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Qualitätssicherung

Programm zur Früherkennung von Darmkrebs

Am 1. Juli 2019 startete das Programm zur Früherkennung von Darmkrebs, das in der Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme (oKFE-RL) geregelt ist.

Bis zum 31. Dezember 2019 gelten die Dokumentationsvorgaben der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie (KFE-RL), die ab dem 1. Januar 2020 durch die Vorgaben der oKFE-RL abgelöst werden.

Anspruchsberechtigung und Einladungsverfahren

Anspruchsberechtigt zur Teilnahme am Früherkennungsprogramm sind gesetzlich versicherte Männer und Frauen ab dem Alter von 50 Jahren. Die Einladung zu den Maßnahmen der Früherkennung erfolgt mit Erreichen des Anspruchsalters 50, 55, 60, und 65 Jahren regelmäßig durch die Krankenkasse.

Die Einladung enthält geschlechtsspezifische Versicherteninformationen zum Nutzen und zu Risiken der Krebsfrüherkennungsuntersuchungen sowie zur Organisation und zum Ablauf des Programms.

Altersabhängige Untersuchungsangebote

Versicherte Frauen und Männer ab 50 Jahren haben einmalig Anspruch auf eine Beratung über die Maßnahmen sowie Ziel und Zweck des Früherkennungsprogrammes, die anhand der geschlechtsspezifischen Versicherteninformationen erfolgt. Versicherte Männer im Alter von 50 bis 54 Jahren können zwischen einem jährlichen Test auf occultes Blut im Stuhl (i-FOBT) und einer Koloskopie entscheiden. Versicherte Frauen in dieser Altersgruppe haben Anspruch auf einen jährlichen i-FOBT. Ab dem Alter von 55 Jahren können versicherte Frauen und Männer zwischen einem i-FOBT, der alle zwei Jahre durchgeführt wird und einer Koloskopie entscheiden.

Wird eine Koloskopie durchgeführt, besteht in den folgenden neun Kalenderjahren kein Anspruch auf eine Früherkennungsmaßnahme. Höchstens zwei Koloskopien können als Früherkennungsmethode durchgeführt werden. Eine Koloskopie ab dem Alter von 65 Jahren gilt als zweite Früherkennungskoloskopie.

Der i-FOBT unterliegt bestimmten Qualitätskriterien und kann nur mit einer Genehmigung gemäß der Qualitätssicherungsvereinbarung (QSV) Spezial-Labor durchgeführt und abgerechnet werden. Die KBV hat dazu klargestellt, dass die GOP 01738 ausschließlich für Laborärzte genehmigungsfähig ist.

Abklärungsdiagnostik

Nach einem positiven Ergebnis des iFOBT besteht für die Versicherten Anspruch auf Abklärungsdiagnostik in Form einer Koloskopie. Ist diese Koloskopie unauffällig, besteht erneuter Anspruch auf eine Früherkennungsmaßnahme nach Ablauf von neun Kalenderjahren.

Zur Durchführung und Abrechnung von koloskopischen Leistungen ist eine Genehmigung nach der QSV zur Koloskopie erforderlich.

Elektronische Dokumentation (vorübergend ausgesetzt)

Hinweis: Die Quartalsberichte der Labore zur Dokumentation des iFOBT werden für das Quartal 4/2019 letztmalig durchgeführt!

Die neue elektronische Dokumentation des präventiven iFOBT wird patientenbezogen in der Praxissoftware erfasst und enthält neben dem Testergebnis unter anderem auch Angaben zum verwendeten Test (Schwellenwert, Pharmazentralnummer). Die Dokumentationen werden dann an die KVB in ihrer Funktion als Datenannahmestelle übermittelt.

Die neue elektronische Dokumentation der Früherkennungskoloskopie unterscheidet sich inhaltlich von der bisherigen nur wenig. Neu ist beispielsweise, dass nun auch serratierte Adenome erfasst werden. Die bisherige Möglichkeit zur Dokumentation der Koloskopien besteht für die neue Dokumentation ab dem Jahr 2020 weiterhin. Die Dokumentationen werden dann an die KVB in ihrer Funktion als Datenannahmestelle übermittelt

Die elektronischen Dokumentationen sind nach § 11 Abs. 4 oKFE-RL Voraussetzung für die Abrechnung der Leistungen.

KVB-Mitteilungen zur Darmkrebsfrüherkennung

Qualitätssicherung: Quartalsberichte der Labore

Die den iFOBT durchführenden Labore sind verpflichtet, die Ergebnisse der von ihnen durchgeführten Tests in Quartalsberichten zusammenzustellen und mit der Quartalsabrechnung der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung zu übermitteln, vgl. § 39 Abs. 5 KFE-RL. Inhalt der Berichte sind insbesondere Angaben zu den verwendeten Tests wie Produktname, Reagenzcharge und Schwellenwerte sowie zur Gesamtzahl der untersuchten/positiven/nicht verwertbaren Proben. Die Quartalsberichte sind nach § 39 Abs. 6 KFE-RL Voraussetzung für die Abrechnung des iFOBT.

Die Quartalsberichte werden von den Kassenärztlichen Vereinigungen Einrichtungs-pseudonymisiert einer vom G-BA beauftragten Stelle zur Auswertung zur Verfügung gestellt. Bis der G-BA diese auswertende Stelle bestimmt, übernimmt während einer Interimsphase bis ca. Ende 2018 die KBV die Zusammenfassung der Ergebnisse und übermittelt diese an den G-BA.

Die Datenerhebung während der Interimsphase erfolgt über ein einheitliches Datenformular (Excel-Datei, siehe rechts oben). Das Formular ist durch Laborarztpraxen, die den iFOBT abgerechnet haben, ab 1. Januar 2018 quartalsweise, spätestens innerhalb von drei Wochen nach Ablauf des Quartals, an die KVB zu mailen.

Bitte beachten Sie:

  • Das Datenformular nur mit der Exceldatei einreichen, nicht als PDF
  • Die Spalte "Kürzel Laborarztpraxis" offen lassen, diese befüllt die KVB, indem sie nach Eingang des Formulars für die Laborarztpraxis ein Pseudonym vergibt.
  • Je Betriebsstätte ist ein Datenformular auszufüllen.
  • Die Datenlieferung für das 4. Quartal 2017 ist freiwillig. Wenn Daten geliefert werden, müssen diese bis zum 19. Januar 2018 bei der KVB eingehen.
  • Ab dem 1. Quartal 2018 ist die Datenlieferung verpflichtend. Die Daten für 1/2018 müssen bis zum 20. April 2018 bei der KVB eingehen.

Zugang zu Meine KVB

Der Zugang zum Mitgliederportal ist über KV-Ident Plus, KV-SafeNet oder die Telematikinfrastruktur (TI) möglich.

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