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Die Telematikinfrastruktur (TI)

Die Telematikinfrastruktur (TI) soll alle Beteiligten im deutschen Gesundheitswesen miteinander vernetzen. Ziel ist es, dass die Online-Kommunikation der Ärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser, Krankenkassen und weiterer Akteure nur noch über die TI stattfindet.

Die TI soll deshalb wirksam vom restlichen Internet getrennt sein. Es entsteht so ein geschlossenes Netz, zu dem nur registrierte Nutzer (Personen, Praxen, Krankenhäuser etc.) mit einem elektronischen Ausweis Zugang haben.

Die Einführung der TI startet mit der Umsetzung der ersten TI-Anwendung: das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM). Ab 1. Januar 2019 müssen alle Praxen an die TI angeschlossen sein und VSDM durchführen. Vertragsärzten und -psychotherapeuten, die dieser Verpflichtung nicht nachkommen, droht eine Honorarkürzung um ein Prozent.

Technik und Finanzierung

Technische Ausstattung

Erforderliche Komponenten für die TI-Anbindung

Bereits Anfang November hatte die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH (gematik) die Zulassungen für ein erstes Komponentenpaket bestehend aus Konnektor, stationärem Kartenterminal, VPN-Zugangsdienst und elektronischem Praxisausweis (SMC-B Karte) erteilt.

Zusätzlich zu der gematik-Zulassung benötigt jeder Praxisausweis-Anbieter allerdings noch eine sogenannte Sektorzulassung von der KBV. Diese erhielt der erste Kartenhersteller nun am 6. Dezember 2017. Erste Installationen in den Praxen sind daher ab sofort möglich.

  • Regulärer Internetanschluss
  • Für die TI zugelassener so genannter Konnektor: Der Konnektor ist eine Art Router, ähnlich einem DSL-Router, allerdings auf einem deutlich höheren Sicherheitsniveau. Er ist mit den Kartenterminals und dem Praxisverwaltungs- bzw. Krankenhausinformationssystem verbunden und schafft über den VPN-Zugangsdienst den Zugang zur TI-Plattform. Nach Informationen der gematik wird es zukünftig voraussichtlich drei bis vier Anbieter für Konnektoren auf dem Markt geben.
    Stand 7. Dezember 2017: ein Geräte von der gematik zugelassen/verfügbar - "KoCoBox MED+" (KoCo Connector, zur CompuGroup Medical (CGM) gehörendes Unternehmen)
  • VPN-Zugangsdienst: Für den Zugang zur TI benötigen Praxen einen speziellen VPN-Zugangsdienst – ähnlich einem Internetprovider, der den Zugang zum Internet bereitstellt.
    Stand 7. Dezember 2017: ein Zugangsdienst durch die Gematik zugelassen - "CGM VPN-Zugangsdienst" (CGM)
  • SMC-B Karte (Security Module Card Typ B, auch "Praxisausweis" genannt): Diese Karte identifiziert die Praxis gegenüber der TI und legitimiert den Zugriff auf die TI. Sie steckt dauerhaft im Karten-Lesegerät und erfordert eine PIN-Eingabe nach Einschalten des Gerätes. Vergleichbar mit der SIM-Karte eines Mobiltelefons.
    Stand 7. Dezember 2017: ein Anbieter von gematik und KBV zugelassen - Bundesdruckerei
  • Für die TI zugelassenes stationäres Kartenlesegerät (sog. eHealth-Kartenterminal): Ein TI-zugelassenes stationäres Kartenlesegerät erhält im Unterschied zu aktuellen Kartenlesegeräten einen zusätzlichen Kartenschlitz, in dem sich der Praxisausweis (siehe SMC-B) dauerhaft befindet.
    Stand 7. Dezember 2017: ein Gerät von der gematik zugelassen - "ORGA 6141 online" (Ingenico Healthcare)!
  • Ein Update zum Praxisverwaltungssystem (PVS): Damit das Auslesen und ggf. Aktualisieren der Versichertenstammdaten möglich ist, muss das PVS durch den Systemanbieter angepasst werden.

Übersicht Zulassungen/Bestätigungen der gematik

Optionale Komponenten

  • Elektronischer Heilberufsausweis (eHBA): Der eHBA dient als Sichtausweis nach Landesheilberufsgesetz und verfügt über eine qualifizierte elektronische Signatur. In späteren TI-Ausbaustufen ist dieser einzusetzen, z.B. für die Signatur von eArztbriefen.
  • Ein für die TI zugelassenes mobiles Kartenterminal (z.B. bei Hausbesuchen relevant).
    Stand Mitte November 2017: noch keine Geräte zugelassen/verfügbar, voraussichtlich erst 2018. Bis dahin dürfen Bestandsgeräte verwendet werden.

Finanzierung allgemein

Nach § 291a SGB V muss der GKV-Spitzenverband die Ausstattungs- und Betriebskosten für die TI finanzieren. Die Details wurden in der "Vereinbarung zur Finanzierung und Erstattung der bei den Vertragsärzten entstehenden Kosten im Rahmen der Einführung und des Betriebes der TI gemäß § 291a Abs. 7 Satz 5 SGB V" ("Finanzierungsvereinbarung TI") zwischen KBV und GKV-Spitzenverband geregelt.

Die Höhe der Finanzierungspauschale richtet sich nicht nach dem Zeitpunkt der Bestellung, sondern nach der Inbetriebnahme. Praxen erhalten sämtliche Pauschalen und Zuschläge, die die Krankenkassen für den Anschluss und den Betrieb der TI zahlen, erst ab dem ersten VSDM-Abgleich, also wenn die erste elektronische Gesundheitskarte mit dem neuen Kartenterminal eingelesen wurde und damit die Versichertendaten des Patienten auf der Chipkarte automatisch online geprüft wurden. Diese Regelung gilt auch für den Zuschuss zum elektronischen Heilberufsausweis.

