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Fachärztliche Versorgungssituation in Oberfranken und der nördlichen Oberpfalz

Statement von Dr. Pedro Schmelz, 1. stellv. Vorstandsvorsitzender der KVB, beim Pressegespräch zur KVB-Versorgungskonferenz 2018

Bayreuth, 26. Februar 2018
"Im fachärztlichen Bereich gibt es in Oberfranken derzeit Engpässe bei Augenärzten und bei Hals-Nasen-Ohren-Ärzten. So gilt der Planungsbereich Kronach als drohend unterversorgt, was die Versorgung mit Augenärzten angeht. In den Planungsbereichen Lichtenfels und Wunsiedel im Fichtelgebirge bahnt sich eine drohende Unterversorgung bei Hals-Nasen-OhrenÄrzten an.

Um diese Versorgungslücken zu schließen, haben wir umfangreiche finanzielle Fördermaßnahmen eingeleitet, mit denen wir bereits Erfolge erzielt haben. So konnte dadurch beispielsweise im Landkreis Lichtenfels eine drohende Unterversorgung bei den Augenärzten aufgehoben werden. In Oberfranken waren es seit 2014 rund eine halbe Million Euro, die wir an Haus- und Fachärzte als finanzielle Förderung aus dem Strukturfonds ausgezahlt haben, um dort die ärztliche Unterversorgung abzuwenden. In der nördlichen Oberpfalz waren es in diesem Zeitraum rund 900.000 Euro, die wir zu diesem Zweck für die Sicherstellung der Versorgung investiert haben.

Die verschiedenen Maßnahmen der KVB setzen sich zusammen aus Fördersummen für Neuniederlassungen, die – je nach Planungsbereich – bis zu 112.500 Euro betragen. Darüber hinaus gibt es unter anderem auch Fördermöglichkeiten für die Anstellung eines Arztes, die Fortführung der Praxis über das 63. Lebensjahr hinaus oder die Gründung von Zweigpraxen. Bayernweit wurden seit 2014 rund 120 Förderanträge mit einem Fördervolumen von insgesamt 6,1 Millionen Euro von uns bewilligt.

Als Vorstand der KVB wollen wir aber nicht nur tätig werden, wenn bereits eine ärztliche Unterversorgung droht. Es ist wichtig, schon im Studium anzusetzen und junge Mediziner für eine Niederlassung – insbesondere auf dem Land – zu begeistern. Daher haben wir ein neues Projekt zur Nachwuchsförderung gestartet. Hierbei wird ein einmonatiges ärztliches Praktikum, die sogenannte Famulatur, mit bis zu 850 Euro finanziell gefördert, wenn diese in einer Haus- oder Facharztpraxis in einer ländlichen Region Bayerns erfolgt. Darüber hinaus fördern wir angehende Ärzte auch im Rahmen ihrer Weiterbildung mit bis zu 4.800 Euro monatlich. Im fachärztlichen Bereich würden wir uns allerdings von politischer Seite einen größeren Spielraum wünschen, um die Zahl der geförderten Weiterbildungsstellen noch ausweiten zu können.

Unser Engagement in dieser Hinsicht ist wichtig, denn auch im fachärztlichen Bereich gestaltet es sich immer schwieriger, den medizinischen Nachwuchs für eine Tätigkeit in der Praxis zu gewinnen. Mittlerweile sind auch bei den Fachärzten knapp 30 Prozent der Kolleginnen und Kollegen in Bayern über 60 Jahre alt.

Daher zeichnet sich auch bei den Fachärzten eine große Versorgungslücke ab, wenn viele ältere Kolleginnen und Kollegen demnächst in den Ruhestand gehen. Diese Situation wird noch dadurch verschärft, dass die Bedarfsplanung, die bundesweit gesetzlich festlegt, wie viele Ärzte sich in welchen Regionen niederlassen dürfen, nicht mehr der tatsächlichen Versorgungsrealität entspricht. Betrachtet man bayernweit die Zulassungsmöglichkeiten für Fachärzte, stechen gerade die Fachgruppen ins Auge, bei denen eine zielgenaue Planung schwierig ist. Dies gilt zum Beispiel für Kardiologen, Pneumologen oder Rheumatologen, die derzeit nicht als einzelne Fachgruppen beplant, sondern zu den fachärztlich tätigen Internisten gezählt werden. Daraus ergibt sich die Konsequenz, dass es derzeit in Bayern keine Zulassungsmöglichkeiten für fachärztliche Internisten gibt, obwohl die Ärzteschaft und auch die Patienten durchaus einen Bedarf dafür äußern. Die KVB hat keinen rechtlichen Handlungsspielraum, um von diesen gesetzlichen Vorgaben durch das SGB V abzuweichen.

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat mittlerweile den Auftrag des Gesetzgebers erhalten, die Bedarfsplanungsrichtlinie zu überprüfen und zu überarbeiten. Sobald es hierfür geänderte gesetzliche Vorgaben gibt, können wir diese in Bayern umsetzen. Ein entsprechendes Gutachten des Gemeinsamen Bundesausschusses wird für April 2018 erwartet. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass eine veränderte Bedarfsplanung allein noch nicht automatisch für zusätzliche Fachärzte sorgt, die sich dann auch für eine Niederlassung entscheiden."

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