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Leistungen – nichtärztliche Praxisassistenz

Abrechnung der nichtärztlichen Praxisassistenz, Foto: iStockphoto.com/4774344sean

Abrechnung delegierter Leistungen in der vertragsärztlichen Versorgung durch Hausärzte und Fachärzte.

Hausärzte (Genehmigungsantrag "Näpa I")

Seit 1. Januar 2015 haben Hausärzte die Möglichkeit, ärztlich angeordnete Hilfeleistungen in Abwesenheit des Hausarztes in der Häuslichkeit des Patienten, in Alten- oder Pflegeheimen oder in anderen beschützenden Einrichtungen durch qualifizierte nichtärztliche Praxisassistenten abzurechnen.

Voraussetzungen Abrechnungsgenehmigung "Näpa I" für Hausärzte

Voraussetzung ist eine Genehmigung der KVB, die sie erhalten können, wenn die nichtärztliche Praxisassistenz

  • für mindestens 20 Wochenstunden in der Praxis beschäftigt wird
  • und über einen qualifizierten Berufsabschluss gemäß Verordnung über die Berufsausbildung zur/zum Medizinischen Fachangestellten/Arzthelfer(in) oder gemäß dem Krankenpflegegesetz
  • und über eine nach dem qualifizierten Berufsabschluss mindestens dreijährige Berufserfahrung in einer hausärztlichen Praxis
  • und über die erforderliche Zusatzqualifikation gemäß § 7 Anlage 8 zum BMV-Ä verfügt.

Zusätzlich müssen zur Abrechnung der Gebührenordnungspositionen 03060 bis 03065 EBM noch die Voraussetzungen gemäß Präambel 3.2.1.2, Nr. 1 des EBM erfüllt werden, d. h. die notwendige durchschnittliche
Mindestanzahl an Behandlungsfällen muss durch die Praxis erreicht sein.

Dies sind bei voller Zulassung je Hausarzt und Einzelpraxis 700 Behandlungsfälle pro Quartal bzw. 120 Fälle bei Patienten, die älter als 75 Jahre sind; bei mehreren Hausärzten in der Praxis erhöht sich die Fallzahl um 521 bzw. 80 Fälle je weiterem Arzt mit vollem Tätigkeitsumfang. Sofern bei einem Arzt kein voller Tätigkeitsumfang vorliegt, ist die Mindestzahl von Behandlungsfällen gemäß Präambel 3.1 Nr. 10 und Nr. 11 des EBM entsprechend dem Tätigkeitsumfang anteilig zu ermitteln.

Da in vielen Praxen erst noch entsprechende Mitarbeiter ausgebildet werden müssen, haben KBV und Krankenkassen eine Übergangsregelung vereinbart, nach der Zuschläge bereits ab Ausbildungsbeginn abgerechnet werden können, sofern die Ausbildung bis zum 31. Dezember 2018 abgeschlossen sein wird. Die Genehmigung wird in dem Fall mit dem Nachweis erteilt, dass mit der Fortbildung bereits begonnen wurde. In diesen Fällen ist die Genehmigung bis zum voraussichtlichen Abschluss der Fortbildung zu befristen, längstens jedoch für vier Quartale (§ 8 Abs. 3 der Delegations-Vereinbarung).

Hausärzte (Genehmigungsantrag "Näpa II")

Seit 1. Juli 2016 besteht außerdem die Möglichkeit, ärztlich angeordnete Hilfeleistungen in Alten- oder Pflegeheimen oder in anderen beschützenden Einrichtungen durch qualifizierte nichtärztliche Praxisassistenten nach den GOP 38200 und 38205 EBM abzurechnen.

Voraussetzungen Abrechnungsgenehmigung "Näpa II" für Hausärzte

Voraussetzung ist eine Genehmigung der KVB, die sie erhalten können, wenn die nichtärztliche Praxisassistenz

  • für mindestens 20 Wochenstunden in der Praxis beschäftigt wird
  • und über einen qualifizierten Berufsabschluss gemäß Verordnung über die Berufsausbildung zur/zum Medizinischen Fachangestellten/Arzthelfer(in) oder gemäß dem Krankenpflegegesetz
  • und über eine nach dem qualifizierten Berufsabschluss mindestens dreijährige Berufserfahrung in einer haus- oder fachärztlichen Praxis (§ 6 der Delegations-Vereinbarung)
  • und über eine abgeschlossene Zusatzqualifikation gemäß § 7 Anlage 8 BMV-Ä verfügt
  • und 20 Hausbesuche zur Verrichtung medizinisch notwendiger delegierbarer Leistungen in Alten- oder Pflegeheimen oder in anderen beschützenden Einrichtungen bei einem Arzt begleitet hat

Fachärzte (Genehmigungsantrag "Näpa II")

Seit 1. Juli 2016 besteht für Fachärzte die Möglichkeit, ärztlich angeordnete Hilfeleistungen in Alten- oder Pflegeheimen oder in anderen beschützenden Einrichtungen durch qualifizierte nichtärztliche Praxisassistenten nach den GOP 38200 und 38205 EBM abzurechnen.

