Mitgliederberatung

Dienststellen/Standorte

Vermittlungsbörsen

KVB-Börse

Online-Service für die Vermittlung von Praxen und Stellen in Bayern


Bereitschaftsdienst

Vertretervermittlung

Diensttauschbörse (DPP)

Starterpaket/Grundwissen

Informationen, rechtliche Grundlagen und Antragsformulare, die für den Neubeginn bzw. eine veränderte Praxistätigkeit benötigt werden

Starterpaket

Bereitschaftsdienst (116117)

Den Ärztlichen Bereitschaftsdienst erreichen Sie kostenfrei unter

116117

Der Ärztliche Bereitschaftsdienst in Ihrer Region

Bereitschaftsdienste

Bereitschaftspraxen

Koordinationsstelle Psychotherapie

Informationen zur Koordinationsstelle Psychotherapie für psychotherapeutische Behandlungen

mehr erfahren

Patienten-Infoline

Hilfe bei der Suche nach Haus- und Fachärzten mit der KVB-Arztsuche

Mo-Fr: 12:00-15:00 Uhr

Kontaktdaten

Arzt-/Psychotherapeutensuche

Gemeinsame Presseinformation von KVB und den Kliniken Südostbayern vom 08.11.2017

KVB und Kliniken ziehen positives Fazit zu Pilotprojekt für den Bereitschaftsdienst in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land

München/Traunstein, 9. November 2017: Rund ein halbes Jahr gibt es in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land mittlerweile das Pilotprojekt der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) für den Bereitschaftsdienst. Seit März 2017 betreibt die KVB eine Bereitschaftspraxis in Bad Reichenhall und bereits seit November 2016 eine Bereitschaftspraxis in Traunstein. Ergänzt werden diese seit Juni 2017 von der neu eingerichteten kinder- und jugendärztlichen KVB-Bereitschaftspraxis am Klinikum Traunstein und der schon länger bestehenden privaten Bereitschaftspraxis in Fridolfing. Diese Praxen sind die erste zentrale Anlaufstelle für Patienten, wenn diese außerhalb der üblichen Sprechstundenzeiten medizinischer Hilfe bedürfen. Zusätzlich gibt es neben den Bereitschaftspraxen einen von der KVB organisierten Fahrdienst, der die medizinisch notwendigen Hausbesuche in der Region durchführt.

Während der Pilotphase wurde von der KVB kontinuierlich evaluiert, inwiefern die Neustrukturierung des Bereitschaftsdienstes zu Verbesserungen für Patienten, Ärzte und die beteiligten Kliniken geführt hat. Die Ergebnisse dieser Evaluation liegen mittlerweile vor und sind durchweg positiv: Von der Bevölkerung wurden die KVB-Bereitschaftspraxen gut angenommen. Insgesamt wurden dort von März bis September 2017 rund 8.500 Patienten behandelt. Und damit sind die Kapazitäten noch längst nicht ausgelastet - es könnten sogar noch mehr Patienten zu den jeweiligen Öffnungszeiten in den Praxen ärztlich versorgt werden. Außerdem wurden rund 2.500 medizinisch notwendige Hausbesuche von März bis September 2017 von den diensthabenden Ärzten durchgeführt.

Für die niedergelassenen Ärzte in der Region gab es seit der Neuorganisation spürbare Erleichterungen. So sank deren Dienstbelastung im Bereitschaftsdienst von ursprünglich durchschnittlich 250 Stunden auf noch durchschnittlich 62 Stunden jährlich. Durch die Reduzierung dieser Belastung soll die Attraktivität der Niederlassung in eigener Praxis gesteigert und damit insbesondere dem Ärztemangel auf dem Land vorgebeugt werden. Zusätzlich unterstützt werden die Niedergelassenen in der Pilotregion von sogenannten "Poolärzten". Dies sind Ärzte, die selbst nicht niedergelassen sind und dadurch nicht zum Bereitschaftsdienst verpflichtet wären, aber diese Dienste freiwillig übernehmen und so dazu beitragen, die Last auf noch mehr Schultern zu verteilen. Insgesamt haben die "Poolärzte" bisher durchschnittlich rund 20 Prozent der Dienststunden in der Region übernommen und somit die niedergelassenen Vertragsärzte deutlich entlastet. Durch das Pilotprojekt der KVB wurde auch die Sicherheit der Ärzte bei der Durchführung von Hausbesuchen erhöht. So müssen die Ärzte nicht mehr selbst am Steuer sitzen und können darüber hinaus von medizinisch geschulten Fahrern bei ihren Hausbesuchen unterstützt werden.

Für die beteiligten Kliniken Südostbayern haben sich durch die Gründung der KVB-Bereitschaftspraxen ebenfalls Vorteile ergeben: In den vergangenen Jahren hat sich die Anzahl von Patienten, die die Notaufnahmen der Krankenhäuser der Kliniken Südostbayern aufgesucht haben, ständig erhöht. Darunter waren auch sehr viele Patienten mit leichteren Erkrankungen, die keiner stationären Aufnahme bedurften. Die Aufgabe einer Notaufnahme ist jedoch vor allem die Versorgung von Notfallpatienten, die stationär ins Krankenhaus aufgenommen werden müssen. Die hohe Zahl an ambulanten Patienten führte in der Vergangenheit oft zu übervollen Notaufnahmen, in denen vor allem nicht so schwer erkrankten Patienten lange Wartezeiten in Kauf nehmen mussten.

Dies konnte mit der Einrichtung einer KVB-Bereitschaftspraxis deutlich verbessert werden: Die Bereitschaftspraxen sind in beiden Häusern in unmittelbarer Nähe zu den Notaufnahmen angesiedelt. Durch eine systematische Befragung (Ersteinschätzung) wird nun am Eingang der Notaufnahmen die Erkrankungsschwere bestimmt und der Patient entweder der Bereitschaftspraxis oder der Notaufnahme zugewiesen. Damit ist sichergestellt, dass jeder Notfallpatient eine adäquate Diagnostik und Behandlung erhält. Für die leichter erkrankten Patienten, die jetzt in der Bereitschaftspraxis behandelt werden, haben sich damit die Warte- und Behandlungszeiten deutlich verkürzt. Das Personal in den Notaufnahmen kann sich nun wieder verstärkt um die Notfallpatienten kümmern, die stationär aufgenommen werden müssen.

Weitere Informationen

Bereitschaftspraxen in Bayern

Zugang zu Meine KVB

Der Zugang zum Mitgliederportal ist über KV-Ident Plus, KV-SafeNet oder die Telematikinfrastruktur (TI) möglich.

Bitte wählen Sie den Zugangsweg.

KV-Ident Plus:

KV-SafeNet und Telematikinfrastruktur (TI):