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FALK-Presseinformation vom 04.11.2019

FALK zu den geplanten Modellprojekten zur Grippeschutzimpfung in Apotheken: Keine Impfung in der Apotheke!

Berlin, 4. November 2019: Die Freie Allianz der Länder KVen (FALK) positioniert sich klar gegen die geplanten Grippeschutzimpfungen in Apotheken. Diese sollen nach dem Willen der Regierungskoalition künftig in Modellprojekten erprobt werden. So steht es in einem Änderungsantrag zum Masernschutzgesetz.

Impfen ist Sache des Arztes. Die niedergelassenen Ärzte kennen ihre Patienten und deren Patientengeschichte. Gerade bei den Risikogruppen, für die eine Grippeschutzimpfung empfohlen wird (Menschen ab 60, Schwangere und Kinder- und Jugendliche) ist die Impfung beim Arzt des Vertrauens richtig aufgehoben. Ohne Notwendigkeit sollen die etablierten und funktionierenden Strukturen durchbrochen werden und klar definierte Zuständigkeiten geändert werden.

Grippeschutzimpfungen in Apotheken werfen zahlreiche Fragen auf: Wie steht es um die Hygienebestimmungen, die Privatsphäre der Patienten oder den Datenschutz in Apotheken? Injektionen, also auch Impfungen, sind Eingriffe in die körperliche Unversehrtheit, die denjenigen vorbehalten bleiben sollten, zu deren Berufsausbildung so etwas gehört und die dafür auch haften.

Welche Handlungskompetenz haben die Apotheker bei Komplikationen? Steht das Berufsrecht der Apotheker im Einklang mit dieser Regelung? Wenn die Bundesregierung die Grippeschutzimpfung stärken will, sind aus unserer Sicht Maßnahmen zur dauerhaften Behebung von Impfengpässen oder zur Honorierung von Impfberatungen auch unabhängig von einer anschließenden Impfung geeignete Mittel, um dieses Ziel zu erreichen - nicht die Einführung von Kompetenzwirrwarr!

 

 

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