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Statement

Schwerpunkt: Psychotherapeutische Versorgung

Statement von Dr. Claudia Ritter-Rupp, 2. stv. Vorsitzende des KVB-Vorstands, beim Pressegespräch der KVB auf der Versorgungskonferenz 2017 am 2. Mai in Nürnberg

"Als Fachärztin für psychosomatische Medizin und Psychotherapie weiß ich aus eigener langjähriger Praxistätigkeit, wo die Probleme in den Praxen der niedergelassenen Psychotherapeuten liegen.

So ist beispielsweise deren Altersschnitt im Vergleich zu den Haus- und Fachärzten in Bayern am höchsten. Rund 36 Prozent der psychotherapeutisch tätigen Ärzte und der psychologischen Psychotherapeuten sind älter als 60 Jahre. Daher fördert die KVB insbesondere junge Psychotherapeuten und deren praktische Tätigkeit im Rahmen der psychotherapeutischen Ausbildung.

Aber auch die Sorgen und Nöte der Patienten in Bayern kenne ich. Teilweise müssen Patienten lange Wartezeiten und Wege für eine psychotherapeutische Behandlung in Kauf nehmen. Nicht ohne Grund hat der Gesetzgeber auf Bundesebene daher kürzlich eine neue Psychotherapie-Richtlinie verabschiedet. Seit April 2017 vermitteln die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen nun auch freie Termine bei ärztlichen und psychologischen Psychotherapeuten für die neu eingeführte "Psychotherapeutische Sprechstunde" und die Akutbehandlung.

Es ist sehr bedauerlich, dass die Krankenkassen nicht dazu bereit waren, die neuen ambulanten Angebote auch angemessen zu finanzieren. Insofern begrüße ich es, dass die Kassenärztliche Bundesvereinigung den Klageweg beschreitet, um doch noch eine Verbesserung bei den Honoraren für die neuen Leistungen in der Psychotherapie zu erzielen.

Der Wunsch des Gesetzgebers nach zusätzlichen Behandlungsmöglichkeiten in der Psychotherapie wird auch konterkariert durch eine veraltete Bedarfsplanung in diesem Bereich. Viele psychotherapeutisch tätige Kolleginnen und Kollegen würden gerne Therapien für gesetzlich krankenversicherte Patienten anbieten, werden aber durch gesetzliche Vorgaben daran gehindert. Dabei wäre es wichtig, für die Patienten einen einfacheren und schnelleren Zugang zur Psychotherapie zu schaffen, als dies bislang der Fall ist. Eine Nicht-Behandlung aufgrund fehlender Behandlungskapazitäten kann zu einer Verstärkung psychischer Probleme und psychosomatischer Beschwerden führen, die wiederum einen erhöhten Behandlungsbedarf nach sich ziehen. Die Bedarfsplanung für Psychotherapeuten muss grundsätzlich überarbeitet werden, um überhaupt eine bedarfsgerechte psychotherapeutische Versorgung gewährleisten zu können.

Die bisherige Bedarfsplanung entspricht mit ihren Zahlen aus den 1990er Jahren nicht mehr dem heutigen Stand. Dass vielerorts ein höherer Bedarf an psychotherapeutischen Leistungen entstanden ist, bleibt in der aktuellen Bedarfsplanung nahezu unberücksichtigt. Außerdem lässt sich allein aufgrund der Anzahl der niedergelassenen Psychotherapeuten keine verlässliche Aussage darüber treffen, ob in der jeweiligen Region ausreichend psychotherapeutische Leistungen angeboten werden. Während in den großen Städten wie München oder Nürnberg durchaus von einer guten Versorgungslage mit einem breiten psychotherapeutischen Leistungsspektrum gesprochen werden kann, stellt sich die Situationen in vielen kleineren Städten und Gemeinden ganz anders dar.

Es ist deshalb dringend notwendig, dass die bereits 2015 im GKV-Versorgungsstärkungsgesetz vorgesehene Überarbeitung der Bedarfsplanung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss zeitnah vorgenommen wird. Der G-BA wurde damit beauftragt, die erforderlichen Anpassungen für eine bedarfsgerechte Versorgung – nach Prüfung der Verhältniszahlen und unter Berücksichtigung der Möglichkeit zu einer kleinräumigen Planung – zu treffen.

Wer bereits heute einen Psychotherapeuten in seiner Nähe sucht, kann sich an die KVB wenden. Neben der eingangs erwähnten, neu eingerichteten Terminservicestelle gibt es schon seit mehreren Jahren bei uns die "Koordinationsstelle Psychotherapie", die bei der Suche nach einem Therapieplatz für eine psychotherapeutische Behandlung hilft und auch bei Fragen zum psychotherapeutischen Behandlungsspektrum Rat bieten kann."

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