische Verzeichnis zur ICD-10-GM mit einer umfangreichen Sammlung verschlüsselter Diagnosen aus dem Sprachgebrauch in der ambulanten und stationären Versorgung.

Die Regeln für die Verschlüsselung von Diagnosen in der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) sind in den Deutschen Kodierrichtlinien festgehalten, die nicht vom DIMDI, sondern von den Organen der Selbstverwaltung erstellt und gepflegt werden.

Kodierunterstützung (Software-Update ab 01.01.2022)

Durch ein Software-Update erhalten Praxen ab 1. Januar 2022 eine digitale Kodier-Unterstützung, die beim Verschlüsseln von Diagnosen helfen soll. Diese wird in das Praxisverwaltungssystem (PVS) eingebunden und steht Ärztinnen und Ärzten sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten direkt zur Verfügung. Bekannte Funktionen zum Kodieren wurden aktualisiert und neue Funktionen aufgenommen. Die Kodier-Unterstützung soll langes Suchen und Nachschlagen in Büchern oder im Internet nach komplexen Diagnosen vermeiden. Basis für die Regeln und Vorgaben bleibt weiterhin die ICD-10-GM.

Die Kodierunterstützung enthält:

  • Kodesuche (Suche kann fachgruppenspezifisch angepasst werden, sodass nur eine Auswahl von Kodes angezeigt wird)
  • Benutzungshinweise (Hinweise aus der ICD-¬10-¬GM, zum Beispiel zur Meldepflicht einer kodierten Krankheit nach dem Infektionsschutzgesetz)
  • Verschlüsselungsanleitung (Kodebezogene Hinweise oder Anzeige als Gesamtdokument möglich)

Neu hinzu gekommen:

  • Kodier-Check:
    Beim Kodier-Check prüft die Software mithilfe eines Kodier-Regelwerkes, ob der ausgewählte Kode zu den bereits vorhandenen Kodes des Patienten passt und macht ggfls. Korrekturvorschläge. Werden dabei Unstimmigkeiten festgestellt, erhält der Arzt einen Hinweis. Kodier-Check kann direkt beim Kodieren oder bei der Abrechnung durchgeführt werden. Die Funktion steht vorerst ausschließlich für die Diagnosebereiche bei Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes Mellitus und Bluthochdruck-Folgen zur Verfügung.
    Der Kodier-Check enthält sowohl obligate als auch wahlweise fakultative Regeln, die fakultativen können nach Wunsch deaktiviert werden. Die ärztliche Entscheidung behält weiterhin oberste Priorität.
  • Dauerdiagnosen:
    Hier handelt es sich um eine Funktion die Kennzeichnung eines Kodes als Dauerdiagnose prüft inwieweit dieser dafür geeignet ist. Werden Akutdiagnosen als Dauerdiagnosen gekennzeichnet erhält der Arzt einen Hinweis mit alternativen Kodiermöglichkeiten.
    Die Kennzeichnung kann als "Dauerdiagnose" und/oder als "anamnestische Diagnose" erfolgen.
  • Eine weitere neue Funktion ist der quartalsübergreifender Dauerdiagnosen-Check, zunächst für die zwei Diagnosenbereiche akuter Herzinfarkt und akuter Schlaganfall. Sie prüft, inwieweit diese Diagnosen dauerhaft über mehrere Quartale als akute Erkrankungen vorliegen. Die Nutzung ist freiwillig und kann individuell etwa im Rahmen der Abrechnung eingestellt werden, beispielhaft ob und welche Regeln zur quartalsübergreifenden Prüfung der Dauerdiagnosen zur Anwendung kommen sollen.

Hausarztthesaurus/Facharztthesauri

Die KVB unterstützt Sie mit fachgebietsbezogenen Unterlagen bei der Kodierung der Behandlungsdiagnosen entsprechend dem ICD 10, damit Sie ohne großen Aufwand die jeweilige Kodierung finden. [mehr]

Zi-Kodiermanuals

Die Entwicklung von Kodier-Manualen ist Teil eines Maßnahmenpakets des Zentralinstituts der Kassenärztlichen Versorgung (Zi), mit dem Ziel, die Kodier- und Datenqualität weiter zu unterstützen und letztlich die Darstellung der Morbidität zu verbessern.

Was ist ein Kodier-Manual?

Es handelt sich um eine Zusammenstellung von ICD-Codes mit Informationen zu einem bestimmten Krankheitsbild. Der Anstoß hierzu kam von niedergelassenen Ärzten und Mitgliedern der Arbeitsgruppen im Projekt Zi-Kodierhilfe. Es berücksichtigt auch Erfahrungen mit den Haus- und Facharzt-Thesauren. Das Manual bietet nicht nur die Kriterien für die Kodierung, sondern auch eine übersichtliche Darstellung von Kodierzusammenhängen.

An wen richtet sich ein Kodier-Manual?

Kodier-Manuale eignen sich für komplexere Fragestellungen, die nicht täglich vorliegen oder mangels Wissen falsch bzw. nicht in ausreichender Tiefe kodiert werden. Zwischenzeitlich liegen Kodiermanuale für folgende Erkrankungen vor:

Kodier-Manual HIV

Kodier-Manual Demenz

Kodier-Manual Infektanfälligkeit

Weitere Kodier-Manuale

Es werden Zug um Zug weitere Manuale für RSA-relevante Krankheiten erarbeitet. Vorgesehen sind kleine, übersichtliche Kodier-Manuale, in denen die Verschlüsselung spezifischer und komplexer Krankheitsbilder – beispielsweise in Form von Flussdiagrammen (Flow-Charts) – visualisiert wird.