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Statement

Schwerpunkt: Hausärztliche Versorgung

Statement von Dr. Wolfgang Krombholz, Vorstandsvorsitzender der KVB, beim Pressegespräch der KVB auf der Versorgungskonferenz 2017 am 2. Mai in Nürnberg

"Die Sicherstellung einer flächendeckenden ambulanten Versorgung in Bayern ist eine der Kernaufgaben der KVB. Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst und ergreifen alle uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, um die ausgezeichnete Versorgung hier in Bayern aufrecht zu erhalten.

Als ehemaliger Landarzt liegt mir insbesondere die hausärztliche Versorgung am Herzen. Zu unseren Unterstützungsleistungen im hausärztlichen Bereich gehören beispielsweise die finanzielle Förderung der allgemeinmedizinischen Weiterbildung unseres hausärztlichen Nachwuchses sowie die von uns in Zusammenarbeit mit der Landesärztekammer, dem Hausärzteverband und der Krankenhausgesellschaft ins Leben gerufene "Koordinierungsstelle Allgemeinmedizin" (KoStA). Die Koordinierungsstelle bietet Unterstützung an, wenn es darum geht, einen möglichst reibungslosen Wechsel zwischen den einzelnen Weiterbildungsorten zu gewährleisten.

Wir setzen uns auch dafür ein, das Fach Allgemeinmedizin an Universitäten als festen Bestandteil in das Medizinstudium zu integrieren. Mittlerweile erkennen immer mehr Universitäten die Notwendigkeit für allgemeinmedizinische Lehrstühle, wie an der FAU Erlangen- Nürnberg, an der LMU sowie an der TU in München.

Die aktive Nachwuchsgewinnung ist deshalb so wichtig, weil wir bereits heute faktisch einen Ärztemangel im Bereich der Hausärzte haben. Insbesondere die Altersentwicklung ist Besorgnis erregend: Derzeit sind 34 Prozent der niedergelassenen Hausärzte im Freistaat älter als 60 Jahre. Im vergangenen Jahr beendeten 414 bayerische Hausärzte ihre Praxistätigkeit. 87 Hausarztpraxen konnten trotz aufwendiger Suche nach einem Nachfolger nicht nachbesetzt werden.

Als unterversorgt oder drohend unterversorgt gelten derzeit folgende hausärztliche Regionen im nördlichen Teil Bayerns: Hirschaid in Oberfranken; Dinkelsbühl, Ansbach Nord, Feuchtwangen und Wassertrüdingen in Mittelfranken; Lohr am Main in Unterfranken und Waldsassen in der Oberpfalz. Mit finanziellen Förderprogrammen versuchen wir, gerade in diesen von Unterversorgung betroffenen oder bedrohten Gebieten rasche Lösungen für die Versorgung zu finden.

Das A und O für die Entscheidung über eine Niederlassung als Hausarzt ist, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen passen. Dazu gehört beispielsweise auch, keine Angst vor Regressen, also Strafzahlungen bei der Verordnung von Arzneimitteln, haben zu müssen. Mit der von uns entwickelten und mit den Krankenkassen abgeschlossenen Wirkstoffvereinbarung haben wir es geschafft, den Ärzten ein effektives Steuerungsinstrument für ihre Arzneimittelverordnungen in die Hände zu geben und zugleich das Regress- Risiko zu minimieren. Eine weitere Niederlassungshürde, die hohe Dienstbelastung im Ärztlichen Bereitschaftsdienst, bauen wir in Bayern gerade ab. Mit einer umfassenden Weiterentwicklung des Bereitschaftsdienstes durch die Schaffung größerer Dienstbereiche, die Gründung von Bereitschaftspraxen bevorzugt an großen Kliniken, die Organisation eines separaten Fahrdienstes und die Unterstützung durch freiwillige Poolärzte werden die niedergelassenen Ärzte deutlich entlastet.

Weitere positive Nebeneffekte: Die Notaufnahmen der Kliniken haben wieder mehr Kapazitäten für echte Notfälle und die Patienten profitieren davon, dass ihnen die KVB-Bereitschaftspraxen außerhalb der regulären Sprechstundenzeiten als zentrale Anlaufstellen zur Verfügung stehen. In neun sogenannten Pilotregionen erproben wir derzeit dieses neue System, das wir bis Ende 2018 im Regelbetrieb auf ganz Bayern ausgeweitet haben werden. Im nördlichen Teil Bayerns haben wir folgende Pilotregionen ausgewählt: Schweinfurt–Haßberge, Bamberg–Forchheim und Schwandorf–Cham. Am 1. Juli 2017 wird darüber hinaus noch der Bereich Kulmbach–Bayreuth als Pilotregion an den Start gehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir auf einem guten Weg sind, die hausärztliche Versorgung in Bayern auch in Zukunft sicherzustellen. Aber alle Akteure – darunter die Politik, die Krankenkassen und die Kommunen – müssen hierfür gemeinsam an einem Strang ziehen, um diese Mammutaufgabe zu bewältigen."

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