Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB)Ausdruck vom 26.02.2024 20:31 Uhr

Kommunikation im Medizinwesen

KIM (Kommunikation im Medizinwesen) ermöglicht als Kommunikationsdienst der TI den vertraulichen, sicheren und verschlüsselten digitalen Austausch von Nachrichten und medizinischen Dokumenten zwischen TI-Teilnehmern.

Neben Praxen schließen sich auch Krankenhäuser, Apotheken, KVen, Krankenkassen und weitere Einrichtungen an KIM an. Geplant ist, dass künftig die gesamte elektronische Kommunikation im Gesundheitswesen über KIM stattfinden kann.

 

Die Einführung erfolgt schrittweise.

Seit Beginn können elektronische Arztbriefe (eArztbriefe) und E-Mail-Nachrichten über KIM versendet und empfangen werden. Seit 1. April 2021 ist KIM die einzige Möglichkeit für Vertragsärzte und -psychotherapeuten, eArztbriefe zu übermitteln.

Seit 1. Januar 2022 sind alle Arztpraxen, die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausstellen, verpflichtet, die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) über KIM an die Krankenkassen zu senden.

Auch der Versand von Digitalen Mustern und der Austausch von Labordaten ist bereits über KIM möglich.

Seit 1. Januar 2023 ist KIM zudem das einzig zulässige Übertragungsverfahren für den Datenaustausch mit Leistungserbringern in der gesetzlichen Unfallversicherung (DA-LE-UV).

Ein weiterer KIM-Ausbau soll folgen.

Neben der TI-Anbindung mittels der TI-Grundausstattung werden als technische Voraussetzungen für KIM folgende Komponenten benötigt:

  • Software-Update des Konnektors mindestens auf den E-Health-Konnektor (Updatestufe PTV3)
  • PVS-Update/-Modul KIM
  • Vertrag mit durch gematik zugelassenem KIM-Dienst-Anbieter, der eine KIM-(E-Mail-) Adresse vergibt und ein KIM-Client-Modul zur Verfügung stellt
  • Ggf. elektronischer Heilberufsausweis der 2. Generation (eHBA G2) für die qualifizierte elektronische Signatur (QES) der eArztbriefe oder eAU

Ansprechpartner für weitere Informationen, insbesondere zu den Konnektor- und PVS-Updates, ist der IT-Servicepartner oder TI-Anbieter (falls abweichend vom IT-Servicepartner).

KIM-Dienste stehen von unterschiedlichen Anbietern zur Verfügung. Da der jeweilige Dienst nach Vorgabe der gematik mit jedem PVS kompatibel sein muss, können Praxen sich frei für einen Dienst entscheiden.

"kv.dox" - KIM-Dienst der KBV

Mit kv.dox bietet die KBV einen passgenauen KIM-Dienst für Vertragsärzte und -psychotherapeuten an. Der Dienst wurde von der gematik zugelassen und kann über das kv.dox-Portal bestellt werden.

KIM löst KV-Connect ab

KIM löst sukzessive die bisherige Arztkommunikation über KV-Connect ab. Aus diesem Grund
sollen langfristig über KIM sämtliche Anwendungen abgebildet werden, die derzeit noch über
KV-Connect laufen, d.h. 1-Click-Abrechnung, eDokumentationen und Labordatentransfer
(letzteres ist bereits seit 2021 über KIM möglich). Bis zum Abschluss der Migration aller
Anwendungen wird KV-Connect weiterbetrieben. In dieser Übergangszeit ist eine parallele
Nutzung beider Dienste unumgänglich, wenn KV-Connect-Anwendungen genutzt werden, die
noch nicht über KIM verfügbar sind. Eine zeitliche Planung ist derzeit noch nicht bekannt.

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