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Statement

Schwerpunkt: Fachärztliche Versorgung

Statement von Dr. Pedro Schmelz, 1. stv. Vorsitzender des KVB-Vorstands, beim Pressegespräch der KVB auf der Versorgungskonferenz 2017 am 2. Mai in Nürnberg

"Als Augenarzt und für den fachärztlichen Bereich zuständiges Vorstandsmitglied der KVB möchte ich in meinem Statement insbesondere auf die Situation der Fachärzte in Bayern eingehen.

Der Nachwuchsmangel macht sich mittlerweile auch im fachärztlichen Bereich bemerkbar. Rund 27 Prozent der bayerischen Fachärzte sind älter als 60 Jahre. Lediglich bei den Kinder- und Jugendärzten sieht es noch etwas besser aus – hier sind es knapp 22 Prozent, die das 60. Lebensjahr bereits überschritten haben. Ähnlich wie bei den Hausärzten suggeriert die Statistik, dass die Mehrzahl der Planungsbereiche in Bayern mit Fachärzten gut versorgt ist.

Dennoch offenbaren sich auch schon bei den Fachärzten die ersten Versorgungslücken. In Nordbayern sind derzeit folgende Regionen von Unterversorgung betroffen oder bedroht: In Mittelfranken ist die hautärztliche Versorgung im Raum Neustadt/Bad Windsheim gefährdet. Hautärzte fehlen ebenfalls im Landkreis Haßberge in Unterfranken. In diesem Regierungsbezirk herrscht auch bei der HNO-ärztlichen Versorgung im Landkreis Bad Kissingen eine drohende Unterversorgung. In Oberfranken sind der Landkreis Kronach bei den Augenärzten und die Landkreise Lichtenfels und Wunsiedel bei den HNO-Ärzten betroffen. Ebenfalls in Oberfranken gibt es eine Unterdeckung mit Kinder- und Jugendpsychiatern, genauso wie in der nördlichen Oberpfalz.

Nicht nur in diesen Regionen versuchen wir, dem Ärztemangel aktiv entgegen zu wirken. Durch die finanzielle Förderung der KVB und der Krankenkassen können Ärzte bei einer Niederlassung oder Praxisnachbesetzung in den betreffenden Planungsbereichen einen Zuschuss von bis zu maximal 112.500 Euro erhalten. Darüber hinaus werden die Errichtung einer Filialpraxis und die Anstellung eines Arztes finanziell gefördert. Ärzte, die das 63. Lebensjahr bereits überschritten haben und aktiv nach einem Praxisnachfolger suchen, können für die Praxisfortführung ebenfalls eine finanzielle Unterstützung erhalten.

Seit der Einrichtung des entsprechenden Strukturfonds im Jahr 2014 haben Krankenkassen und KVB bislang rund 5,5 Millionen Euro in die Förderung der haus- und fachärztlichen Versorgung in Bayern investiert. Diese Förderprogramme haben Wirkung gezeigt. So konnten bereits in insgesamt 13 Planungsbereichen die Unterversorgung beseitigt beziehungsweise die drohende Unterversorgung mit der Förderung von Niederlassungen und Zweigpraxen oder Anstellungsförderungen abgewendet werden. Auch die Bayerische Staatsregierung bietet seit einiger Zeit eigene Fördermaßnahmen an, die unter bestimmten Voraussetzungen mit den Programmen der KVB kombiniert werden können.

Aus meiner Sicht kann man nur in einem engen Schulterschluss aller Beteiligten zu guten Ergebnissen kommen. Ich möchte dies an einem Beispiel festmachen: Wie schon kurz aufgezählt, haben wir eine Unterversorgung an Hautärzten in Haßberge. Um die Zeit, bis spätestens im Herbst wieder neue Dermatologen in der Region Praxen gründen, zu überbrücken, haben wir in Abstimmung mit dem Landratsamt eine Telefonhotline eingerichtet, die Hautarzttermine in benachbarten Regionen vermittelt. Mit solchen pragmatischen Lösungen erreicht man garantiert mehr als mit gegenseitigen Schuldzuweisungen.

Kooperation ist auch gefragt, wenn es darum geht, dem zunehmenden Fachärztemangel wirksam zu begegnen. Nachdem die Förderung der Weiterbildung in Hausarztpraxen bereits seit vielen Jahren etabliert ist, können in Bayern seit Herbst letzten Jahres auch Praxen, die angehende Augenärzte, Frauenärzte, Kinder- und Jugendpsychiater, Kinderärzte, Hals-Nasen-Ohren-Ärzte und Hautärzte weiterbilden, eine monatliche Förderung in Höhe von 4.800 Euro erhalten.

Insgesamt können wir rund 156 Stellen in Bayern fördern. Bereits seit 2013 bietet die KVB neben dieser gesetzlichen Fördermöglichkeit eine eigene finanzielle Förderung der fachärztlichen Weiterbildung an, die rege in Anspruch genommen wird. Allerdings wird man auch durch solche sinnvollen Förderprogramme die generellen Probleme einer Niederlassung auf dem Lande – größeres Einzugsgebiet, mehr ältere, oft multimorbide Patienten, weniger Privatversicherte, hohe zeitliche Belastung – nicht lösen können.

Die politischen Entscheidungsträger sind gefordert, durch eine vorausschauende Gesetzgebung dazu beizutragen, die Rahmenbedingungen für die Praxen – aktuelle Brennpunkte: Regressgefahr, Budgetierung des Honorars, Nachwuchsmangel – wieder besser zu gestalten, damit die Ärzte und Psychotherapeuten auch weiterhin ihre Patienten auf dem gewohnt hohen Niveau behandeln können."

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