Kontaktdaten der KVB

Mitgliederberatung

Finden Sie einen Ansprechpartner oder vereinbaren Sie einen Termin.

Ihre Berater helfen Ihnen bei Fragen zu

Abrechnung

Praxisführung

Verordnung

Vermittlungsbörsen

KVB-Börse

Online-Service für die Vermittlung von Praxen und Stellen in Bayern.


Bereitschaftsdienst

Vertretervermittlung

Diensttauschbörse(DPP)

Starterpaket / Grundwissen

Informationen, rechtliche Grundlagen und Antragsformulare, die für den Neubeginn bzw. eine veränderte Praxistätigkeit benötigt werden.

Starterpaket

Bereitschaftsdienst

Den Ärztlichen Bereitschaftsdienst erreichen Sie kostenfrei unter

116 117

Weitere Informationen zum Ärztlichen Bereitschaftsdienst in Ihrer Region

Bereitschaftsdienste

Bereitschaftspraxen

Patienten-Infoline

Ihr Kontakt für Fragen zur Gesundheitsversorgung in Bayern:

089 54546-40420

Mo-Do: 09:00-17:00 Uhr
Fr:         09:00-13:00 Uhr

E-Mail schreiben

Psychotherapieplatz-Vermittlung

Informationen zur Therapieplatzvermittlung für psychotherapeutische Behandlungen

mehr erfahren

Arzt-/Psychotherapeutensuche

Mitgliederportal

Heilmittel

Podologische Therapie

Die Podologische Therapie ist verordnungsfähig, wenn ein diabetisches Fußsyndrom mit Neuropathie und/oder Angiopathie ohne Hautdefekt (Wagner-Stadium 0, d. h. ohne Hautulkus) vorliegt. Ziel ist die Wiederherstellung, Verbesserung und Erhaltung der physi-ologischen Funktion der Haut und Zehennägel.

Die Behandlung von Hautdefekten und Entzündungen (Wagner Stadium 1-5) sowie von eingewachsenen Zehennägeln ist eine ärztliche Leistung, die nicht per Verordnung delegiert werden kann. Auch eine Spangenbehandlung (Orthonyxiespangen) ist eine ärztliche Leistung. Bitte stellen Sie ggf. einen Überweisungsschein zum Fachkollegen (z. B. Chirurgie, Dermatologie oder Orthopädie) aus, aber keinesfalls eine Verordnung auf Muster 13 oder 16! Liegt keine Diabetes-Erkrankung vor, scheidet die Verordnung einer podologischen Therapie von vornherein aus!

Die Podologische Therapie umfasst das verletzungsfreie Abtragen bzw. Entfernen von krankhaften Hornhautverdickungen, das Schneiden, Schleifen und Fräsen von krankhaft verdickten Zehennägeln sowie die Behandlung von Zehennägeln mit Tendenz zum Einwachsen.

Die Maßnahmen im Einzelnen:

  • Hornhautabtragung: Die Abtragung der verdickten Hornhaut dient der Vermeidung von drohenden Hautschädigungen wie Fissuren, Ulzera und Entzündungen durch spezifische Techniken der Schälung und des Schleifens der Haut unter Schonung der Keimschicht.
  • Nagelbearbeitung: Die Nagelbearbeitung dient der verletzungsfreien Beseitigung abnormer Nagelbildungen zur Vermeidung von drohenden Schäden an Nagelbett und Nagelwall durch spezifische Techniken wie Schneiden, Schleifen und/oder Fräsen.
  • Podologische Komplexbehandlung (Hornhautabtragung und Nagelbearbeitung): Die Podologische Komplexbehandlung dient der gleichzeitigen Hornhautabtragung und Nagelbearbeitung, sofern diese medizinisch erforderlich sind.
  • Eine geschlossene Fehlbeschwielung (Wagner-Stadium 0) an einem anderen Ort an einem Fuß mit bereits vorliegenden Hautdefekten und Entzündungen im Bereich Wagner-Stadium 1-5, welche einer Behandlung podologischer Maßnahmen bedarf, darf durch einen Podologen behandelt werden.

