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Presseinformation vom 12.12.2017

KVB-Vorstand zieht auf Jahrespressekonferenz gesundheitspolitische Bilanz

München, 12. Dezember 2017: Der amtierende Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) – Dr. Wolfgang Krombholz, Dr. Pedro Schmelz und Dr. Claudia Ritter-Rupp – wurde am 21. Januar 2017 von der Vertreterversammlung der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten neu gewählt. Auf der Jahrespressekonferenz hat der KVB-Vorstand heute eine erste Bilanz seiner bisherigen Amtszeit gezogen und stand Journalisten Rede und Antwort zu aktuellen gesundheitspolitischen Themen.

Nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Dr. Wolfgang Krombholz, der Anfang des Jahres von der Vertreterversammlung in seinem Amt bestätigt worden war, sei es gelungen, den mitgliederorientierten Weg der vergangenen Jahre fortzusetzen, was von den Ärzten und Psychotherapeuten Bayerns durchaus positiv wahrgenommen werde. Als wichtigsten Meilenstein auf diesem Weg beschrieb Krombholz die Weiterentwicklung des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes, um die Attraktivität einer Niederlassung – insbesondere auf dem Land – zu steigern. Weitere Punkte, auf die Krombholz in seinem Statement einging, betrafen die Themen "Regress" und "leistungsgerechte Honorierung". Durch den Abschluss einer eigenen Wirkstoffvereinbarung sei die permanente Regressgefahr im Arzneimittelbereich beseitigt und der Weg zu einer transparenten Verordnungssteuerung geebnet worden. Dieser Weg sei in diesem Jahr nun erstmals auch im Heilmittelbereich beschritten worden. Zum Aspekt der leistungsgerechten Honorierung konstatierte Krombholz, dass ein regionaler Zuschlag für Bayern auf den Orientierungspunktwert in der morbiditätsorientierten Gesamtvergütung nachgewiesenermaßen gerechtfertigt sei. "Die Kosten, beispielsweise für Praxispersonal und Miete, liegen im Freistaat höher als im Rest der Republik. Dies hat dazu geführt, dass das Bundessozialgericht entschieden hat, dass sich das Landesschiedsamt diesem Thema nochmals annehmen muss."

Der erste stellvertretende Vorstandsvorsitzender der KVB, Dr. Pedro Schmelz, war ebenfalls Anfang des Jahres von der Vertreterversammlung in seinem Amt bestätigt worden. Er widmete sich in seinen Ausführungen unter anderem der ärztlichen Unterversorgung in Bayern sowie den finanziellen Förderprogrammen der KVB. So seien mittlerweile knapp sechs Millionen Euro aus dem Strukturfonds investiert worden, um Versorgungslücken im Freistaat zu schließen. Auch auf die seit Anfang 2016 vom Gesetzgeber geforderten Servicestellen für Facharzttermine ging Schmelz ein. "Die geringe Inanspruchnahme unserer Servicestelle und die Tatsache, dass alle angefragten Termine im ambulanten Bereich vermittelt werden konnten zeigt, dass die Zusammenarbeit von Haus- und Fachärzten in Bayern bestens funktioniert", so Schmelz. Allerdings dürfe dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine Reform der veralteten Bedarfsplanung dringend erfolgen müsse, um Engpässe, die mittlerweile in der Versorgung spürbar seien, zu beseitigen. Zum Schluss seines Statements widmete sich Schmelz der Digitalisierung im Gesundheitswesen: "Der verstärkte Einsatz der digitalen Technologie im Gesundheitswesen ist nur dann sinnvoll und zum Nutzen der Patienten, wenn dieser von ärztlicher Expertise und hoher Qualifikation geleitet wird. Ökonomische Interessen, Kommerzialisierung und Profitmaximierung dürfen bei der Digitalisierung der Medizin nur eine absolut untergeordnete Rolle spielen", appellierte Schmelz.

Dr. Claudia Ritter-Rupp, die zweite stellvertretende Vorstandsvorsitzende, wurde Anfang des Jahres neu in den Vorstand der KVB gewählt. Sie legte einen ihrer Schwerpunkte ebenfalls auf das Thema Digitalisierung, wobei es ihr hierbei um das wachsende Angebot onlinebasierter Interventionen bei psychischen Erkrankungen ging. Diese seien häufig von kommerziellen Interessen motiviert und in ihrer Wirksamkeit durchaus fragwürdig. "Ein umfangreicher Therapiebedarf bleibt aufgrund der fehlenden sorgfältigen Diagnoseerhebung und des fehlenden persönlichen Kontakts fast immer unerkannt", so die Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Des Weiteren ging Ritter-Rupp auf die zum 1. April 2017 in Kraft getretene neue Psychotherapie-Richtlinie ein. Sie bezeichnete die Neuerungen als "größte Reform in der Psychotherapie seit 50 Jahren", die den Patienten nun einen deutlich flexibleren und kurzfristigeren Zugang zu Psychotherapien ermöglichen würden. Die neue Richtlinie habe auch die Einrichtung eigener Terminservicestellen für Psychotherapie bei den KVen auf den Weg gebracht. "Zum 1. April hat die KVB diese Stelle eingerichtet und ich freue mich, dass wir bislang alle Terminanfragen an niedergelassene Psychotherapeuten vermitteln konnten", so Ritter-Rupp. Den Abschluss ihres Vortrags widmete sie einem Innovationsfonds-Projekt, das ihr besonders am Herzen liege: PETRA. Sollte im Rahmen der PETRA-Studie nachgewiesen werden können, dass psychosoziale Faktoren tatsächlich Einfluss auf die körperliche Gesundheit von Patienten mit rheumatoider Arthritis haben, könnte dies einen Paradigmenwechsel in der Medizin bedeuten und sich dadurch künftig auch für Patienten mit anderen chronischen Erkrankungen neue, ganzheitliche Behandlungsansätze ergeben.

Impressionen von der Jahrespressekonferenz 2017

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