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Hausärztliche Versorgungssituation in Oberfranken und der nördlichen Oberpfalz

Statement von Dr. Wolfgang Krombholz, Vorstandsvorsitzender der KVB, beim Pressegespräch zur KVB-Versorgungskonferenz 2018

Bayreuth, 26. Februar 2018
"Hausarzt ist der schönste Beruf der Welt – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Die Politik macht es uns in dieser Hinsicht nicht immer leicht. Doch zumindest können wir als ärztliche Selbstverwaltung auf Landesebene dafür sorgen, dass die Situation für die hausärztlichen Kolleginnen und Kollegen im Freistaat in einigen Bereichen leichter wird.

Denn nur auf den ersten Blick sieht die ambulante hausärztliche Versorgung in Bayern noch zufriedenstellend aus: In Oberfranken gibt es bei den Hausärzten bereits Engpässe in den Planungsbereichen Hirschaid und Speichersdorf. In der nördlichen Oberpfalz ist es der Planungsbereich Tirschenreuth, der momentan von drohender Unterversorgung im hausärztlichen Bereich betroffen ist.

Wir sind jedoch zuversichtlich, dass sich aufgrund unserer zahlreichen Fördermaßnahmen die Situation in diesen Planungsbereichen wieder entspannen wird. So ist es uns bereits im oberfränkischen Selb und im oberpfälzischen Planungsbereich Waldsassen gelungen, eine drohende Unterversorgung mit Hausärzten abzuwenden.

Wie wichtig das gesamtgesellschaftliche Engagement zur Gewinnung von jungen Hausärzten tatsächlich ist, zeigt die aktuelle Altersstatistik der Hausärzte in Bayern. So ist eine große Versorgungslücke insbesondere in den nächsten Jahren zu erwarten, wenn viele unserer Mitglieder in den Ruhestand gehen. Derzeit sind rund 35 Prozent der niedergelassenen Hausärzte in Bayern älter als 60 Jahre. Im Jahr 2017 beendeten rund 450 Hausärzte in Bayern ihre Praxistätigkeit, davon konnten bayernweit rund 120 Hausarztpraxen trotz aufwendiger Suche nach einem Nachfolger nicht nachbesetzt werden.

Doch nicht nur in unterversorgten Gebieten werden neue Hausärzte benötigt. Auch in Planungsbereichen, die offiziell als 'regelversorgt' gelten, gibt es freie Niederlassungsmöglichkeiten für Hausärzte. In Oberfranken betrifft dies insbesondere den Planungsbereich Wunsiedel/Marktredwitz mit sieben freien Hausarztsitzen, aber auch Coburg mit derzeit fünf Sitzen, die von Hausärzten sofort besetzt werden könnten.

Nur wenn es uns gelingt, wieder mehr junge Kolleginnen und Kollegen für die hausärztliche Tätigkeit zu begeistern, können wir die Patientenversorgung langfristig in der jetzigen Form aufrechterhalten.

Zu den Maßnahmen, die die KVB dazu ergreift, gehört beispielsweise, dass Regresse im Verordnungsbereich, die von Ärzten häufig als 'Damoklesschwert' empfunden wurden, durch besondere Vereinbarungen mit den Krankenkassen endlich der Vergangenheit angehören. Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Weiterentwicklung des Bereitschaftsdienstes, den die niedergelassenen Ärzte neben ihrer eigentlichen Praxistätigkeit leisten müssen und der vielerorts zu einer Überlastung der Kolleginnen und Kollegen geführt hat – insbesondere auf dem Land. Dadurch wurde es noch schwerer, den dringend notwendigen Nachwuchs für die Praxen zu gewinnen. Seit 2013 stellen wir daher den Bereitschaftsdienst auf ein neues Fundament – mit einem Konzept, das Ärzten, Patienten und Kliniken zugutekommt. Das neue System mit zentral gelegenen Bereitschaftspraxen, die sich in der Regel an Notaufnahmen befinden und einem separaten Fahrdienst für Hausbesuche haben wir bereits in etlichen Pilotregionen erfolgreich getestet.

In Oberfranken und der Oberpfalz waren dies die Pilotregionen Bamberg/Forchheim, Kulmbach/Bayreuth und Schwandorf/Cham. Aus diesen Regionen haben wir sowohl von Ärzten als auch von Patienten positive Rückmeldungen nach der Umstellung erhalten. Ende 2018, wenn wir die Umstellung in ganz Bayern vorgenommen haben und es dann flächendeckend rund 110 Bereitschaftspraxen geben wird, werden über 99 Prozent der bayerischen Bevölkerung innerhalb von 30 Minuten eine Bereitschaftspraxis erreichen können. Die Bereitschaftspraxen der KVB sind dann außerhalb der üblichen Sprechstundenzeiten die erste Anlaufstelle für Patienten bei akuten Erkrankungen. Da sich die Bereitschaftspraxen in der Regel an Kliniken befinden, werden die dortigen Notaufnahmen von leichteren Fällen entlastet. Dies entspricht auch den seit 2016 geltenden Vorgaben aus dem Krankenhausstrukturgesetz und dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz.

Wichtig ist auch, dass die bundesweit einheitliche und kostenfreie Rufnummer für den Bereitschaftsdienst – 116117 – in der Öffentlichkeit noch bekannter gemacht wird. Hier sind auch Sie als Vertreter der Medien gefragt."

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