Außerdem besteht seit 1. Juli 2017 für Fachärzte die Möglichkeit, das Aufsuchen eines Patienten in der Häuslichkeit durch ihre qualifizierten nichtärztlichen Praxisassistenten nach den neuen GOP 38202 und 38207 EBM abzurechnen.

Voraussetzungen Abrechnungsgenehmigung "Näpa II" für Fachärzte

Voraussetzung ist eine Genehmigung der KVB, die sie erhalten können, wenn

  • die nichtärztliche Praxisassistenz für mindestens 20 Wochenstunden in der Praxis beschäftigt wird
  • und über einen qualifizierten Berufsabschluss gemäß Verordnung über die Berufsausbildung zur/zum Medizinischen Fachangestellten/Arzthelfer(in) oder gemäß dem Krankenpflegegesetz
  • und über eine nach dem qualifizierten Berufsabschluss mindestens dreijährige Berufserfahrung in einer haus- oder fachärztlichen Praxis (§ 6 der Delegations-Vereinbarung)
  • und über eine abgeschlossene Zusatzqualifikation gemäß § 7 Anlage 8 BMV-Ä verfügt
  • und 20 Hausbesuche zur Verrichtung medizinisch notwendiger delegierbarer Leistungen in Alten- oder Pflegeheimen oder in anderen beschützenden Einrichtungen bei einem Arzt begleitet hat

Die für den Erwerb der Zusatzqualifikation nachzuweisenden Fortbildungsmaßnahmen müssen eine theoretische Fortbildung zu den Themen Berufsbild, medizinische Kompetenz und Kommunikation/Dokumentation,
eine praktische Fortbildung in Form von Hausbesuchen und eine Fortbildung im Notfallmanagement umfassen.

NäPa-Qualifikationserfordernis

Wiederholung der Fortbildung Notfallmanagement

NäPa müssen alle drei Jahre eine Fortbildung in Notfallmanagement wiederholen, damit die Genehmigung zur Ausführung von angeordneten Hilfeleistungen durch nichtärztliches Praxispersonal sowie zur Abrechnung dieser delegierten Leistungen im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung gemäß Anlage 8 zum Bundesmantelvertrag-Ärzte (Delegations-Vereinbarung) aufrecht erhalten bleiben kann

Eine unterbliebene Auffrischung des Fortbildungskurses Notfallmanagement im Umfang von 20 Stunden (§ 7 Abs. 5 Satz 3 Anlage 8 BMV-Ä) alle drei Jahre führt in der Regel zu einem Widerruf der NäPa-Genehmigung. Die Drei-Jahres-Frist beginnt ab bestandener Ergänzungsprüfung zur NäPa.

Hinweis: Gemäß § 7 Abs. 6 der Anlage 8 zum BMV-Ä muss das Qualifikationsangebot von der Ärztekammer anerkannt sein. Hat der NäPa einen von der Ärztekammer aktuell nicht anerkannten Notfallrefresher-Kurs belegt, kann dies von der KVB nicht berücksichtigt werden.

Anerkannte Kurse

Das Institut für Hausärztliche Fortbildung im Deutschen Hausärzteverband (IhF) e. V. bietet einen VERAH/ NäPa-Notfallmanagement-Refresher im Umfang von 20 Stunden an, der von der Ärztekammer anerkannt und für die KVB zur Nachweisführung ausreichend ist. Zu Kursinhalten und Anbietern kann die KVB leider keine Auskünfte erteilen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an das IhF.

Kontakt:

02203 - 5756 3333

Sprechzeiten Mo- Fr: 10:00-12:00 Uhr, Mi: 14:00-16:00 Uhr

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Hinweis Kostenpauschale

Jeder in der Praxis tätige Hausarzt benötigt für Genehmigung eine Abrechnungsberechtigung (Anlagen A und B im Antrag).

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