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Statement

Notärztliche Versorgung in Bayern

Statement der KVB zur notärztlichen Versorgung in Bayern

München, 17. Januar  2020

Die KVB ist zusammen mit den 25 Zweckverbänden für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung und einem Rettungszweckverband für die flächendeckende Sicherstellung des bodengebundenen Notarztdienstes − nicht aber für die Luftrettung − in Bayern zuständig. Grundsätzlich obliegt die Sicherstellung der notärztlichen Versorgung dem Land Bayern (unter der Zuständigkeit des Innenministeriums). Mit dem Bayerischen Rettungsdienstgesetz (BayRDG) wurde die Organisation und Sicherstellung des bodengebundenen Notarztdienstes unter anderem an die KVB übertragen. Die Finanzierung des Notarztdienstes ist hingegen Aufgabe der Krankenkassen und der Unfallversicherungsträger.

Von Seiten der KVB wird die Aufgabe, die notärztliche Versorgung flächendeckend sicherzustellen, mit großem Engagement und Aufwand betrieben. Insgesamt gibt es derzeit rund 3.800 Notärztinnen und Notärzte, die an 229 Notarztstandorten im Freistaat dafür sorgen, dass die bayerische Bevölkerung rund um die Uhr notärztlich versorgt werden kann. Leider macht sich auch hier der Ärztemangel bemerkbar und es wird zunehmend schwieriger, alle Schichten zu besetzen. Die Teilnahme am Notarztdienst ist freiwillig, eine Verpflichtung oder Sanktionsmöglichkeiten gibt es nicht. Zunehmende Arbeitsverdichtung in Praxis und Klinik hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass viele Ärztinnen und Ärzte im Sinne einer verbesserten "Work-Life-Balance" dem Notarztdienst nicht mehr den gleichen zeitlichen Rahmen einräumen wie in früheren Zeiten. Niedergelassene Ärzte sind zudem einem Loyalitätskonflikt ausgeliefert, wenn sie den Notarztdienst während ihrer Sprechzeiten erbringen. Erschwerend bei der Suche nach Nachwuchs kommt hinzu, dass die qualitativen Anforderungen im Rettungswesen − und damit auch an die Notärzte − deutlich und stetig gestiegen sind. Die heute obligatorischen Zusatzweiterbildungen in der Notfallmedizin erfordern einen hohen persönlichen und zeitlichen Aufwand. Dies erhöht auch das Berufsalter der in den Notarztdienst einsteigenden Ärzte.

Der Gesetzgeber sieht vor, bei Problemen in der Sicherstellung des Notarztdienstes geeignete Kliniken zum Notarztdienst heranzuziehen. Hiervon macht die KVB in nicht unerheblichem Umfang Gebrauch, auch mittels der Einbindung der Kliniken gem. Art. 14 Abs. 4 des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes (BayRDG). Der allgemeine Ärztemangel führt jedoch auch in grundsätzlich einsatzbereiten Kliniken dazu, dass diese das für ein Engagement im Notarztdienst erforderliche qualifizierte Personal häufig nicht vorhalten oder finden können. Nicht selten können die Kliniken daher ihre eingegangenen Verpflichtungen im Rahmen der geschlossenen dreiseitigen Vereinbarungen − trotz ihres Beteiligungswillens und Ersatzes der Vollkosten bei Dienstübernahme − nicht einhalten. Damit wird die Durchsetzung des Art. 14 Abs. 4 BayRDG in der Praxis erschwert.

An diesen Tatsachen kann auch die in den letzten Jahren bereits in Abstimmung mit den Krankenkassen und Unfallversicherungsträgern getroffene Verbesserung der Vergütung der Dienste an einsatzschwachen, insbesondere ländlichen Notarztstandorten nichts ändern.

Trotz dieser schwierigen Ausgangslage und vereinzelter Dienstausfälle, die gerade an Weihnachten und zum Jahreswechsel immer wieder vorkommen können, lag die Besetzungsquote im Notarztdienst bayernweit und über das ganze Jahr 2019 gesehen bei 96,8 Prozent (davon: Oberbayern 98,0 Prozent, Schwaben 98,7 Prozent, Niederbayern 95,6 Prozent, Oberpfalz 98,6 Prozent, Mittelfranken 96,0 Prozent, Oberfranken 92,8 Prozent und Unterfranken 95,8 Prozent). Insbesondere durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit und das Engagement der Ärzte und Gruppensprecher vor Ort, der regionalen Zweckverbände für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, den Durchführenden des Rettungsdienstes, der regionalen Integrierten Leitstellen sowie der für den Notarztdienst zuständigen Mitarbeitern der KVB konnte dieses bayernweit gute Ergebnis erreicht werden. Sollten Dienstpläne von Notarztstandorten tatsächlich eine Lücke aufweisen, kann die notärztliche Versorgung der Menschen vor Ort dennoch stets sichergestellt werden. Denn im Bedarfsfall wird der Nachbar-Notarzt oder der Rettungshubschrauber durch die jeweilige Integrierte Leitstelle alarmiert. Über möglicherweise nicht besetzte Dienste werden der regional zuständige Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung und die jeweilige Integrierte Leitstelle informiert. Die KVB versucht dabei mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln, sämtliche Dienste auch kurzfristig vollständig zu besetzen. Es gibt also keinen Anlass, Verunsicherung in der Bevölkerung zu schüren und einseitige Schuldzuweisungen für eventuell vorhandene Lücken in Dienstplänen zu erteilen.  

 

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Statement vom 17.01.2020

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