Ausstellen einer Verordnung

Neue Heilmittel-Vordrucke zum 1. Januar 2017 ohne Übergangsfrist

Neue Heilmittel-Vordrucke zum 1. Januar 2017 ohne Übergangsfrist

Um zukünftig die Identifikation der besonderen Verordnungsbedarfe im Vorfeld einer Wirtschaftlichkeitsprüfung eindeutig sicherzustellen, wird ein zweites elektronisch lesbares ICD-10-Feld auf die Verordnungsformulare aufgebracht. Es besteht keine Verpflichtung, dieses zweite ICD-10-Feld zu befüllen. Der zweite ICD-10-Code ist lediglich erforderlich, um bestimmte besondere Verordnungsbedarfe (z. B. postoperative Versorgung, Angabe einer Myelopathie oder Radikulopathie bei Bandscheibenschäden) geltend zu machen.

Die ergänzten Verordnungsformulare werden gleichzeitig mit den geänderten Regelungen zu den besonderen Verordnungsbedarfen zum 1. Januar 2017 eingeführt. Es gibt keine Übergangsfrist. Die alten Heilmittel-Vordruckmuster verlieren zum 31. Dezember 2016 ihre Gültigkeit.

Vom Kohlhammer-Verlag erhalten alle Praxen, die dort in den Jahren 2013 bis 2016 Muster 13, 14 oder 18 bezogen haben, Mitte Dezember 2016 ein Erstausstattungspaket mit den verwendeten Mustern. Nutzer der Blankoformularbedruckung erhalten keine Erstausstattung, da die Vordrucke von den Softwarefirmen zum 1. Januar 2017 aktualisiert werden.

Die KVB-Ausfüllhilfen werden an die neuen Vordruckmuster angepasst.

Verordnungsfähigkeit

Vor der Erstverordnung einer Podologischen Therapie ist eine Eingangsdiagnostik notwendig. Hierbei müssen Sie störungsbildabhängig die folgenden Maßnahmen durchführen, veranlassen oder zeitnah erhobene Fremdbefunde heranziehen:

  • Angiologischer Befund Als Hinweis auf das Vorliegen einer Angiopathie kann ein ABI (Ancle Brachial Index) < 0,9 gelten.
  • Neurologischer Befund Als Hinweis auf das Vorliegen einer Neuropathie können pathologische Befunde gelten, erhoben mit z. B. dem Semmes-Weinstein Mono-filament 5.07, der 128-Hz-Stimmgabel, dem pathologischen Reflexstatus (im Besonderen PSR und ASR) sowie der trockene Fuß als vegetatives Zeichen.
  • Dermatologischer Befund
  • Muskulo-skeletaler Befund des Fußes, festgestellt an Deformitäten ggf. als erstes Zeichen einer motorischen Neuropathie

Jede Folgeverordnung der Podologischen Therapie setzt eine erneute störungsbildabhängige Erhebung des aktuellen Fußbefundes voraus. Das Befundergebnis muss auf dem Verordnungsvordruck angegeben werden.

Das nachträgliche Ausstellen von Verordnungen ist unzulässig. Ein Befund ist grundsätzlich vor einer Verordnung zu erheben. Bitte achten Sie bei Wunschverordnungen darauf!

Verordnungsfähigkeit podologischer Therapie

"Ausfüllhilfe"

Die Vordrucke sind vom Vertragsarzt mit dem Arztstempel zu versehen und persönlich zu unterzeichnen, eingescannte Unterschriften sind unzulässig.

Ausfüllhilfe "Podologie"

ICD-10-GM

Seit 1. Juli 2014 ist immer der ICD-10-GM-Code anzugeben, und zwar "endstellig". Das bedeutet, dass der ICD-10-GM-Code einschließlich der letzten Stelle definiert werden muss (Beispiel:  G35.20, nicht nur G35.2- oder G35.-). Unterstützt das Praxisverwaltungssystem (PVS) die Eingabe beziehungsweise Auswahl der endstelligen Codes nicht, sollten Sie sich an ihren Softwareanbieter wenden.

Prüfpflicht

Leistungserbringer von Heilmitteln sind verpflichtet, alle Verordnungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit zu prüfen.

Heilmittelerbringer haben eine Prüfpflicht