Mitgliederberatung

Dienststellen/Standorte

Vermittlungsbörsen

KVB-Börse

Online-Service für die Vermittlung von Praxen und Stellen in Bayern


Bereitschaftsdienst

Vertretervermittlung

Diensttauschbörse (DPP)

Starterpaket/Grundwissen

Informationen, rechtliche Grundlagen und Antragsformulare, die für den Neubeginn bzw. eine veränderte Praxistätigkeit benötigt werden

Starterpaket

Bereitschaftsdienst (116117)

Den Ärztlichen Bereitschaftsdienst erreichen Sie kostenfrei unter

116117

Der Ärztliche Bereitschaftsdienst in Ihrer Region

Bereitschaftspraxen

Patienten-Terminservice

Patienten-Infoline

Hilfe bei der Suche nach Haus- und Fachärzten mit der KVB-Arztsuche

Mo-Fr: 12:00-15:00 Uhr

Kontaktdaten

Patienten-"Infekt"-Service

Arzt-/Psychotherapeutensuche

Gemeinsame Presseinformation vom 19.11.2021

Kliniken und Ärzteverbände warnen eindringlich vor Versorgungsengpässen und appellieren an die Vernunft aller

In einer gemeinsamen Presse-Erklärung appellieren die Bayerische Krankenhausgesellschaft,  die Bayerische Landesärztekammer, die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns und der Marburger Bund Bayern an die Politik und die Menschen in Bayern gleichermaßen

München, 19. November 2021: Die derzeitige Situation in der Corona-Pandemie in den bayerischen Krankenhäusern ist überaus bedrohlich. Mit einem eindringlichen und gemeinsam formulierten Appell wenden sich die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG), die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK), die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) und der Marburger Bund Bayern (MB Bayern) an die politischen Entscheidungsträger auf allen Ebenen und die Menschen in Bayern gleichermaßen. Darin fordern sie die Bevölkerung im Freistaat zur Vernunft und eigenverantwortlich gelebten Solidarität auf. Denn die derzeitige Versorgungssituation im akut-stationären Krankenhausbereich ist besorgniserregend wie noch nie in Nachkriegsdeutschland. Ebenso ist auch die ambulante Versorgung bei gleichzeitigen Impf-Aktivitäten sehr hoch beansprucht.

"Unsere Intensivstationen sind längst übervoll, Menschen werden teilweise weit wegverlegt und Patientinnen und Patienten müssen auf ihre geplanten und unbedingt notwendigen Operationen eine unbestimmte Zeit warten. Die Lage in den Kliniken in Bayern ist dramatisch und die Arztpraxen bewegen sich im Spannungsverhältnis zwischen der ärztlichen Regelversorgung, der alljährlichen Grippeschutzimpfungen und höchsten Anstrengungen bei den COVID-19 Erst- und Auffrischungsimpfungen", fassen die Geschäftsführer und Vorstände der vier Verbände zusammen. "Wir müssen in einer gemeinsamen Kraftanstrengung schnellstens die Pandemiewelle brechen!"

Unisono ergeht von allen Seiten die dringende Bitte an alle Menschen, unnötige Kontakte ab sofort ausnahmslos zu vermeiden. Gemeinsam ergeht auch der Appell an alle Ungeimpften, sich endlich einen Ruck zu geben und sich zum Schutz gegen COVID-19 impfen zu lassen – für sich selber, aber auch aus Solidarität gegenüber allen Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Auch Booster-Impfungen sind das Gebot der Stunde für alle diejenigen, die mit den ersten beiden Corona-Impfungen bereits Verantwortung gezeigt haben.

Aus Sicht der Vertreter der Bayerischen Landesärztekammer ist neben den jetzt dringend gebotenen Auffrischungsimpfungen die konsequente Einhaltung der aktuellen Regelungen (Abstand, Hygiene, Maske, Lüften) von großer Bedeutung. Außerdem sollten sich auch Geimpfte vor engem Kontakt mit anderen Menschen regelmäßig testen lassen. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns, der Marburger Bund als Vertreter der Klinikärztinnen und -ärzte und die Bayerische Krankenhausgesellschaft können sich darüber hinaus auch die sofortige Einführung einer umfassenden Impflicht in Bezug auf die Corona-Schutzimpfungen für die erwachsene Bevölkerung vorstellen.

Mit beängstigender Ernüchterung stellen die Verbandsverantwortlichen fest: "Die bayerischen Krankenhäuser können bei dieser Dynamik der aktuellen Entwicklung eine stationäre ausreichende Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in den nächsten Wochen nicht mehr im vollen Umfang gewährleisten. Es wird zwangsläufig vermehrt zu regionalen Engpässen in der Krankenhausversorgung auf ganzer Breite kommen. An dieser Tatsache kann nichts beschönigt werden."

Mit Blick auf die nächsten Wochen ist diese Entwicklung höchst bedrohlich, weil eine Trendwende bei den täglich gemeldeten COVID 19 Neuerkrankungen durch kurzfristig wirksame Maßnahmen nicht in Sicht ist, wodurch sich die Situation gegenüber der Lage vor einem Jahr unterscheidet.