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Presseinformation vom 12.09.2017

KVB bringt junge Ärzte aufs Land: Neue Förderung von Famulaturen im ländlichen Raum

München, 12. September 2017: Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) bietet ab sofort eine neue Förderung für Famulaturen im ländlichen Raum an.

Unter einer Famulatur versteht man ein Praktikum, das Mediziner im Rahmen ihrer ärztlichen Ausbildung machen müssen. Medizinstudierende, die ihre Famulatur in einer bayerischen Haus- oder Facharztpraxis auf dem Land absolvieren, können sich bei der KVB bewerben, um eine Förderung in Höhe von 500 Euro zu erhalten.

Ziel der KVB ist es, mit dieser Förderung jungen Medizinern einen Einblick in die Tätigkeit eines Landarztes zu geben, um so ein realistisches Bild dieser wichtigen Arbeit zu vermitteln und die Medizinstudierenden schon während ihres Studiums dafür zu begeistern.

Weitere Zuschläge von bis zu 200 Euro gibt es, wenn sich die Praxis in einem unterversorgten oder drohend unterversorgten Planungsbereich befindet. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, unter bestimmten Bedingungen eine zusätzliche Fahrtkostenpauschale zu erhalten, sodass sich die maximale Fördersumme auf bis zu 850 Euro erhöht. Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Famulatur von der jeweiligen Universität der Medizinstudierenden anerkannt wird und dass die Kommune, in der die gastgebende Praxis ansässig ist, eine bestimmte Einwohnerzahl nicht überschreitet. Bei einer Famulatur in einer Hausarztpraxis liegt diese Grenze bei höchstens 20.000 Einwohnern, bei einer Famulatur in einer Facharztpraxis bei 40.000 Einwohnern.

Für das Jahr 2017 stehen in jedem bayerischen Regierungsbezirk zehn Förderplätze zur Verfügung. Demnach können derzeit 70 Famulaturen in Bayern durch die KVB gefördert werden. Das Besondere: Auch bis zu vier Wochen nach Ende der absolvierten Famulatur können die Medizinstudierenden noch rückwirkend eine Förderung erhalten.

Alle Details rund um die Famulaturförderung und das Antragsformular sind in der Rubrik Nachwuchs / Studium / Famulatur zu finden.