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Presseinformation vom 22.03.2021

KVB-Vertreterversammlung: Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sind bereit für Corona-Impfungen

München, 22. März 2021: Die niedergelassenen Haus- und Fachärzte sehen sich gewappnet für die Mammutaufgabe, die mit der Corona-Impfung in den Praxen ab 1. April auf sie zukommt. Das war eine der Kernaussagen der Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), die am Samstag in München unter Vorsitz von Dr. Petra Reis-Berkowicz als Online-Informationsveranstaltung stattfand. Das Anliegen der Bayerischen Staatsregierung, die Impfung schnellstmöglich über die bewährte Struktur der Praxen der niedergelassenen Ärzte laufen zu lassen, wurde ausdrücklich begrüßt. Deutliche Kritik gab es hingegen an der Bundespolitik, die trotz der laufenden Corona-Pandemie mit immer neuen Gesetzesvorhaben dafür sorge, dass die Praxen nicht zur Ruhe kommen und sich voll auf die Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie konzentrieren könnten.

Der Vorstand der KVB – Dr. Wolfgang Krombholz, Dr. Pedro Schmelz und Dr. Claudia Ritter-Rupp – hatte eingangs dargestellt, wie die ambulante Versorgung in Bayern bislang mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zurecht gekommen ist. So gab es bei Hausärzten und Fachärzten, aber auch bei den Psychotherapeuten einen deutlichen Einbruch bei den Patientenzahlen im zweiten Quartal 2020. In den Folgequartalen war ein moderater Anstieg bei den Fallzahlen zu verzeichnen. Insgesamt wurden in Bayern im vergangenen Jahr 1,8 Millionen Patienten im Zusammenhang mit einer möglichen Corona-Infektion behandelt. Die Praxen haben hier einen wirksamen Schutzwall gebildet und eine übermäßige Inanspruchnahme der Notfallkapazitäten in den Kliniken verhindert, so das Fazit des Vorstands der KVB.

In der momentan noch laufenden Phase 1 der Impfkampagne finden die Impfungen primär in den Impfzentren der Kommunen statt. Rund 6.500 Ärzte haben sich bayernweit bereit erklärt, in den Impfzentren tätig zu werden. Die KVB ist für das Dienstplanmanagement in rund zwei Drittel der bayerischen Impfzentren tätig. Bis Ende Februar wurden dabei 2.400 Ärzte eingesetzt und leisteten 97.000 Dienststunden ab. Entscheidende Voraussetzung für den Start der Phase 2 mit den Impfungen in den Praxen ist eine ausreichende Verfügbarkeit von Impfstoff. Die Verteilung der Impfdosen muss aus Sicht des Vorstands der KVB über Großhandel und Apotheken in die Praxen erfolgen, Terminabstimmung und Priorisierung regeln möglichst die Praxen selbst und die Dokumentation muss so einfach und unbürokratisch wie möglich gestaltet sein.

Während die Vorbereitungen für das Impfen in den Praxen auf Hochtouren laufen, sorgten die immer neuen Gesetzesvorhaben gerade im Bereich der Digitalisierung für großen Unmut bei den niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten. "Wir wollen uns den Patienten von Mensch zu Mensch widmen und nicht in Form irgendwelcher digitaler Lösungen. Diese können allenfalls eine Unterstützung in der Behandlung sein, den echten Kontakt jedoch nicht ersetzen", so das Credo des Vorstands der KVB, das von der Vertreterversammlung geteilt wurde. Insbesondere an den neuen digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) – den sogenannten "Apps auf Rezept" – entzündete sich massive Kritik. Diese warfen zahlreiche Fragen auf, wie zum Beispiel nach Wirtschaftlichkeit, Haftung und Sinnhaftigkeit bei bestimmten Krankheitsbildern. Auch würden die DiGA großteils ohne erbrachten Wirksamkeitsnachweis in die Versorgung kommen beziehungsweise müsse ein solcher Nachweis erst 12 bis 24 Monate später erbracht werden. Es habe den Anschein, so die Kritik von Vorstand und VV der KVB, dass dieses Prestigeobjekt des Bundesgesundheitsministers mit massivem Aufwand in die ambulante Versorgung gedrückt werden solle – ohne Rücksicht auf die eigentlichen Belange von Patienten, Ärzten und Psychotherapeuten.

Weitere Themen des Vorstands der KVB waren unter anderem der unzureichende Corona-Rettungsschirm, den der Gesetzgeber vorsieht und der dafür sorgt, dass die Umsatzverluste bei extrabudgetären Leistungen durch die Praxen selbst auszugleichen sind, sowie die diversen Fördermaßnahmen der KVB, um eine Unterversorgung in einzelnen Regionen abzuwenden. Auch wurde vorgestellt, wie die Krankenkassen sich nach wie vor in die psychotherapeutische Versorgung einmischen und mit welchen Mitteln privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen immer mehr in die ambulante Versorgung eingreifen wollen.

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