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Presseinformation vom 23.11.2020

KVB-Vertreterversammlung: Schutzwall der Praxen als Bollwerk in der Corona- Pandemie

München, 23. November 2020: Die Leistungen der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten bei der Bewältigung der Corona-Pandemie standen diesmal im Mittelpunkt der Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), die am Samstag in München stattfand. In einem Grußwort per Video-Botschaft dankte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml den Praxen für den unermüdlichen Einsatz für ihre Patienten, sowohl in der Regelversorgung als auch bei der Testung und der Behandlung von COVID-19-Patienten. Die VV unter Vorsitz von Dr. Petra Reis-Berkowicz forderte von der Politik jedoch auch konkrete Unterstützung ein, um den Alltag in den Praxen unter den schwierigen Bedingungen der Corona-Pandemie einfacher zu gestalten. Insbesondere die staatlichen Eingriffe in die Kompetenzen der ärztlichen Selbstverwaltung sowie die nach wie vor große Anzahl immer neuer Gesetzgebungsverfahren durch den Bund sorgte für Kritik in der VV. Ein Gesetz folge in immer kürzerer Folge auf das nächste Gesetz, eine nachhaltige Überprüfung der Wirksamkeit gebe es dabei offensichtlich nicht mehr. Dies gelte ganz besonders für die Digitalisierung im Gesundheitswesen, die einen zweiten Schwerpunkt in der VV bildete.

Der Vorstand der KVB – Dr. Wolfgang Krombholz, Dr. Pedro Schmelz und Dr. Claudia Ritter-Rupp – hatte eingangs ausführlich erläutert, mit welchem Aufwand die KVB sich in der Bewältigung der Corona-Pandemie bislang engagiert hat. Unter anderem durch die Einrichtung eines eigenen Fahrdienstes für die Abstrichentnahme, den Ausbau der Rufnummer 116117 für den Ärztlichen Bereitschaftsdienst sowie die Beschaffung von qualitativ hochwertiger Schutzausrüstung – "auf teils abenteuerlichen Wegen", so der Vorstand der KVB – sei es gelungen, die Praxen und Kliniken bei der Bewältigung der Corona-Krise effektiv zu unterstützen. Der Vorstand wies auch die Kritik der Krankenhausdirektoren zurück, wonach die Kliniken die Hauptlast bei der Versorgung der COVID-19-Patienten zu tragen gehabt hätten. Das sei nicht der Fall gewesen: Über 80 Prozent der COVID-19-Patienten sind in Bayern ambulant behandelt worden, die Ausfallquote an Praxen lag selbst in Corona-Spitzenzeiten im März und April bei unter 2 Prozent. "Die Praxen der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten haben ihre Verantwortung sehr ernst genommen und sind auch weiterhin dazu bereit, aktiv an der Bewältigung der Corona-Pandemie teilzuhaben", so der Vorstand der KVB.

Nachdem nicht nur die die Aufwände im Einsatz gegen die Verbreitung des Coronavirus, sondern auch gesetzlich geforderte Mehrausgaben bei der Förderung der ärztlichen Weiterbildung sowie im Bereitschaftsdienst zusätzliche Finanzmittel erfordern und die Kapitalerträge der KVB auf Grund der schwierigen Lage auf dem weltweiten Finanzmarkt rückläufig sind, folgte die VV einem Antrag des Finanzausschusses und beschloss, die Verwaltungskostenumlage für die Mitglieder der KVB ab dem vierten Quartal 2020 auf 3,4 Prozent zu erhöhen.

Weiteres zentrales Thema in den Vorträgen des Vorstands war neben neuen Regelungen zur Honorarverteilung sowie zur Sicherstellung der ambulanten Versorgung in Bayern insbesondere die Digitalisierung des Gesundheitswesens. Hier richtete sich die Kritik vor allem auf kommerzielle Anbieter im Bereich der Telemedizin, die mit großflächigen Anzeigen um Patienten werben und den arrivierten Praxen und auch Apotheken damit Konkurrenz machen. Der Vorstand der KVB stellte klar: "Die vertrauensvolle Beziehung zu unseren Patienten darf nicht durch die Digitalisierung von Arzt-Patientenkontakten sowie von Arzneimittelbeschaffungen in Gefahr gebracht werden." Des Weiteren wurden Haftungsrisiken bei der Verordnung digitaler Gesundheitsanwendungen ebenso angesprochen wie der geplante Ausbau einer elektronischen Patientenakte, die praktisch verpflichtend für die Patientenversorgung werde. Dabei sei die zentrale Datenhaltung ein großer Makel, wie zuletzt ein öffentlich gewordener Hacker-Angriff auf Daten von Psychotherapie-Patienten in Finnland gezeigt habe. Der Vorstand der KVB mahnte bei der Gesundheitspolitik in Berlin mehr Sensibilität für den Schutz der Patientendaten an.

 

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