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QUALITÄTSSICHERUNG

Früherkennung von Zervixkarzinomen

Am 1. Januar 2020 startet das Programm zur Früherkennung von Zervixkarzinomen, welches in der Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme (oKFE-RL) geregelt ist. Die oKFE-RL-Regelungen zu diesem Krebsfrüherkennungsprogramm kommen ab 1. Januar 2020 zur Anwendung.

Bis zum 31. Dezember 2019 ist die aktuelle Fassung der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie (KFE-RL) für die Durchführung der Krebsfrüherkennungsmaßnahmen bei Frauen maßgebend.

Parallel zum Start des Früherkennungsprogramms treten zum 1. Januar 2020 auch die notwendig werdenden Änderungen der KFE-RL in Kraft.

Anspruchsberechtigung und Einladungsverfahren der Krankenkassen

Anspruchsberechtigt zur Teilnahme am organisierten Programm zur Früherkennung von Zervixkarzinomen sind gesetzlich krankenversicherte Frauen ab einem Alter von 20 Jahren. Gesetzlich krankenversicherte Frauen zwischen 20 und 65 Jahren erhalten von ihrer Krankenkasse - erstmals mit Erreichen des Anspruchsalters und anschließend regelmäßig in Intervallen von fünf Jahren - eine Einladung zur Teilnahme an diesem organisierten Krebsfrüherkennungsprogramm.

Dieser Einladung beigefügt sind altersspezifische Versicherteninformationen unter anderem zum Nutzen und zu den Risiken der Krebsfrüherkennungsuntersuchungen sowie Erläuterungen zur Organisation und zum Ablauf des Programms. Diese Versicherteninformationen entbinden jedoch nicht von der bestehenden persönlichen ärztlichen Aufklärungspflicht gegenüber der Patientin.

Die Untersuchungen, die Bestandteil des organisierten Programms zur Früherkennung von Zervixkarzinomen sind, können auch unabhängig von den Einladungen der Krankenkasse unter Beachtung des jeweils normativ vorgesehenen Leistungsumfangs und der jeweils geregelten Untersuchungsabstände ab dem Alter von 20 Jahren und zudem über das 65. Lebensjahr hinaus von den gesetzlich krankenversicherten Frauen in Anspruch genommen werden.

Altersabhängige Untersuchungsangebote

Im Alter von 20 bis 34 Jahren haben gesetzlich krankenversicherte Frauen 1 x pro Kalenderjahr Anspruch auf die Durchführung eines zytologiebasierten Zervixkarzinomscreenings, das aus einer klinischen Untersuchung und einer zytologischen Untersuchung (zytologiebasiertes Primärscreening), Befundmitteilung und Beratung besteht.

Gesetzlich krankenversicherte Frauen ab dem Alter von 35 Jahren haben im Abstand von 3 Kalenderjahren Anspruch auf ein kombiniertes Primärscreening, bestehend aus zytologischer Untersuchung und HPV-Test. Zusätzlich besteht 1 x pro Kalenderjahr Anspruch auf eine klinische Untersuchung (ohne Zytologie) mit Befundmitteilung und Beratung.

Die zytologischen Untersuchungen können sowohl mittels konventioneller Abstrich-Methode (Pap-Abstrich) als auch mittels Dünnschichtverfahren erfolgen. Für die Durchführung und Abrechnung von zytologischen Untersuchungen von Abstrichen der Zervix Uteri ist eine Genehmigung nach der Qualitätssicherungsvereinbarung (QSV) Zervix-Zytologie erforderlich. Zur Durchführung des HPV-Tests bedarf es einer Genehmigung zur Ausführung und Abrechnung dieser Leistung nach der QSV Speziallabor.

Abklärungsdiagnostik

Die Abklärung von auffälligen Befunden aus dem Primärscreening soll im Rahmen des organisierten Programmes zur Früherkennung von Zervixkarzinomen nach Algorithmen erfolgen. Von den Algorithmen kann in medizinisch begründeten Ausnahmefällen abgewichen werden. Die ärztliche Entscheidung im Einzelfall wird hierdurch nicht ersetzt.

Sofern die Abklärungsdiagnostik eine Abklärungskolposkopie erfordert, setzt die Durchführung und Abrechnung dieser Untersuchung eine Genehmigung nach der QSV Abklärungskolposkopie voraus. Die QSV Abklärungskolposkopie tritt am 1. Janaur 2020 in Kraft.

Elektronische Dokumentation

Die im Rahmen des Programmes zur Früherkennung von Zervixkarzinomen durchgeführten Untersuchungen müssen elektronisch dokumentiert werden. Die elektronische Dokumentation ist verschlüsselt an die KVB in ihrer in der oKFE-RL vorgesehenen Funktion als Datenannahmestelle mittels eines in der Praxissoftware einzurichtenden Dokumentationsmoduls zu übermitteln.

Hinweis: Die vollständige elektronische Dokumentation ist eine der Voraussetzungen für die Abrechnung der durchgeführten Früherkennungsuntersuchungen.

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Der Zugang zum Mitgliederportal ist über KV-Ident Plus, KV-SafeNet oder die Telematikinfrastruktur (TI) möglich.

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