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Zusatzvereinbarung

Multiple Sklerose

Die KVB hat gemeinsam mit allen Krankenkassen in Bayern die Fortführung der bestehenden Regelung zur Förderung der ambulanten Behandlung von Patienten mit Multipler Sklerose vereinbart. Die regionale Vereinbarung wird vorerst bis zum 31. Dezember 2020 mit kleinen Änderungen fortgeführt. Sie richtet sich an alle Fachärzte für Nervenheilkunde, Neurologie sowie Neurologie und Psychiatrie.

Die Verpflichtung zur elektronischen Dokumentation (eDoku) ist ab dem 1. Januar 2020 entfallen.

Ziele der Zusatzvereinbarung Multiple Sklerose:

  • Förderung der Qualität bei der ambulanten Behandlung von Multipler Sklerose in den Bereichen:
    • Diagnosestellung
    • Schubtherapie
    • Leitliniengerechte Basistherapie
    • Patientencompliance
  • Vermeidung stationärer Aufenthalte bei Lumbalpunktion und Schubtherapie

Aktueller Hinweis: Patientendaten aus OPAL sichern

In der Dokumentationsplattform OPAL wurde bereits die Funktion für das Anlegen neuer Dokumentationen deaktiviert. Im Laufe des Jahres wird die Dokumentation MS komplett abgeschaltet.

Sichern Sie bereits eingereichte Dokumentationen bis spätestens 31. Juli 2020, wenn sie diese Informationen weiterhin für die Behandlung ihrer Patienten benötigen. Nach diesem Termin werden alle dokumentierten Daten gelöscht und es gibt keinen Zugang mehr.

Anleitung zur Datensicherung (KVB-Serviceschreiben vom 18.05.2020)

Teilnahme und Vergütung

Teilnahmevoraussetzungen

Fortbildung Praxispersonal:

Sie weisen nach, dass Ihr Praxispersonal, welches die nichtärztliche Betreuung von Multiple-Sklerose-Patienten übernimmt, erfolgreich an einer eintägigen Schulung zum Thema Multiple Sklerose teilgenommen hat. Hierzu senden Sie bitte eine Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme des Praxispersonals an der Schulung an die KVB. Der Nachweis darf nicht älter als drei Jahre sein (Es gilt das Veranstaltungsdatum. Stichtag ist das Einreichungsdatum dieses Teilnahmeantrags.).

Folgende Themen sollte die Schulung beinhalten:

  • Grundlagen der Multiple Sklerose
  • Begleiterkrankungen
  • Diagnose- und Therapiemöglichkeiten
  • Patientenkommunikation, Theorie und Praxis

Antragstellung

Wenn Sie alle Voraussetzungen erfüllen und bereit sind, den laufenden Verpflichtungen der Zusatzvereinbarung Multiple Sklerose nachzukommen, senden Sie Ihren vollständig ausgefüllten Teilnahmeantrag (Formular siehe rechts oben) einschließlich Fortbildungsnachweis Ihres Praxispersonal an:

Kassenärztliche Vereinigung Bayerns
Qualitätssicherung
Vogelsgarten 6
90402 Nürnberg

Sobald Sie Ihre Teilnahmeerlaubnis von der KVB erhalten haben, dürfen Sie die Zusatzziffern abrechnen und erhalten automatisch die vereinbarte Zusatzvergütung.

Laufende Teilnahmeverpflichtungen

Förderung der Patientencompliance: Hierzu bietet Ihr Praxispersonal Patientenschulungen (einzeln oder in der Gruppe) an, die mindestens folgende Inhalte umfassen:

  • Krankheitsverständnis zu MS
  • Medikation
  • Injektionstraining
  • Ausführliche, individuelle Information über Nebenwirkungen und mögliche Abhilfemaßnahmen oder Vermeidungsstrategien

Behandlung nach den jeweils aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) zur Diagnostik und Therapie der Multiplen Sklerose

Patienten mit Verdacht auf Multiple Sklerose klären Sie ausführlich über den Diagnoseprozess im Allgemeinen und die Lumbalpunktion im Besonderen auf

Sie stellen die Betreuung und Überwachung Ihrer MS-Patienten in der Praxis über zwei Stunden im Anschluss an die Kortison-Schubtherapie(Infusion nach GOP 02100) sicher

Hinweis: Die Verpflichtung zur elektronischen Dokumentation (eDoku) ist ab dem 1. Januar 2020 entfallen.

Vergütung

Sofern Sie alle Teilnahmevoraussetzungen und -verpflichtungen erfüllen und Ihnen eine Teilnahmeerlaubnis erteilt wird, erhalten Sie für alle bayerischen Versicherten folgende Zusatzvergütungen je abgerechneter und anerkannter EBM GOP:
 

GOPZuschlag
02342max. 16,00 € je Leistung
02100max. 47,00 € je Leistung in Verbindung mit Diagnose G35 (max. 6x pro Quartal)
16211, 16212, 21214, 21215max. 21,00 € je Leistung pro Patient mit Diagnose G35 (max. 1x in 12 Monaten)

 

Abrechnungsvoraussetzungen

  • Die Zuschläge sind von allen Ärzten abrechenbar, welche über eine Genehmigung zur Teilnahme an der Vereinbarung "Multiple Sklerose" verfügen.
  • Zuschlag zur GOP 02342: 97036 (Lumbalpunktion)
  • Zuschlag zur GOP 02100: 97037 (Infusion)
  • Zuschlag zur GOP 16211, 16212 bzw. 21214-21215: 97039 (Patientencompliance)
  • Die Zuschläge zur Lumbalpunktion sowie zu Infusionen in Verbindung mit der Diagnose G35 werden automatisch zugesetzt.
  • Den Zuschlag zur Förderung der Patientencompliance (GOP 97039) müssen Sie zusammen mit einer der Grundpauschalen 16211, 16212 bzw. 21213-21215 pro Patient mit Diagnose G35 aktiv in Ihrer Abrechnung angeben.

Hinweis: Der Zuschlag wird außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV) vergütet und hat damit keinen Einfluss auf die Höhe Ihres RLV bzw. QZV.

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