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Heilmittelverordnung

Ernährungstherapie

Seit 1. Januar 2018 kann die ambulante Ernährungstherapie zulasten der GKV verordnet werden. Eine ambulante Ernährungstherapie (Diätetik, Diättherapie) ist für Patienten mit seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankungen (z. B. Galaktosämie, PKU), wenn die Ernährungstherapie als alternativlose Maßnahme gilt, da ansonsten Tod oder Behinderung drohen, und für Patienten mit Mukoviszidose (Cystische Fibrose) verordnungsfähig.

Die Therapie ist an den Patienten ebenso wie an die relevanten Bezugspersonen adressiert. Ziele sind eine verbesserte Lebenserwartung, eine altersgemäße, körperliche und geistige Entwicklung und die Verhütung von Krankheitsfolgen beziehungsweise die Vermeidung von Komplikationen.

Die Ernährungstherapie wird in der Regel als Einzeltherapie verordnet. Sie ist aber auch als Gruppentherapie möglich. Die Therapie wird verordnet auf Muster 18 (Maßnahmen der Ergotherapie/Ernährungstherapie).

Verordnet werden Behandlungseinheiten à 30 Minuten. Die Verordnungsmenge ist lediglich durch den 12-Wochen-Bedarf pro Verordnung begrenzt. Die Festlegung der Frequenz und Häufigkeit pro Tag erfolgt symptom- und bedarfsorientiert durch den Therapeuten und in enger Abstimmung mit dem verordnenden Arzt.

Ambulante Ernährungstherapie ab 1. Januar 2018 verordnungsfähig

Vergütungsvereinbarung noch nicht öffentlich

Sobald die Vergütungsvereinbarung veröffentlicht wurde, die u. a. regelt, zu welchen Anteilen das verordnete Zeitkontingent einerseits für Maßnahmen am Patienten und andererseits als Vor- und Nachbereitungszeit inklusive Dokumentation für den Therapeuten darstellt, folgen auf dieser Website weitere Informationen.

Ausstellen einer Verordnung

"Ausfüllhilfe"

Eine Ausfüllhilfe der KVB für die Verordnung der Ernährungstherapie steht in Kürze zur Verfügung.

ICD-10-GM

Seit 1. Juli 2014 ist immer der ICD-10-GM-Code anzugeben, und zwar "endstellig". Das bedeutet, dass der ICD-10-GM-Code einschließlich der letzten Stelle definiert werden muss (Beispiel:  G35.20, nicht nur G35.2- oder G35.-). Unterstützt das Praxisverwaltungssystem (PVS) die Eingabe beziehungsweise Auswahl der endstelligen Codes nicht, sollten Sie sich an ihren Softwareanbieter wenden.

Um die Identifikation der besonderen Verordnungsbedarfe im Vorfeld einer Wirtschaftlichkeitsprüfung eindeutig sicherzustellen, wurde zum 1. Januar 2017 ein zweites elektronisch lesbares ICD-10-Feld auf die Verordnungsformulare aufgebracht. Es besteht keine Verpflichtung, dieses zweite ICD-10-Feld zu befüllen.

Der zweite ICD-10-Code ist lediglich erforderlich, um bestimmte besondere Verordnungsbedarfe (z. B. postoperative Versorgung, Angabe einer Myelopathie oder Radikulopathie bei Bandscheibenschäden) geltend zu machen.

 

 

Prüfpflicht

Leistungserbringer von Heilmitteln sind verpflichtet, alle Verordnungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit zu prüfen.

Heilmittelerbringer haben eine Prüfpflicht