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Presseinformation vom 16.03.2020

KVB-Vorstand begrüßt Erklärung des Katastrophenfalls durch die Staatsregierung

München, 16. März 2020: Als wichtigen und sinnvollen Schritt zur Eindämmung der Weiterverbreitung des Coronavirus bezeichnete der Vorstand der   Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) die heutige Erklärung des Katastrophenfalls durch Ministerpräsident Dr. Markus Söder. Durch rigide, einschneidende Maßnahmen des Staates und die Solidarität aller Menschen könne es gelingen, den rapiden Anstieg der Zahl der Neuinfektionen zu verlangsamen und Zeit für die Behandlung der bereits erkrankten Patienten zu gewinnen. Nicht vergessen dürfe man dabei jedoch auch die Regelversorgung, beispielsweise der chronisch kranken Patienten, durch die niedergelassenen Hausärzte, Fachärzte und Psychotherapeuten. Hier seien pragmatische Lösungen ohne große bürokratische Hürden gefragt, so der Vorstand der KVB. Dies gelte für die Beschaffung der dringend notwendigen Schutzausrüstung für die Praxen ebenso wie für die Ausweitung der Möglichkeit von Videosprechstunden oder auch die Ausstellung von AU-Bescheinigungen oder Rezepten ohne direkten Patienten-Kontakt in den Praxen.

Dazu sagte der Vorstand der KVB – Dr. Wolfgang Krombholz, Dr. Pedro Schmelz und Dr. Claudia Ritter-Rupp: "Wir sind Ministerpräsident Söder dankbar für die Klarstellung in Bezug auf die Durchführung der Abstriche. Eine Testung werde nach seinen Worten nur noch gemacht, wenn wirklich Symptome da sind. Damit werden wir im Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116117 hoffentlich entlastet und können uns auf die schwierigeren Fälle sowie Risikopatienten konzentrieren. Neben der Organisation des Hausbesuchsdienstes unterstützen wir auch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie die Kommunen beim Aufbau von mobilen oder festen Stationen zur Abstrichentnahme. Um das Coronavirus in den Griff zu bekommen, sind wir bereit, alle Register zu ziehen."

Am Wochenende war bundesweit, aber auch in Bayern wieder ein sehr hohes Anrufaufkommen unter der Rufnummer 116117 zu verzeichnen. Am Samstag wurden von den Mitarbeitern in den drei bayerischen Vermittlungs- und Beratungszentralen über 8.000 Anrufe, am Sonntag über 7.000 Anrufe entgegen-genommen und bearbeitet. Die KVB weist darauf hin, dass es sich bei der Rufnummer 116117 nicht um eine "Corona-Hotline" handelt. So können auch keine allgemeinen Fragen zum Coronavirus und dem Umgang damit beantwortet werden.

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