Erstausstattungspauschalen

Erstausstattungspauschale Konnektor und stationäres Kartenterminal

Die Pauschale beinhaltet die Ausstattung einer Praxis mit einem Konnektor und einem/mehreren stationären Kartenterminals und kann je zugelassener Betriebsstätte berechnet werden. Je nach Anzahl der Vertragsärzte in einer Praxis werden bis zu drei stationäre Kartenterminals erstattet.

Die einmalige Erstattungspauschale für Konnektor und stationäres Kartenterminal setzt sich aus zwei Beträgen zusammen:

  • Erstattungsbetrag je stationärem Kartenterminal in Höhe von 435 €.
  • Erstattungsbetrag für den Konnektor (mit Funktion für die qualifizierte elektronische Signatur) in Höhe von 2.620 € für das Quartal 3/2017.

Hinweis: In den drei Folgequartalen (Quartal 4/2017 bis Quartal 2/2018) sinkt der Betrag für den Konnektor um jeweils zehn Prozent. KBV und GKV-Spitzenverband gehen davon aus, dass die Konnektor-Anschaffungskosten mit zunehmendem Wettbewerb der Hersteller sinken werden. Für die Höhe der Pauschale ist nicht das Quartal der Bestellung entscheidend, sondern das Quartal, in dem in der Praxis der erste Online-Abgleich der Versichertenstammdaten erfolgt ist.

Konnektor inklusive Funktion für qualifizierte elektronische Signatur und stationäre Kartenterminals (Quelle: KBV)
Quartal der erstmaligen Nutzung


Vergütung in €
Anzahl der Ärzte in der Praxis (Vollzeitäquivalente)
weniger als 3zwischen 3 und 6mehr als 6
3/20173055,003490,003925,00
4/20172793,003228,003663,00
1/20182557,002992,203427,20
2/20182344,982779,983214,98
ab 3/20181155,001590,002025,00

 

 

Einmalige TI-Startpauschale

Die Praxen erhalten eine einmalige TI-Startpauschale in Höhe von 900 €. Damit werden Kosten erstattet, die im Zusammenhang mit der Einrichtung der Komponenten und Dienste entstehen (z.B. Praxisausfall während der Installation des Konnektors, Anpassung des PVS, Schulung des Praxispersonals)

Erstausstattungspauschale mobiles Kartenterminal

Der Erstattungsbetrag für ein mobiles Kartenterminal beträgt 350 €. Voraussetzungen für die Kostenerstattung eines mobilen Kartenterminals:

  • Vertragsarzt mit mindestens halber Zulassung, der mindestens drei Haus- und/oder Heimbesuche im Quartal durchführt und/oder an einem Kooperationsvertrag nach § 119b SGB V (ambulante Behandlung in stationären Pflegeeinrichtungen) teilnimmt.
  • Ausgelagerte Praxisstätte (keine Kriterien)

Betriebskostenpauschale

Betriebskostenpauschale "Wartung Konnektor/VPN"

Mit dieser Pauschale werden den Praxen Kosten für die Wartung/Updates des Konnektors und Gebühren für den VPN-Zugangsdienst erstattet. Die Erstattung erfolgt quartalsweise.

Von Quartal 3/2017 bis Quartal 2/2018 beträgt die Pauschale 298 € je Quartal. Ab Quartal 3/2018 beträgt die Pauschale 248 € je Quartal.

Betriebskostenpauschale "SMC-B"

Quartalsweise wird eine Pauschale in Höhe von 23,25 € je SMC-B erstattet.

Betriebskostenpauschale "elektronischer Heilberufsausweis (HBA)"

Die Pauschale für den HBA beträgt 11,63 € pro Quartal.

Hinweis: Im ersten Quartal der Nutzung werden die laufenden Betriebskosten ab dem Monat, in dem die Praxis an die TI angeschlossen ist, anteilig übernommen.

Auszahlung der Erstattungspauschalen

Die Praxen müssen die Kosten für die Anschaffung der Geräte und Dienste sowie für die Installation zunächst selbst tragen, erhalten jedoch nachträglich Erstattungspauschalen für die Erstausstattung, den Installationsaufwand sowie für die quartalsweisen Betriebskosten.


Automatische Erstattung

Die Auszahlung der Erstattungspauschalen erfolgt automatisch durch die KVB, ohne Beantragung. Führt eine Praxis das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) durch, wird ein Nachweis darüber im Praxisverwaltungssystem gespeichert und mit der Quartalsabrechnung an die KVB übermittelt. Die KVB prüft in jeder Abrechnung, ob und wann eine Praxis zum ersten Mal das VSDM durchgeführt hat. Die Auszahlung der Pauschalen erfolgt dann mit der Restzahlung für das Quartal, in dem zum ersten Mal das VSDM durchgeführt wurde (für Q4/2017 am 30. April 2018, für Q1/2018 am 31. Juli 2018 usw.).

Kein VSDM-Abgleich möglich

Für Ärzte von Fachgruppen, die keinen Versichertenstammdaten-Abgleich durchführen können, ist für die Erstattung ein Antrag erforderlich, da der TI-Anschluss nicht anhand der eingereichten Abrechnungsdaten festgestellt werden kann. Der Antrag wird derzeit erarbeitet.

mehr Informationen zum VSDM (E-Health-Gesetz)